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Bischof Ruiz ruft zu neuem Encuentro in Chiapas auf

La Jornada vom 08.06.2002
Alma E. Muñoz
übersetzt von Dana

  Bischof Samuel Ruiz García, begleitet von Schriftstellern, Menschenrechtsverteidigern und Künstlern, lud zu einem Ausserordentlichen Nationalen Encuentro für Frieden in Chiapas ein, der abgehalten werden soll um den Friedensprozess zwischen der Regierung und den Zapatisten zu konsolidieren, und um "neue Strategien in den Kampf um Demokratie,nStaatsreformen und geltende Menschenrechte" in dem Staat zu festigen.

Auf einer Pressekonferenz erklärte der Prälat, er denke es sei an der Zeit zu handeln, bevor neue Gewalttaten stattfinden. "Es geht nicht nur darum die alte Geschichte der Vereinbarungen von San Andrés Larráinzar fortzusetzen," sagte er ironisch. "Es ist eine eindringliche Einlandung an uns alle", in dem Ereignis der vom 5.-7. Juli in San Cristóbal de las Casas stattfinden soll, "dazu beizutragen die wachsende Gewalt in Chiapas aufzuhalten".

Im Namen von Persönlichkeiten wie Amalia Solórzano, die Witwe Cárdenas, Concepción Calvillo, Die Witwe Navas, Miguel León Portilla, Elena Poniatowska, Luis Villoro, Alfredo López Austin, Pablo González Casanova, Carlos Montemayor und Juan Bañuelos u.a. − rief er auf zu einer "Suche nach einer internen Organisation, weil die Menschen unter Spaltungen leiden, und für die Konsolidierung von Mechanismen die es ermöglichen werden," den indigenen Gemeinden nicht nur dieses Staates, sondern des gesamten Landes "Aufmerksamkeit und Gerechtigkeit zukommen zu lassen". "Wir sollten verstehen," fügte er hinzu, "dass die Situation durch Untätigkeit verschlimmert wird, und nicht das Produkt des Regierungswechsels ist."

Er bedauerte, dass "jedes Mal wenn sie versuchen den Konflikt zu begraben oder zu isolieren, nationale Situationen entstehen" (sich auf das Massaker in Oaxaca beziehend) "die fordern und andeuten, dass das Problem national ist. Deshalb rufe ich um ihre Aufmerksamkeit, um an dieses historische Ereignis teilzunehmen."

Er leugnete dass der Friedensabgeordnete Luis H. Alvarez seine Arbeit nicht ausführen würde. "Ich könnte sagen, dass die CONAI bei dem Versuch Frieden zu stiften versagt hat, aber das Wort kann nicht benutzt werden wenn es keine hinreichenden Bedingungen für die Ausführung einer Aufgabe gibt. Ich kann nicht sagen, dass Señor Alvarez versagt hat, weil keine Friedensgespräche stattgefunden haben, da die Bedingungen immer noch nicht geschaffen wurden."

Mit Samuel Ruiz als Leiter, entwarfen die Organisatoren − einige von ihnen Mitglieder der ehemaligen Nationalen Kommission für Vermittlung CONAI, die bis zum 7. Juni 1999 zwischen der zapatistischen Armee und der Regierung vermittelt hatte − ein Dokument, der von Bischof Ruiz vorgelesen wurde. Darin werden die "wachsenden Spannungen" in Chiapas hervorgehoben, das "Produkt der Weigerung des mexikanischen Staates die Rechte der indigenen Völker anzuerkennen, und der aufständischen Offensive."

"Wir wissen, dass die einzige Lösung in dem gemeinsamen Aufbau eines soliden Friedensprozesses ist, der den Rahmen für Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) bilden soll, da wir wegen der wachsenden Spirale der Gewalt besorgt sind, die durch die Kriegsstrategien gefördert wird."

Über die Konfrontationen zwischen Indigenas in Oaxaca, meinten sie "wir stehen an dem entscheidenden Punkt, die Beschleunigung der Verschlechterung und die Verschärfung der Konfrontationen zu erlauben, oder genau auf dieser sozialen Basis eine neue Chance für Frieden mit Gerechtigkeit und Würde zu errichten."

Wie Samuel Ruiz während der Fragerunde sagte, rufen sie die Zivilgesellschaft und die nationale und internationale Zivilgesellschaft auf "zusammen zu kämpfen und einen Konsens zu erzielen um gemeinsame Ziele zu erreichen. Nur auf diese Weise werden wir die Änderungen herbeiführen können, die in diesem Land benötigt werden."

Um diesen Prozess zu fördern glauben sie, ist es nötig den Kampf um Würde, Autonomie und die Einbeziehung aller indigener Völker und Gemeinden zu konsolidieren. Eine neue nationale Analyse muss ausgeführt werden, ein Überblick des Konfliktes und seiner Lösungen, um neue Strategien für den Frieden, Demokratie, Staatsreformen und geltende Menschenrechte zu entwerfen.

Sie treten auch für eine Erneuerung und Stärkung der Beteiligung der nationalen Zivilgesellschaft in Chiapas, um "dazu beizutragen den Kreis der Gewalt zu beenden und einen neuen Stand des gemeinsamen Kampfes zu schaffen". Die verschiedenen Kräfte für die Verteidigung der ursprünglichen Vereinbarungen von San Andres Larráinzar und die Erfüllung des Verfassungsvorschlages der Kommission für Versöhnung und Frieden (COCOPA) müssen organisiert werden, "um den Obersten Nationalen Gerichtshof und die anderen Staatsgewalten aufzurufen ihren Verantwortungen nachzukommen und die Möglichkeit des Friedens wiederzugewinnen."

Während der Veranstaltung erinnerte der Dichter Juan Bañuelos daran, dass der Krieg zur Aufstandsbekämpfung in Chiapas weitergeht. Magdalena Gómez, Menschenrechtsberaterin für die Indigenas, kritisierte die Regierung für ihre Weigerung eine Politik zu ergreifen, um sich der Situation und der "Gefahrenzentren" anzunehmen, die wie die Politiker selbst zugeben, in den indigenen Regionen existieren.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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