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Alarmstufe "rot" in Oaxaca – indigener Repräsentant festgenommen

Promovio e.V. vom 07.08.2006
OIHDO
übersetzt von Eberhard Raitelhuber

  An die indigenen Völker
An die nationalen und internationalen sozialen Bewegungen
An die Organisationen zur Verteidigung der Menschenrechte
An die Öffentlichkeit

Oaxaca de Juárez, Montag, 7. August, 17:47h Ortszeit

Wir, die Indianischen Organisationen für die Menschenrechte "OIDHO (Organizaciones Indias por los Derechos Humanos en Oaxaca)" Mitglied der provisorischen kollektiven Führung der Volksversammlung von Oaxaca (Asamblea Popular del Pueblo de Oaxaca - APPO), schicken Ihnen folgende dringende Mitteilung:

In diesem Moment ruft die Volksversammlung von Oaxaca APPO die Alarmstufe "rot" aus. Dies geschieht über die Radiostation der mutigen oaxakenischen Frauen, die vergangenen Dienstag die Einrichtungen des staatlichen Senders "Kanal 9" eingenommen haben. Die Alarmstufe wurde ausgegeben, um die Blockade der Gebäude der Legislative, Jurisdiktion und der Exekutive im Bundesstaat Oaxaca sowie der Einrichtungen und Sendeantennen des Kanal 9 zu verstärken, die durch die intensiven Polizeiaktivitäten in der Hauptstadt Oaxacas bedroht sind.

Seit gestern (6. August) wurde neuerlich deutlich, dass die Ultrarechte im Bundesstaat Oaxaca und die Ultrarechte auf nationaler Ebene eine gefährliche Komplizenschaft miteinander eingegangen sind: Präsident Fox hat unmittelbar auf die Anforderung des (ehemaligen) Gouverneurs von Oaxaca, Ulises Ruiz Ortiz reagiert, Einheiten der Schrecken verbreitenden Policía Federal Preventiva − PFP − nach Oaxaca zu schicken. Die PFP ist eine militarisierte Polizei, die vom autoritären neoliberalen Staat gegründet wurde. Diese Entsendung ist neben anderem Folge davon, dass sich viele Polizisten des Bundesstaates weigern, ihre MitbürgerInnen zu unterdrücken. Mehr als 1000 Polizisten der PFP, sowie einige Repressionseinheiten des Bundesstaates und der Kommunen, stehen bereit, um die faschistischen Pläne dieses Regimes umzusetzen, das in seinen letzten Zügen liegt. Außerdem stehen auch einige Gruppen von Gewalttätern bei Fuß, die von der (ehemaligen) Regierung ins Leben gerufen wurden und von ihnen bezahlt werden.

Es wurde bekannt, dass die Einheiten zur Unterdrückung neben anderen Aktionsformen des "schmutzigen Krieges" beabsichtigen, in Banken Bomben hochgehen zu lassen, um dann die Volksbewegung beschuldigen zu können und so die massive Repression zu rechtfertigen. Schon gestern, am 6. August, haben Rowdys, die von der (Ex) Regierung bezahlt werden, Autobusse entführt und dann abgefackelt, wobei sie sich als Mitglieder der Volksversammlung APPO ausgaben. Glücklicherweise konnten sie von der Bewegung festgenommen werden, womit der Charakter dieser Provokation aufgedeckt werden konnte. Heute, am 7. August, versuchten in zivil gekleidete Polizeieinheiten, einige der Blockaden vor einem öffentlichen Gebäude unter Einsatz von Tränengas gewaltsam aufzulösen. Dabei wurden Schüsse abgegeben. Sie konnten diese Besetzung nicht auseinandertreiben. Es gibt keine Berichte über Verwundete. Des weiteren hat die APPI ein internes Dokument entdeckt, das vom Regimes verfasst wurde. Darin wird deutlich, dass der "schmutzige Krieg" eine Kampagne einschließt, die von den höchsten Stellen der Kirche dirigiert wird. Dies alles zielt darauf, die Absetzung des unheilvollen Regierungschefs und seiner Mafia zu verhindern. Gestern, am 6. August 2006, hat der Erzbischof von Oaxaca namens Botello wiederholt zum "Frieden" aufgerufen und dabei die angebliche "Gewalttätigkeit" unserer Bewegung kritisiert. Er hat sich in den Medien der massiven Desinformation sogar getraut zu sagen, dass "der Friede mehr zählt als jedwede Bewegung für die Gerechtigkeit".

Außerdem wurde gestern unser Compañero Catarino Torres festgenommen. Er ist Repräsentant der indigen-bäuerlichen Organisation CODECI aus der Region Tuxtepec, die Mitglied in der APPO ist. Die Anklagen, die im vorwerfen, ein Bundesdelikt begangen zu haben, sind falsch. Diese Vorfälle zeigen, wie angespannt die Situation ist, die wir gerade im Bundesstaat Oaxaca erleben: Für die Ultrarechten auf der Ebene der Bundesstaates und der Nation existieren die Volksbewegung und die verfassten Grundrechte nicht.

Die Compañeras des Radiosenders haben uns gerade etwas mitgeteilt: Oaxaca gehört zum  Welterbe. Wir hoffen, man bezieht das nicht nur auf die wunderschönen Gebäude, sondern auch auf uns  Menschen, die wir in diesem Land für ein Leben in Würde kämpfen.

Wir senden einen einzigen Aufruf an das Regime von Ulises Ruiz und all seine Verbündeten auf nationaler und bundesstaatlicher Ebene und tun dies von der dauerhaften Besetzung des Hauptstadtzentrums aus, von den verschiedenen Blockaden von Gebäuden und Straßen, vom "Kanal 9" der Oaxakenier, vom Universitätsradio und von den freien Radios, von den Organisationen des Volkes und den weit entfernten Gemeinden, die sich in den verschiedenen Regionen Oaxacas schon diesem friedlichen und gerechten Kampf der APPO angeschlossen haben:

Wir Männer und Frauen Oaxacas, wir Kinder, Jugendlichen und Alten sind es Leid, mit den Füßen getreten zu werden, wir sind es lästig, durch die Schuld korrupter Regierungen und unersättlicher Unternehmer in der Misere zu leben. Die Bevölkerung von Oaxaca, die   mehrheitlich indigen ist, besitzt eine große und lange Erfahrung im Widerstand und im Kampf. 

Wir werden widerstehen. Wir werden nicht zurückweichen. Die Bevölkerung Oaxacas wird den Faschismus nicht zulassen. Sie werden damit nicht durchkommen. NO PASARAN!

Und an die Adresse des Erzbischofs senden wir die Worte von Mahatma Gandhi: "Armut ist die schlimmste Form von Gewalt."

Wir rufen alle dringend auf, sich nicht von dieser schmutzigen Kampagne betrügen zu lassen, die von dem großen Desinformationsmedien verbreitet werden. Solidarisiert euch mit der Bewegung des Volkes in Oaxaca, die in der Volksversammlung APPO zusammengeschlossen ist.

Indianischen Organisationen für die Menschenrechte in Oaxaca − OIDHO

Übersetzung: Eberhard Raithelhuber, promovio − Verein zur Förderung der indianischen Menschenrechtsbewegung in Oaxaca/Mexiko e.V.


Original:

A LOS PUEBLOS INDÍGENAS A LOS MOVIMIENTOS SOCIALES NACIONALES E INTERNACIONALES A LAS ORGANIZACIONES DE DEFENSA DE LOS DERECHOS HUMANOS A LA OPINIÓN PUBLICA

Oaxaca de Juárez, lunes 7 de agosto del 2006, 5:47 p.m. Organizaciones Indias por los Derechos Humanos en Oaxaca " OIDHO" integrante de la dirección colectiva provisional de la Asamblea Popular del Pueblo de Oaxaca (APPO), les enviamos el siguiente comunicado urgente:

En estos momentos, - por medio de la radio de las valientes mujeres oaxaqueñas que tomaron pacíficamente el Canal 9 el pasado martes " la APPO dio el llamado de alerta roja para reforzar todos los bloqueos de los edificios de los tres poderes del estado y de las instalaciones y antenas del Canal 9 ante la amenaza de intensas actividades policiacas en esta ciudad capital. Recordamos que desde el día de ayer se confirmó nuevamente la peligrosa complicidad de la Ultraderecha estatal y la Ultraderecha nacional, al cumplir el presidente Fox inmediatamente con la solicitud del (ex)gobernador Ulises Ruiz Ortiz de enviar unidades de la nefasta Policía Federal Preventiva (PFP, policía militarizada creada para el estado autoritario neoliberal). Esto se debe entre otras razones a la negativa de muchísimos policías estatales de reprimir a sus paisanos. Más de mil efectivos de la PFP , así como algunas unidades especiales estatales y municipales de represión, e incluso grupos de vándalos convocados y pagados por el (ex)gobierno, ya están listos para llevar a cabo los planes fascistas de este régimen moribundo. Ha trascendido la información que entre otras acciones de guerra sucia, los cuerpos represivos pretenden poner bombas en los bancos para poder culpar al movimiento popular y así justificar la represión masiva. Ya el día de ayer, vándalos pagados por el (ex)gobierno estatal secuestraron y quemaron autobuses fingiendo ser de la APPO. Afortunadamente, el movimiento los pudo detener y revelar la naturaleza de esta provocación. El día de hoy, unidades de policía vestidos de civil intentaron desalojar uno de los bloqueos frente a un edificio público con gas lacrimógeno e incluso disparos con armas de fuego. No pudieron dispersar este plantón, y no se reportan heridos. Y así como ha sido descrito en un comunicado interno del régimen que pudo ser descubierto por la APPO, la guerra sucia para evitar la destitución del gobernante nefasto y su mafia incluye una campaña orquestada desde las altas cúpulas del poder eclesial, y el día de ayer y hoy el Arzobispo de Oaxaca de nombre Botello hizo repetidos llamados a la "Paz criticando la supuesta "violencia del movimiento, atreviéndose a decir que ˜la paz vale más que cualquier movimiento por la justicia™ en los medios de desinformación masiva.

También el día de ayer fue detenido el compañero Catarino Torres, representante de la organización indígena-campesina CODECI de la región de Tuxtepec, integrante de la APPO, bajo acusaciones falsas de delitos federales. Estos hechos muestran la situación tensa que vivimos en el estado de Oaxaca, ya que para la Ultraderecha estatal y nacional el movimiento popular y los derechos constitucionales NO EXISTEN.

Las compañeras de la radio acaban de decir que Oaxaca es patrimonio de la humanidad, y que esperamos que se entienda que esto no solamente se refiera a los edificios hermosos, sino a los seres humanos que luchamos por una vida digna y libre en estas tierras.

Desde el plantón permanente en el centro de esta capital, desde los diferentes bloqueos de edificios y carreteras, desde el Canal 9 de l@s oaxaqueñ@s, desde radio universidad y las radios libres, desde las organizaciones del pueblo y las comunidades lejanas que en las diferentes regiones del estado ya se han integrado a esta lucha pacífica y justa de la APPO, le enviamos un solo comunicado al régimen de Ulises Ruiz y todos sus aliados, sean estatales o nacionales:

Los hombres y las mujeres de Oaxaca, los niños, los jóvenes, los ancianos, estamos cansados de ser pisoteados, cansados de vivir en la miseria por culpa de gobiernos corruptos y empresarios insaciables. El pueblo de Oaxaca en su mayoría es indígena y tiene una larga experiencia de resistencia y lucha. Resistiremos.  No vamos a retroceder. El pueblo de Oaxaca no permitirá el fascismo. NO PASARAN.

Y al arzobispo le decimos con las palabras de Mahatma Gandhi: "La pobreza es la peor de las violencias.

Hacemos un llamado de alerta a todos y todas para que no se dejen engañar por la campaña sucia en los medios masivos de desinformación y se solidaricen con el movimiento popular oaxaqueño aglutinado en la APPO.

Organizaciones Indias por los Derechos Humanos en Oaxaca − OIDHO

 Quelle:  
  http://www.promovio.org/ 
 

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