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Urgent Action: Büro der Guatemala Initiative überfallen!

Urgent Action (UA) vom 30.07.2002

  Liebe Freundinnen und Freunde!

Ich rufe Euch hiermit zu einer dringenden Aktion auf, um gegen den Einbruch − verbunden mit dem Diebstahl von Ausrüstung (EDV,...)und wichtigen Daten − zu protestieren, dessen Opfer am 21. Juli das Büro des Begleitprojekts der Guatemala-Solidarität Österreich in Guatemala (Acompañamiento de Austria) geworden ist, das wir gemeinsam mit mehreren ebenfalls betroffenen guatemaltekischen NGOs nützen.
Bitte schickt Briefe oder Faxe an den Botschafter Guatemalas in Österreich sowie an den Innenminister Guatemalas, Generalstaatsanwalt und Vizepräsidnet, unter Verwendung der Textvorschläge im Anhang!
Zur Information über diesen Vorfall fügen wir auch die diesbezügliche Presseerklärung der Guatemala-Solidarität bei.

Vielen Dank für jede Form der solidarischen Unterstützung Eurerseits!

Mit sommerlich-solidarischen Grüßen

Rainer Heincz

PS: Bitte auch an alle ev. interessierten Verwandte, Bekannte, FreundInnen, Arbeitskollegen, Vereine, NGO, ... weiterleiten.

Hier noch englische Infos von amnesty international:

URGENT ACTION APPEAL
23 July 2002
UA 228/02 Fear for safety

GUATEMALA Human Rights Defenders in Guatemala City and the Department of Jutiapa

Days before the Second Latin American consultation on Human Rights Defenders begins in Guatemala, several offices of human rights defenders have been broken into and important information stolen. Amnesty International is concerned for the safety of the human rights defenders in Guatemala City and the Department of Jutiapa.
On the night of 21 July, the headquarters of the Coordinadora Nacional de Derechos Humanos de Guatemala (Conadehgua), the National Coordination of Human Rights in Guatemala, which shares its offices with four other human rights organisations, were broken into. Computer equipment, telephones and faxes were stolen. All the organizations’ files containing important information on their work, including the remilitarization of the country, the role of the former civil patrols in Guatemala and cases of past disappearances were also stolen.
Cars belonging to the Estado Mayor, the Presidential High Command, which operates as a military intelligence centre, were reportedly seen patrolling the area prior to the break-in. Foot prints apparently made by military boots were also reportedly found in the offices. The intruders reportedly stayed for several hours and deliberately left photographs of two of Conadehgua’s directors on a desk apparently as a threat. The nature of the break-in points to it being the work of intelligence agents and not a robbery by delinquents.
On the night of 14 July, intruders stole the hard disk of a computer shared by two community organisations, Asociacion de Campesinos de Jutiapa, Jutiapa Peasant Association, and the Asociacion de Mujeres Campesinas y No Campesinas, Association of Peasant and Non-peasant Women, and the regional out post of the news agency, Centro de Reportes Informativos sobre Guatemala (CERIGUA), Centre of Informative Reports on Guatemala. The hard disk contained information on local land conflicts, including details of peasants in need of land, and the creation of a new Forum set up to support the implementation of Guatemala’s 1996 Peace Accords.
Civil society in the state of Jutiapa, historically dominated by the right, has been characterised by weak community mobilisation. Despite the break-in being reported to the Public Prosecutor’s Office and the National Civil Police, neither body has investigated the incident.
The incidents are believed to be an effort to intimidate community and human rights activists into stopping their work and their ability to voice their concerns to the International Community. On 23 July, the Latin American and Caribbean Consultation on Human Rights Defenders began. Executive Secretary of the Inter-American Commission of Human Rights (IACHR), Santiago Canton will be attending the consultation and taking part in a delegation to evaluate reports of a worsening human rights situation in Guatemala.
BACKGROUND INFORMATION Guatemalan human rights and community activists have been experiencing a heightened wave of abuses and intimidation over recent months. Several offices of human rights organisations have been raided, apparently in order to obtain information on their work and to intimidate them into stopping their work (see UA 89/02, AMR 34/019/2002, 22 March 2002 and UA 72/02, AMR 34/016/2002, 11 March 2002). In recent months there have also been a number of apparent extrajudicial killings. In April, an employee of the Rigoberta Menchu Foundation was killed and in June, three land activists were also killed.
The four other human rights organisations based in the Conadehgua offices are: Instancia Institucional por la Paz y la Reconciliacion, Institutional Initiative for Peace and Reconciliation, Centro Internacional para Investigaciones en Derechos Humanos, International Centre for Investigations into Human Rights, Fundacion de Acompanamiento Internacional de Guatemala, International Accompaniment of Guatemala and Fundacion del Acompanamiento de Austria, Austrian Foundation of Accompaniment.


Pressemitteilung der Guatemala Solidarität Österreich

Betreff: Einbruch im Büro des österreichischen Begleitprojekts (Acompañamiento de Austria − ADA) und in Räumlichkeiten mehrerer guatemaltekischer NGOs in Guatemala Stadt in der Nacht zum 21. Juli 2002.

Mit Bestürzung haben wir die Nachricht vom Einbruch in die Büroräume erhalten, die unser Verein Guatemala-Solidarität Österreich in Guatemala Stadt gemeinsam mit anderen NGOs nutzt. Über diesen Einbruch, der im politischen Kontext der Repression gegen Menschenrechtsorganisationen in Guatemala zu sehen ist, informierte uns Sonja Perkic Krempl, die österreichische Projektkoordinatorin vor Ort, die als Mitarbeiterin der Guatemala-Solidarität und mit finanzieller Unterstützung u.a. durch die Katholische Jungschar in Guatemala tätig ist.

Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Koordination des internationalen Zeugenschutzes, eines der wichtigsten Projekte der Guatemala-Solidarität Österreich. Dabei werden Personen, die in Prozessen gegen ehemalige Militärmachthaber und -funktionäre aussagen, aber auch andere im Menschenrechtsbereich tätige Organisationen und Personen, von Freiwilligen aus Europa und Nordamerika, darunter auch von mehreren ÖsterreicherInnen, begleitet.

Der Überfall galt wahrscheinlich vor allem den guatemaltekischen NGOs und dem wichtigen Dokumentationsmaterial u.a. der Nationalen Menschenrechtskomission CONADEHGUA, das sich in den Räumlichkeiten befand. Daneben wurden auch die Multiinstitutionelle Instanz für Frieden und Eintracht und das Internationale Forschungszentrum für Menschenrechte (CIIHD) Opfer des Einbruchs.

Die Täter brachen die Türen der Büros gewaltsam auf und entwendeten aus allen Büroräumen die Computer, Faxgeräte, Telefone und Radios. Sie durchsuchten die Archive und machten sie teilweise unbrauchbar. Besonders bedrohlich ist, dass sie als Warnung Fotos von leitenden Personen der Organisationen auf den Schreibtischen zurückließen.

Dieser Sachverhalt sowie Schuhabdrücke von Militärstiefeln und die Tatsache, dass andere Wertgegenstände unangetastet blieben, lassen auf einen eindeutig politischen Hintergrund schließen. Der Überfall ereignete sich kurz vor einem wichtigen internationalen Treffen von Menschenrechtsverteidigern, das dieser Tage in der guatemaltekischen Hauptstadt stattfindet. Es handelt sich dabei um einen Kongress zum Thema der Menschenrechtssituation in Lateinamerika, an dem VertreterInnen aus mehr als 25 Ländern teilnehmen und an dessen Vorbereitung die oben genannten Organisationen beteiligt waren.

Zudem reiht sich der Überfall vom 21. Juli in eine Serie ähnlicher Verbrechen ein, von denen Menschenrechtsorganisationen in den vergangenen Monaten betroffen waren. Diese Übergriffe reichten von Bedrohungen und anderen Einschüchterungsversuchen bis zum Mord an guatemaltekischen Aktivisten und Aktivistinnen in Sachen Menschenrechte und politisch oppositioneller Gruppen. Mit ihnen haben Repression und politische Gewalt seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen Regierung und Guerrilla am 29.12.1996 einen neuen Höhepunkt erreicht. Seit dem Regierungsantritt der rechtspopulistischen Republikanischen Front FRG unter Präsident Alfonso Portillo Anfang 2000 ist die Umsetzung der Friedensverträge endgültig ins Stocken geraten, und Menschenrechtsverletzungen stehen wieder auf der Tagesordnung. So wurde im Mai ein enger Mitarbeiter der Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú kaltblütig ermordet. In den letzten Monaten mussten auch mehrere Bauern ihren Kampf um ein Stück Land mit dem Leben bezahlen.

Die Guatemala-Solidarität Österreich verurteilt diesen Einbruch, von dem sie auch selbst betroffen ist, aufs schärfste und verlangt von den zuständigen Behörden in Guatemala eine restlose Aufklärung dieser und ähnlicher Taten, die Verurteilung der Täter und Hintermänner sowie eine Verbesserung des Schutzes für Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten in Guatemala.

Der Diebstahl wichtiger Daten und Dokumente zu Fällen von Menschenrechtsverletzungen stellt einen beträchtlichen Rückschlag für die betroffenen NGOs dar und erhöht zusätzlich die Gefahr für Leib und Leben für hunderte Personen, die brisante Aussagen in Sachen Menschenrechte gemacht haben. Darüber hinaus ist auch der Verlust der Computer schmerzlich. So ist z.B. noch nicht klar, wie die Guatemala-Solidarität Österreich den ihr entstandenen materiellen Schaden ersetzen kann. Auch die guatemaltekischen NGOs werden mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Für finanzielle Unterstützung sind wir daher sehr dankbar.
Konto Nr. 430.736 bei Raiffeisenbank Schwechat (BLZ 32823), lautend auf Guatemala-Initiative, Kennwort: Einbruch

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen unter der e-mail-Adresse E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt bzw. Tel. 728 64 12 zur Verfügung.

Guatemala-Solidarität Österreich
Mumbgasse 1-3/49
1020 Wien


Eduardo Arévalo Lacs
Ministro de Gobernacion Ministerio de Gobernacion 6a Avenida 4-64, Zona 4 Ciudad de Guatemala GUATEMALA
Fax: (00 502) 362 0239/ 362 0237

31’ 31e ’July’ 31e ’2002

Estimado Sr. Ministro de Gobernación!

Con mucha preocupación recibimos el mensaje que el 21 de julio de 2002 fueron allanadas las instalaciones que albergan las oficinas de cinco organizaciones sociales, tres de ellas de derechos humanos y las dos restantes de acompañamiento internacional. Se trata de la Coordinadora Nacional de Derechos Humanos de Guatemala CONADEHGUA, la Instancia Multi institucional por la Paz y la Concordia, el Centro Internacional para Investigaciones en Derechos Humanos CIIDH, la Oficina de Coordinación de Acompañamiento Internacional y la Oficina Austriaca de Acompañamiento en Guatemala.

El hecho ocurrió en horas de la madrugada del 21 de julio aprovechando la oscuridad del momento. Personas no identificadas ingresaron forzando las puertas del parqueo. Dentro de la casa forzaron las puertas que encontraron cerradas con llave, revisaron documentos de los archivos y de cada uno de los escritorios; por último robaron todo el equipo de informática y telecomunicaciones de cada una de las organizaciones.

Asimismo, los responsables dejaron en uno de los escritorios fotografías de dos de los directores de las organizaciones y un documento elaborado por la CONADEHGUA en el que se estudia el papel que jugaron las PAC en Guatemala. Nos preocupan estos hechos que pueden interpretarse como una amenaza contra sus vidas.

Todo lo anterior, así como el hecho de que el allanamiento se cometió poco antes de la llegada a Guatemala de defensores de los derechos humanos de por lo menos 25 países, que participan en la ‰II Consulta Latinoamericana y del Caribe de defensores de Derechos Humanos‰, llevan a la conclusión de una motivación política de este crimen.

Le instamos a emprender todas las acciones dentro del marco de la ley para el esclarecimiento de este nuevo allanamiento, para que los autores materiales e intelectuales de estos hechos sean consignados a los tribunales de justicia y para que las organizaciones afectadas puedan ser compensadas por los objetos robados y todos los daños sufridos.

Ademas pedimos que se tomen todas las medidas necesarias para garantizar la seguridad de todas las organizaciones que trabajan por el respeto de los derechos humanos en Guatemala.

Les agradecemos por su pronta actuación y le solicitamos informarnos sobre las medidas tomadas en esto caso.

Atentamente,

Lic. Carlos David de Leon Argueta Fiscal General de la Republica Fiscalia General del Ministerio Publico 8a. Avenida 10-57 Tercer nivel Zona 1 Ciudad de Guatemala GUATEMALA Fax: 00 502 221 2718
31’ 31e ’July’ 31e ’2002

Estimado Señor Fiscal!

Con mucha preocupación recibimos el mensaje que el 21 de julio de 2002 fueron allanadas las instalaciones que albergan las oficinas de cinco organizaciones sociales, tres de ellas de derechos humanos y las dos restantes de acompañamiento internacional. Se trata de la Coordinadora Nacional de Derechos Humanos de Guatemala CONADEHGUA, la Instancia Multi institucional por la Paz y la Concordia, el Centro Internacional para Investigaciones en Derechos Humanos CIIDH, la Oficina de Coordinación de Acompañamiento Internacional y la Oficina Austriaca de Acompañamiento en Guatemala.

El hecho ocurrió en horas de la madrugada del 21 de julio aprovechando la oscuridad del momento. Personas no identificadas ingresaron forzando las puertas del parqueo. Dentro de la casa forzaron las puertas que encontraron cerradas con llave, revisaron documentos de los archivos y de cada uno de los escritorios; por último robaron todo el equipo de informática y telecomunicaciones de cada una de las organizaciones.

Asimismo, los responsables dejaron en uno de los escritorios fotografías de dos de los directores de las organizaciones y un documento elaborado por la CONADEHGUA en el que se estudia el papel que jugaron las PAC en Guatemala. Nos preocupan estos hechos que pueden interpretarse como una amenaza contra sus vidas.

Todo lo anterior, así como el hecho de que el allanamiento se cometió poco antes de la llegada a Guatemala de defensores de los derechos humanos de por lo menos 25 países, que participan en la ‰II Consulta Latinoamericana y del Caribe de defensores de Derechos Humanos‰, llevan a la conclusión de una motivación política de este crimen.

Le instamos a emprender todas las acciones dentro del marco de la ley para el esclarecimiento de este nuevo allanamiento, para que los autores materiales e intelectuales de estos hechos sean consignados a los tribunales de justicia y para que las organizaciones afectadas puedan ser compensadas por los objetos robados y todos los daños sufridos.

Ademas pedimos que se tomen todas las medidas necesarias para garantizar la seguridad de todas las organizaciones que trabajan por el respeto de los derechos humanos en Guatemala.

Les agradecemos por su pronta actuación y le solicitamos informarnos sobre las medidas tomadas en esto caso.

Atentamente,

Vice-president of the Republic of Guatemala Lic. Juan Francisco Reyes Lopez 6a. Avenida ’A’ 4-18 Zona 1 Ciudad de Guatemala GUATEMALA
Fax: 00 502 239 0090

31’ 31e ’July’ 31e ’2002

Estimado Señor Vicepresidente!

Con mucha preocupación recibimos el mensaje que el 21 de julio de 2002 fueron allanadas las instalaciones que albergan las oficinas de cinco organizaciones sociales, tres de ellas de derechos humanos y las dos restantes de acompañamiento internacional. Se trata de la Coordinadora Nacional de Derechos Humanos de Guatemala CONADEHGUA, la Instancia Multi institucional por la Paz y la Concordia, el Centro Internacional para Investigaciones en Derechos Humanos CIIDH, la Oficina de Coordinación de Acompañamiento Internacional y la Oficina Austriaca de Acompañamiento en Guatemala.

El hecho ocurrió en horas de la madrugada del 21 de julio aprovechando la oscuridad del momento. Personas no identificadas ingresaron forzando las puertas del parqueo. Dentro de la casa forzaron las puertas que encontraron cerradas con llave, revisaron documentos de los archivos y de cada uno de los escritorios; por último robaron todo el equipo de informática y telecomunicaciones de cada una de las organizaciones.

Asimismo, los responsables dejaron en uno de los escritorios fotografías de dos de los directores de las organizaciones y un documento elaborado por la CONADEHGUA en el que se estudia el papel que jugaron las PAC en Guatemala. Nos preocupan estos hechos que pueden interpretarse como una amenaza contra sus vidas.

Todo lo anterior, así como el hecho de que el allanamiento se cometió poco antes de la llegada a Guatemala de defensores de los derechos humanos de por lo menos 25 países, que participan en la ‰II Consulta Latinoamericana y del Caribe de defensores de Derechos Humanos‰, llevan a la conclusión de una motivación política de este crimen.

Le instamos a emprender todas las acciones dentro del marco de la ley para el esclarecimiento de este nuevo allanamiento, para que los autores materiales e intelectuales de estos hechos sean consignados a los tribunales de justicia y para que las organizaciones afectadas puedan ser compensadas por los objetos robados y todos los daños sufridos.

Ademas pedimos que se tomen todas las medidas necesarias para garantizar la seguridad de todas las organizaciones que trabajan por el respeto de los derechos humanos en Guatemala.

Les agradecemos por su pronta actuación y le solicitamos informarnos sobre las medidas tomadas en esto caso.

Atentamente,

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