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Tickermeldung – 27-10-2006

Direkte Solidarität Chiapas vom 27.10.2006
von unserem gewährsmann in oaxaca

  Das grosse Saubermachen von Ulises hat begonnen. Indymedia Berichterstatter aus den USA erschossen. Mindestens zwei weitere Personen an Barrikaden erschossen. Mindestens zehn Personen durch Schüsse verletzt. Mindestens 20 Personen verschleppt. Die APPO reagierte mit Strassenblockaden und paralysierte Oaxaca.

Die Ereignisse in Oaxaca überstürzen sich. Schon am frühen Morgen (27.10.2006) begann eine grossangelegte paramilitärische Operation, die von der Regierung Ulises schon seit Wochen vorbereitet wurde ? der faschistoide Titel der Operation heisst: ?Grosses Saubermachen?!

Radio APPO musste vor einigen Tagen ihren Sendebetrieb einstellen, nachdem ihr Signal immer stärker gestört wurde. Im Internet ist der Sender aber nach wie vor zu hören und als Ersatzsender ist Radio Universität wieder eingesprungen. Dieses ist diese Tage nach einem Anschlag ende Juli wieder auf Sendung gegangen. Gleichzeitig ging ein Propagandasender der Regierung Ulises in den Äther, der ununterbrochen gegen die APPO hetzte. Hauptinhalt des Senders war die Rückeroberung der Regierungsfähigkeit der Regierung Ulises, koste es was es wolle. Das vorläufige Ergebnis präsentierte sich heute Abend:

Mindestens drei Menschen Erschossen. Darunter der US-amerikanische Fotograf Bradley Will von Indymedia. Dieser wurde durch zwei Schüsse niedergeschossen als er Fotos von seinen eigenen Mördern machte, die auf Leute einer Barrikade in Santa Lucia Amilpas schossen. Seine Kamera ist bisher nicht aufgetaucht. Mindestens einer der Täter ist von Zeugen als Polizist der erwähnten Gemeinde identifiziert worden, der in Zivilkleidern, mit einer Gruppe von ca. acht anderen Männern, gegen Leute der APPO schoss.

Die Angriffe haben schon am frühern Morgen begonnen als ein Schlägertrupp in die Rechtsfakultät der Autonomen Universität von Oaxaca eindrang und Brände legte. Fast gleichzeitig wurde die Radiostation von Radio Universität angegriffen, wo zwei Leute ernsthaft Verletzt wurden. Während des ganzen Tages wurden die wichtigen Barrikaden der APPO von Gruppen in Zivilkleidern mit Schusswaffen angegriffen und in San Bartolo Coyotepec wurde dabei ein Lehrer tödlich Verletzt.

Zwei weitere wurden schwer verletzt ins Gemeindehaus verschleppt und seither da festgehalten. Dieses wird von einer Ansammlung von bewaffneten Mitgliedern der PRI bewacht, die den Ärzten bisher den Zugang zu den Verletzten verweigerten, obwohl klar ist, dass mindestens einer von ihnen in Lebensgefahr schwebt. Eine weitere Person starb durch eine Schussverletzung, weil die Ärzte im Spital die notwendige medizinische Versorgung nicht leisten konnten, weil eine bewaffnete Gruppe das Spital besetzte. Es hat sich aus diesem Grund in einer Kirche eine provisorische Notfallstation der APPO installiert, wo Verletzte medizinisch betreut werden. Diese unterhält gleichzeitig ein mobiles Notfallteam.

Verletzte gibt es bisher sehr viele. Bisher wurden ca. 15 Personen mit Schussverletzungen gemeldet, aber jede Stunde steigt die Zahl. Ausserdem wurden mindestens 20 Personen verschleppt, diese sind bisher nicht wieder aufgetaucht und man muss mit dem Schlimmsten rechnen.

Der Widerstand der APPO war den ganzen Tag über sehr stark. Alle Hauptverkehrsrouten waren vollständig blockiert. Der Busverkehr ist vollständig zusammengebrochen und viele Busfahrer beteiligten sich an den Aktionen der APPO und verstärkten mit ihren Fahrzeugen die Barrikaden. Ein Grossteil der Supermärkte und amerikanische Geschäfte wie ?McDonalds? oder ?Office Depot? wurden von der APPO geschlossen. Kurz gesagt, die Stadt war den ganzen Tag paralysiert. Für diese Nacht wurden die Barrikaden weiter verstärkt. Es wird mit massiven Angriffen für diese Nacht gerechnet.

In Mexiko City besteht nach wie vor die APPO Blockade vor dem Senatsgebäude, wo einige Aktivisten vor 12 Tagen in einen unbegrenzten Hungerstreik getreten sind und seit heute auch jede Flüssigkeitsaufnahme verweigern. Ihre einzige Forderung ist der Rücktritt von Ulises.

Radio Universität ruft die Bevölkerung auf die Barrikaden zu verstärken und bittet die nationale und internationale Öffentlichkeit auf, die APPO mit pazifischen Aktionen zu unterstützen und breit zu informieren. Radio Universidad ist im Internet zu hören (http://mexico.indymedia.org/DesalojoOaxaca)


Quelle:
Direkte Solidaritaet mit Chiapas
Postfach 8616
8036 Zürich, SUIZA

Chiapas - Unterstützungsverein!
Mitgliedschaft für 60.- / Jahr
http://www.chiapas.ch/aktion5.php


Café RebelDía
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Eglistrasse 25
8004 Zürich

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Zapatistischer Kaffee, indigener Aufstand und autonome Kooperativen in Chiapas, Mexiko.
http://www.chiapas.ch/index.php?artikel_ID=511


http://www.chiapas.ch
soli AT chiapas PUNKT ch
Tel/Fax: +41-44-400 45 69
PC: 34-529800-6

 Quelle:  
  http://www.chiapas.ch/ 
 

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