Schnellnavigation

Listenmoderator

Die Liste wird von PCl moderiert.

Webmaster

chiapas.eu powered by KADO.

unterstützte Standards

W3C HTMLW3C CSS
RSS 2.0Adobe PDF
twitter.com/chiapas98

Präsident Fox an der Humboldt-Universität

 

Proteste begleiteten Konferenz zur Zusammenarbeit zwischen Mexiko und Europa in Berlin

junge welt vom 01.02.2003
Harry Thomaß

  Einen Besuch des mexikanischen Präsidenten Vicente Fox Quezada am Donnerstag in der Berliner Humboldt-Universität nutzten etwa 60 Menschen, um gegen die Menschenrechtspolitik der mexikanischen Regierung und die drohende Vertreibung der indigenen Bevölkerung aus dem Bioreservat Montes Azules in Chiapas (Südmexiko) zu protestieren. Als Fox die Universität betrat, riefen die Demonstranten »Asesino, Asesino«, »Mörder, Mörder«.

In seiner Rede vor geladenen Gästen äußerte der Präsident sein Unverständnis über die Proteste. Schließlich habe seine Regierung die geheimen Militärarchive geöffnet und für die Aufklärung von Verbrechen zugänglich gemacht, meinte das Staatsoberhaupt. Zudem seien politische Gefangene freigelassen worden.

Einen wichtigen Punkt seiner zukünftigen Wirtschaftspolitik sieht Fox in der besseren Integration der marginalisierten Bevölkerungsteile Mexikos. Der Staat wolle mit »Hilfe zur Selbsthilfe«, unter anderem Stipendien für verarmte Familien, die Initiative der Menschen fördern. In einem Abschnitt zum Welthandel forderte der Präsident einen freien Zugang zu den internationalen Agrarmärkten und betonte, dafür müßten die hohen Agrarsubventionen in der »Ersten Welt« abgebaut werden. Das Freihandelsabkommen zwischen Mexiko und der EU sieht einen stufenweisen Abbau der Zollschranken vor. Ab 2005 können 95 Prozent der Industrieprodukte zollfrei nach Mexiko eingeführt werden, ab 2008 alle. Das ist besonders für die europäische Auto-, Pharma- und Chemieindustrie von Interesse.

Marianne Braig, Politologin am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, bestätigte Fox, er habe die Menschenrechte in seine Agenda der Politik aufgenommen. Gleichwohl gebe es in Mexiko weiterhin strukturelle Defizite auf diesem Gebiet. Die Professorin erwähnte in diesem Zusammenhang den Mord an der Menschenrechtsaktivistin Digna Ochoa im Jahre 2001. Fox antwortete, seine Regierung arbeite an der Aufklärung dieses Verbrechens. Wenn der Verdacht bestehe, daß das Militär darin verwickelt ist, dann würde auch in diese Richtung ermittelt.

Tatsächlich hat sich die Menschenrechtssituation in Mexiko auf institutioneller Basis verbessert. Gleichzeitig bedrohen Militärs und paramilitärische Gruppen weiter die Zivilbevölkerung. Und der innermexikanische Dialog über die Menschenrechte liegt auf Eis, seit sich die Nationale Zapatistische Befreiungsarmee (EZLN) im Jahr 2001 von den Gesprächen zurückzog, weil sie sich von der Regierung betrogen fühlte. Denn das Gesetz zur indigenen Autonomie, das vom mexikanischen Parlament im Jahr 2001 verabschiedet wurde, entsprach in wichtigen Teilen nicht dem vorher ausgehandelten Kompromiß. So haben die indigenen Völker keinen rechtlichen Zugriff auf Biopatente und die Bodenschätze auf ihrem Territorium.

 Quelle:  
  http://www.jungewelt.de/2003/02-01/014.php 
 

 Diese Seite bookmarken:  
  add to Google Bookmark add to digg add to Yahoo MyWeb Bookmark newsvine Bookmark del.icio.us Bookmark reddit Bookmark StumbleUpon Bookmark Twitter Bookmark Mr.Wong Bookmark Webnews Bookmark Yigg 
 
 
 Print & Co:  
  E-Mail Drucker PDF 
 

Aktuell empfohlen

Das kritische Denken angesichts der kapitalistischen Hydra

Veranstaltungskalender

back September 2017 forward
S M D M D F S
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Die nächsten Termine

09.11.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

10.11.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

11.11.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

12.11.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

07.12.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

08.12.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

09.12.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben

10.12.2017
Warning

Ort-Detailangaben:
genauer Ort wird den Teilnehmern von den Veranstaltern bekannt gegeben