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Filmveröffentlichung: Der Kleiderhaken

Die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie

Zwischenzeit Münster e.V. vom 13.02.2007
Zwischenzeit e.V.

  Hallo,

hiermit möchten wir Sie / Euch auf unsere neue Filmdokumentation aus der 4-teiligen Reihe "Entwicklungsprojekte" in Mittelamerika hinweisen:

Der Kleiderhaken − Die Schattenseiten des Freihandels in der Globalen Bekleidungsindustrie
(D 12/2006, 70 Minuten)

Das Filmplakat kann hier heruntergeladen werden.

Die Dokumentation kann käuflich erworben werden. Sie kostet inklusive Beiheft 16 Euro. Im Preis ist eine Spende von 3 Euro für eine Organisation in Honduras enthalten.

Das Filmteam Dorit Siemers und Heiko Thiele (Zwischenzeit e.V.) führt bei Interesse gerne Veranstaltungen mit dem Film durch.

Bei Interesse am Film und/oder an einer Veranstaltung:
--> film-AT-zwischenzeit-muenster.de
--> http://www.zwischenzeit-muenster.de

"Der Kleiderhaken" ist der 3. Film der vierteiligen Reihe über "Entwicklungsprojekte" in Mittelamerika.

Teil 1: "Der Garnelenring" (D 2005, 55 Min.)
Teil 2: "Land unter Strom" (D 2006, 78 Min.)
Teil 3: "Der Kleiderhaken" (D 2006, 70 Min.)
Teil 4: "Der Aufstand der Würde" − die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko (Mai 2007)

Alles Gute,
Ihr/Euer Zwischenzeit − Kollektiv

Zwischenzeit
Initiative für soziale, interkulturelle und ökologische Forschung, Analyse und Bildung e.V.
Grevener Str. 53
48149 Münster
Tel: 0251 - 149 22 80
http://www.zwischenzeit-muenster.de

Im folgenden eine nähere Beschreibung des Films "Der Kleiderhaken" sowie kurze Beschreibungen der ersten beiden Filme der Reihe.


"Entwicklungsprojekte" in Mittelamerika
"Der Kleiderhaken"

Die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie

Die Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland ist seit Jahren von Arbeitsplatzabbau und Produktionsverlagerung in günstigere Länder geprägt. Gegenwärtig ist es weitaus billiger, die verschiedenen Produktionsschritte über den gesamten Globus zu verteilen als kundennah herzustellen. So werden mittlerweile 90 % unserer Kleidung in Niedriglohnfabriken − auch Maquiladoras genannt − hergestellt. Für Unternehmen wie Takko, adidas, C&A oder H&M sind die steuer- und zollbefreiten Industriezonen echte Produktionsoasen. Während Auftraggeber wie Puma Millionengewinne erzielen, bleiben für die ArbeiterInnen und den Staatshaushalt nur ein Bruchteil. Die Folge sind Kürzungen in den Gesundheits-, Sozial- und Bildungssystemen und zunehmende Verarmung.
Weltweit kritisieren Organisationen die Arbeitsbedingungen in den Fabriken - ganz gleich ob in China, Rumänien oder wie in diesem Film in Honduras. Die Stadt San Pedro Sula gilt als die Maquiladora-Metropole in Mittelamerika. Primär produzieren die Fabriken Kleidungsstücke für den nordamerikanischen und europäischen Markt. Niedrige Löhne, fristlose Kündigungen, (sexuelle) Übergriffe und Gewerkschaftsverbot gehören untrennbar zu diesem boomenden Wirtschaftszweig. Die eingesetzten Chemikalien zerstören nicht nur die Umwelt, sie reichern sich auch in der Kleidung an und gefährden die Gesundheit von ArbeiterInnen und KonsumentInnen.
Die Dokumentation zeigt den jahrzehntelangen Niedergang der hiesigen Bekleidungsindustrie, der von Standortverlagerungen und Fabrikschließungen geprägt ist. Anhand der Mechanismen von WTO und Freihandelsabkommen wird die Globalisierung der Bekleidungsindustrie mit ihren weitreichenden Folgen verdeutlicht. Mehrere Fallbeispiele belegen die Umweltverseuchung im Norden Honduras sowie die gravierenden Lohn- und Arbeitsbedingungen, die sich aufgrund des zunehmenden internationalen Konkurrenzkampfes immer weiter verschlechtern und zur Auflösung lokaler Wirtschaftstrukturen führen. Im Film kommen neben Betroffenen und Menschenrechtsorganisationen auch Politiker und UnternehmerInnen zu Wort. Zudem erläutern deutsche Organisationen die Hauptkritikpunkte am Maquiladora-System und liefern Ansätze für gerechtere Produktions- und Vermarktungsbedingungen.

Das Filmteam Dorit Siemers und Heiko Thiele (Zwischenzeit e.V.) reiste 5 Monate durch Südmexiko und Mittelamerika, um existierende und geplante "Entwicklungsprojekte" des Plan Puebla-Panamá (PPP) zu dokumentieren. Der PPP − ein neoliberales Großvorhaben mit ineinander verzahnten Wirtschaftsbereichen − wird trotz negativer Auswirkungen auf Mensch und Natur von den Regierungen weiter vorangetrieben.

Der Kleiderhaken
D 2006 / 70 Minuten
Idee & Produktion: Dorit Siemers, Heiko Thiele
Der Film (DVD/VHS) kostet inkl. Beiheft 16 Euro. Im Preis sind 3 Euro Spende für Organisationen in Mittelamerika enthalten.
Der Film ist ab März auch auf spanisch erhältlich.
Bei Interesse führt das Zwischenzeitteam gerne Veranstaltungen mit dem Film durch.
Kontakt: film-AT-zwischenzeit-muenster.de


Teil 1:
Der Garnelenring
Der globale Supermarkt zerstört Mangrovenwälder, Artenvielfalt und Lebensgrundlagen

Jeden Tag konsumieren wir Nahrungsmittel, deren Herkunft und Erzeugung unklar sind. Auch die zerstörerischen Auswirkungen der Garnelenzucht kennen nur wenige VerbraucherInnen. So holz(t)en transnationale Unternehmen weite Mangrovenküsten in Guatemala und Honduras für die Zuchtbecken ab. Die Folgen sind verheerend. Aus Angst vor Seuchen setzen die Farmen große Mengen an Chemikalien und Antibiotika ein. Die Mittel kontaminieren die Umwelt, töten die Fischbestände und zerstören so die Lebensgrundlage der KüstenbewohnerInnen. Auch die Verarbeitungsindustrie missachtet Umweltgesetze und Arbeitsrechte. Der gesamte Industriezweig mit Erzeugung, Verarbeitung, Export und Vermarktung hat die regionale Wirtschaft der Küstenprovinzen geschädigt. Zu den Nutznießern zählen auch deutsche Importeure wie die Dr. Oetker-Tochter Costa: Der Garnelenkonsum ist in den letzten Jahren stark gestiegen.

D 2005, 55 Minuten
Idee und Produktion: Dorit Siemers, Heiko Thiele
Der Film kostet 16 Euro (inkl. 3 Euro Spende für eine Organisation in Guatemala).
Der Film ist auch auf spanisch erhältlich.
Bei Interesse führt das Zwischenzeitteam gerne Veranstaltungen mit dem Film durch.


Teil 2:
Land unter Strom
Staudämme - Millionengewinne auf Kosten von Mensch und Natur
Staudämme als regenerative Energieerzeuger werden weiterhin als Motor für wirtschaftliche Entwicklung gesehen. Doch die sozialen und ökologischen Auswirkungen sind weltweit gravierend. Im Rahmen des neoliberalen "Plan Puebla-Panamá" sind in Zentralamerika über 100 Dämme geplant oder in Konstruktion. Auch in Mexiko, Guatemala und Honduras zählen Abholzung von Regenwaldflächen, Vernichtung der Artenvielfalt, Vertreibung und Umsiedlung von Menschen, Überflutung von Maya-Ruinen und Verletzung der Menschenrechte zu den bekannten Folgen der Projekte. Die Wasserkraftwerke dienen fast ausschließlich der Niedriglohnindustrie, den exportorientierten Monokulturen und den Tourismuszentren.
Vier Beispiele aus Mexiko, Guatemala und Honduras (Babilonia, El Tigre, Chixoy und Usumacinta) dokumentieren die vielfältigen Auswirkungen von der Planung bis zur Inbetriebnahme von Staudämmen und die Interessen deutscher Unternehmen wie Siemens und Lahmeyer.

D 2006, 78 Minuten
Idee und Produktion: Dorit Siemers, Heiko Thiele
Der Film kostet 16 Euro (inkl. 3 Euro Spende für zwei Organisationen in Guatemala und Honduras).
Der Film ist auch auf spanisch erhältlich.
Bei Interesse führt das Zwischenzeitteam gerne Veranstaltungen mit dem Film durch.

 Quelle:  
  http://www.zwischenzeit-muenster.de/ 
 

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