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OPPDIC nimmt drei Zapatisten fest

"Die Stunde der Konfrontation ist gekommen"

La Jornada vom 24.02.2007
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

 
OPPDIC nimmt drei zapatistische Campesinos in Gewahrsam
Einer von ihnen ist Mitglied des Autonomen Rates von Olga Isabel
"Die Stunde der Konfrontation ist gekommen"

Autonomer Bezirk Olga Isabel, Chiapas. 23. Februar. Die "Festnahme" dreier zapatistischen Campesinos, darunter ein Mitglied des Autonomen Rates von Olga Isabel, durch etwa 20 Mitglieder der Organisation für die Verteidigung der Indigenen und Campesino Rechte (OPDDIC), verursachte heute große Anspannung und Befürchtungen von Gewalt. Unter dem Vorwand eines Problems mit der Wasserversorgung, nahmen OPPDIC Mitglieder gestern Abend, in San Antonio Las Palomas, Alfredo Cruz Gómez, aus der Gemeinde San Francisco Zapata in Gewahrsam, und gegen 21:00 Uhr nahmen sie Jorge García Gómez fest, als dieser sich auf dem Rückweg in seine Gemeinde von Mojha’ befand.

Heute, gegen 6:00 Uhr, wurde Mariano Silvano Girón, Mitglied des Autonomen Rates von Olga Isabel, von OPDDIC Mitglieder unter Schlägen aus dem Bus gezerrt, mit dem er aus San José Tenojin reiste. Die drei "Gefangenen" wurden im Gemeindegefängnis eingesperrt, wo sie ohne Nahrung zu erhalten blieben, bis sie heute Abend um 17:00 Uhr freigelassen wurden.

Die Junta der Guten Regierung (JBG) Herz des Regenbogens der Hoffnung, machte diese Vorfälle heute Morgen bekannt. Wie sie berichtete wurde am Donnerstag: "Unser Compañero Jorge García Gómez ... in Begleitung von Compañero Alfredo Cruz Gómez ... vorgeladen. Die Vorladung wurde von dem zum OPDDIC gehörigen Wasservorstand ausgestellt, angeblich um Wasserprobleme zu lösen. Seit vier Jahren teilen sie sich den gleichen Wasseranschluss, den sie gemeinsam gebaut haben. Dieser Wasseranschluss, wird La Ventana genannt, und reicht bis zur Gemeinde von San Antonio". Das Wasser selbst aber stammt, wie die JBG erklärt, aus der Quelle von Campana Witz, das auf (zapatistischem) befreitem Land liegt.

"Als Zapatisten wissen wir, dass wir die Naturressourcen, die wir zum Leben brauchen, miteinander teilen müssen, und deshalb wurde der Bau dieser Wasserleitung auch zugelassen. Aber die OPDDIC Leute wollen der Familie der zapatistischen Unterstützungsbasen die Wasserzufuhr durchtrennen, die in der Gemeinde Mojha’ ebenfalls von dieser Wasserleitung gespeist wird. Aufgrund dieser Situation folgte der Compañero der Vorladung, aber die Vorladung war nur ein Vorwand um unsere Compañeros festzunehmen."

"Die Stunde der Konfrontation ist gekommen"

Wie die JBG berichtet, erfolgte die gewaltsame Festnahme von Mariano Silvano heute Morgen "ohne irgendeine Erklärung, nur weil er eine autonome Autorität ist", in einer Straßenblockade aus Steinen und Nägeln nahe San Antonio. "Als die OPDDIC Leute den Compañero herauszerrten, sagten sie zu ihm, ’das ist das Signal, dass der Ärger losgeht’. Als eine Compañera, die ebenfalls in dem Bus mitfuhr, Compañero Mariano zu verteidigen versuchtem wurde sie beleidigt und damit bedroht ebenfalls festgenommen zu werden, wenn sie es wünschte."

Gegen Mittag trafen Repräsentanten des offiziellen Bezirks von Chilón und der Regierungsdelegierte von Yajalón, Pascual Hernández Guzmán ein, um zu versuchen bei dem Problem zu vermitteln. Der PRD- Bezirkspräsident von Chilón, Sebastián Hernández Hernández, schickte seinen Privatsekretär, Gaspar Moreno, und den Berater Antonio Méndez Guillén. Die Staatsbedienstete versuchten die PRIistas dazu zu bewegen, die Zapatisten freizulassen, aber die Geiselnehmer, angeführt von Daniel Jiménez Gómez und Miguel und Jerónimo Hernández González (die bereits eine lange Geschichte von Aggressionen und Drohungen gegen ihre zapatistischen Nachbarn haben), weigerten sich. Zu den übrigen Aggressoren gehörten unter anderen auch Guadalupe Demeza und der ehemalige Soldat Pascual Hernández Gómez, der seine Armeemütze trug, während Jerónimo Hernández ein Hut der Sektorpolizei aufgesetzt hatte.

Im Crucero San Antonio, Hauptsitz von Olga Isabel, versammelten sich an der Strasse zwischen Bachajón und Chilón, mehr als 200 indigene Unterstützungsbasen der EZLN. Alle hielten lange Stöcke, und viele trugen Macheten in ihren Schutzüberzügen. Sie warteten auf die Staatsbediensteten, die im Nachbarsdorf San Antonio Las Palomas mit der OPDDIC verhandelten.

Als sie endlich durch das Tal zum Dorf von San Antonio Las Palmoas erschienen, gaben die Staatsbedienstete bekannt, dass ein Installateur gebraucht werde, um das Wasser wieder anzudrehen. Sie sprachen es nicht aus, aber es wird vermutet, dass die OPDDIC Siedler selbst die Wasserzufuhr abgeschnitten hatten. Also begaben sie sich nach Chilón, um einen Klempner aufzutreiben, während die Zapatisten ihnen hinterher riefen: "Hier gehorcht die Regierung". Ein Mitglied des Autonomen Rates erklärte: "All das geschieht nur, weil die OPDDIC Leute das befreite Land haben wollen. Sie haben erst in den letzten Tagen angefangen schlecht darüber zu reden. Der Compañero Jorge hat die Wasserleitung vor vier Jahren installiert. Das Problem haben sie nur erfunden".

Die Staatsbediensteten kehrten mit einem Klempner zurück und begaben sich nach San Antonio Las Palomas. Als die OPDDIC Leute sich weigerten die Gefangenen freizulassen, nahmen Angehörige des Autonomen Bezirks gegen 16:30 Uhr zwei PRIistas in der Umgebung fest: Carlos Miguel Demeza und Pedro Demeza Jiménez. Erst dann ließ sich die OPDDIC dazu bewegen, weniger als eine Stunde später die drei Zapatisten freizulassen.

Die frisch befreiten Autonomen berichteten, die PRIistas hätten angedroht sie mit Benzin zu übergießen und anzuzünden, während sie ihnen sagten: "deine zapatistische Organisation taugt nichts mehr, sie ist wie eine Fliege, die wir zerquetschen können ". Und auch: "Die Stunde der Konfrontation ist gekommen".

Die Junta der Guten Regierung ihrerseits machte die Bundes- und Staatsregierungen für die Vorfälle verantwortlich: "weil sie die OPDDIC Paramilitärs beschützen und unterstützen".

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/2007/02/24/index.php?section=politica&article=014n1pol 
 

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