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Ciudad Juárez Feminicidio

MEXIKO: Eilige Bitte um Beachtung der neuen Fälle von Frauenmorden in Ciudad Juárez

News vom 03.03.2007
gesandt vom Comité Cerezo Puebla
übersetzt von W. Grenz

  Nuestras Hijas de Regreso a Casa
2. März 2007

Wir erlauben uns, auf diesem Wege die folgenden Kommentare in Bezug auf die tragischen Ereignisse abzugeben, die gestern passiert sind, bei denen eine Mutter und ihre Tochter von zehn Jahren ermordet wurden und eine weitere Frau angegriffen wurde.

Aufgrund der Nachricht, die über die Medien verbreitet worden ist, fassen wir zusammen:

1. Es ist immer dasselbe, es gibt Zeugen, aber keinerlei Vertrauen in die Behörden. Und der Mangel an Orientierung der BürgerInnen von Ciudad Juárez, die nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen, wenn sie von solchen Gewalttätigkeiten erfahren, macht es möglich, dass es so weitergeht. D.h. es existiert eine Zeugenaussage der Mutter von einer der Freundinnen des ermordeten Mädchens, in der sie angibt, ihre Tochter habe gewusst, dass der gesuchte Täter das Mädchen seit einiger Zeit vergewaltigte, aber gedroht hätte sie und ihre Mutter zu ermorden, wenn sie etwas verriete.

2. Man muss sich klar machen, dass es an der Straflosigkeit liegt, die von der Regierung und unseren zuständigen Behörden erzeugt wird, die für Gerechtigkeit sorgen soll, dass man in Ciudad Juárez glaubt das Recht zu haben eine Frau zu töten, weil sie eine Frau ist, und nicht etwa wegen des Einflusses von Rauschgift, wie es die Medien vermitteln möchten.

3. Angesichts dieser Lage nützen Erklärungen wie die des Bürgermeisters von Juárez gar nichts, diesen Verbrechen ein Ende zu bereiten. Er sagte auf einer Pressekonferenz zu den Frauenmorden, dass es "unmöglich ist, diesen Typ von Verbrechen vorherzusehen, weil es einem immer verwehrt bleibt zu erfahren, was sich innerhalb der vier Wände abspielt". Dabei handelt es sich um etwas, das aufgrund des Tathergangs eminent öffentlich ist. Anders gesagt, durch Verschleierung und Negierung dieser Art Vorfälle werden wir sie nicht lösen.

4. Wir denken, dass dies die Gelegenheit ist, um nicht nur im Diskurs, sondern durch Handeln das neue Gesetz verwirklichen sollte, das es für die Frauen ermöglichen soll, ein Leben frei von Gewalt zu führen, zum Schutz aller mexikanischen Frauen und zu dem Zweck verkündet, damit mehr Gerechtigkeit und weniger Straflosigkeit herrsche.

5. Werden unsere Behörden wissen, dass dieses neue Gesetz den Staat verpflichtet direkt zu intervenieren, um jede Art von Angriff gegen Frauen und Mädchen zu vermeiden?

6. Werden sie wissen, dass dieses Gesetz auch die Verpflichtung für die Behörden enthält, "Anweisungen zum Notfallschutz" zu erteilen, um den Gewaltopfern zu helfen, einschließlich Hausverweisen für die Aggressoren im Falle häuslicher Gewalt, Aufhebung von Besuchserlaubnissen der Angreifer für ihre Kinder und Einfrieren von deren Konten, um die Zahlung von Alimenten zu garantieren?

7. Werden sie wissen, dass es sich bei diesem Gesetz um eine Generalbefolgung handelt? Wann werden die notwendigen Maßnahmen hier in Ciudad Juárez ergriffen? Oder: Wie viele Tragödien werden wir noch ertragen müssen, bis unsere Behördenvertreter sich endlich entschließen das Gesetz einzuhalten und anzuwenden?

Hoffentlich klopfen der Bürgermeister von Ciudad Juárez und andere Politiker an jede Tür und an jedes Herz von Juárez, wenn sie in ihrem Wahlkampf von Haus zu Haus gehen. Dann werden sie die Intimität der vier Wände erfahren. Hoffentlich werden sie zumindest die Bevölkerung darin instruieren, wie man eine Anzeige im Falle häuslicher Gewalt erstattet. Hoffentlich werden sie stärker willens sein, eine andere Kultur anzuregen, die zur Ausrottung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen beiträgt. Wir können ihnen dazu einige Anregungen geben, die zu einer Verringerung der häuslichen Gewalt in Ciudad Juárez beitrüge. Sie sollten sich erkundigen, damit sie sich überzeugen könnten, dass es sehr wohl möglich ist, einzugreifen und zu sehen, was sich hinter den vier Wänden abspielt und was Gewalt auslöst. Mit einer guten Politik und vor allem mit viel gutem Willen ginge das.

Tatsächlich staut sich in uns die Wut und die Ohnmacht angesichts der Entschuldigungen unserer Behörden für die Täter. Entweder sie standen unter Drogen, handelten im Alkoholrausch, oder die Frau war eine Prostituierte oder lebte ein Doppelleben. Aber nie und nimmer stellen sich die Behörden ihrer Verantwortung, wo wir doch wissen, dass davon so viel abhängen würde für unser Leben in einer Gemeinschaft.

Schließlich wüssten wir gern, wie es dem Bürgermeister von Ciudad Juárez, Héctor Murguía Lardizábal, oder dem Gouverneur von Chihuahua, José Reyes Baeza, möglich ist zu verschleiern, dass es in Juárez diese und andere Formen von Gewalt gegen Frauen gab und gibt. Ihnen ist es stets genug einen Schuldigen zu finden und ihn zu bestrafen (und das passiert so gut wie nie, höchstens einmal, wenn die BürgerInnen sich mobilisieren und Druck machen). Und wäre es mit Prävention? Es ist offensichtlich, dass es ihnen völlig egal ist, ob es weiterhin Frauenmorde gibt. Sie denken nur daran, dass es ihnen obliegt die vermeintlichen Verantwortlichen zu bestrafen ... und schließlich und endlich: es sind ja nur Frauen, und die Männer haben das Recht ihnen Gewalt anzutun, weil das ja hinter den vier Wänden geschieht.

Nuestras Hijas de Regreso a Casa

Tel. (52-656) 207 1211 y 620 2973 celulares 638 5640 y 168 2964

Kopien an:

Präsident der Republik, Felipe de Jesús Calderón Hinojosa. Kommission für Vorbeugung und Ausrottung der Gewalt in Ciudad Juárez, Pablo Navarrete. Gouverneur des Bundesstaates Chihuahua, José Reyes Baeza. Bürgermeister von Ciudad Juárez, Héctor Murguía Lardizábal. Repräsentant des Gouverneurs in Ciudad Juárez, Jesús Macías. Fomento Social, Ariel Díaz de León.

Botschaft von Canada, Gaëtan Lavertu. Botschaft von U.S.A., Antonio O. Garza. Botschaft von Argentinien, Botschaft von Deutschland, Roland Michael Wegener. Botschaft von Spanien, Botschaft von Italien, Botschaft von Frankreich, Alain Le Gourriérec. Botschaft vom Vereinigten Königreich, Giles Paxman. Nationaler Verband Demokratischer Juristen

und an folgende Medien:

Noticieros Televisa red estatal, canal 56. Noticias, canal 44. Noticias, canal 5. Diario de Juárez. La polaka. Periódico Norte. Periódico PM. Radio net 1490. Radio noticias epicentro.

Malú García Andrade Nuestras Hijas de Regreso a Casa www.mujeresdejuarez.org Tel. 620 2973 Móvil (656) 168 2964

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