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Zapatisten installieren Zivilcamp in EZLN-Naturreservat

La Jornada vom 14.03.2007
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

 
Sie haben uns in die Berge gejagt und wir passten uns an, jetzt wollen die transnationalen Konzerne uns auch diese wegnehmen

San Cristóbal de las Casas, Chiapas, 13. März. Nahe des Gipfels des Hügels von Huitepec, das Wahrzeichen des Tales von Jovel, begründete heute die Junta der Guten Regierung (JBG) von Los Altos, das Nationale und Internationale Zivilcamp für den Frieden in dem "Naturschutzgebiet und Zapatistischen Ökologischen Gemeindereservat El Huitepec". Bei dem Ereignis handelt es sich um eine Aktion im Rahmen der Anderen Kampagne, die von der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) ins Leben gerufen wurde, und nunmehr ihre zweite Etappe antritt.

In ihrer Inaugurationsansprache sendete die JBG "brüderliche und kämpferische Grüße an alle indigenen Völker Mexikos und der Welt, insbesondere an unsere Brüder und Schwestern Cucapás und Quilihuas im Nordosten des Landes", die am 26. Februar ein ähnliches Friedenscamp in der Gemeinde El Mayor, in Baja California eröffnet haben. Die Zapatisten identifizieren ihn "als Teil des Kampfes um ihr Überleben als indigene Völker. Deshalb reicht unsere Unterstützung aus dem Südosten bis im Nordosten unseres Landes. Unser Wort darf weder Einschränkungen noch Grenzen unterliegen".

"Jetzt ist es an uns Zapatisten weiterhin das Leben zu verteidigen"

In Anwesenheit von mehr als eintausend EZLN Unterstützungsbasen aus allen Regionen von Los Altos, und etwa 100 Anhängern der Anderen Kampagne in Jovel, erklärte die JBG:" Wir befinden uns hier in Huitepec, weil es jetzt an uns Zapatisten ist, gemeinsam mit unseren Compañeros und Compañeras der Anderen Kampagne, weiterhin das Leben, die indigene Kultur und Mutter Natur zu verteidigen, denn vielen ist jetzt daran gelegen, uns unsere Hügel, Berge und Quellen wegzunehmen.

"Zuerst haben sie uns unser Land in den Tälern weggenommen, unser gutes Land, und jagten uns in die Berge, weil es hier nur schlechten Boden gab, und wir haben uns angepasst und gelernt wie man hier überlebt und stirbt. In Bergen wie diesem hier von Huitepec, haben wir uns als indigenes Volk entwickelt; von den Bergen ernähren wir uns und erhalten Wasser, wir bauen unsere Häuser aus ihren Bäumen, wir heilen uns mit ihren Heilpflanzen und mit den heiligen Stätten, an denen wir beten. Aber dabei haben wir sie stets wie eine Mutter respektiert, und deshalb sind unsere Berge reich, voll an Pflanzen, Tieren und viel Wasser, und deshalb wollen uns die transnationalen Konzerne auch sie mit Hilfe der schlechten Regierungen wegnehmen."

Das Camp, markiert mit zahlreichen eleganten Schildern, wurde an diesem Morgen auf dem Land der zapatistischen Tzotzil Gemeinde von Huitepec Ocotal gegründet. "Wir werden nicht zulassen, dass sie uns unsere Berge und unser Land wegnehmen, weil sie unser Gebiet und unsere Lebensquelle sind. Wir werden sie verteidigen wie unsere eigene Mutter: notfalls auch mit dem Leben", erklärte die JBG in einem kurzen Akt, zu dem auch eine nüchterne indigene Zeremonie zu Ehren der Erde gehörte.

Auf den Anhöhen dieses Hügels grenzt der Bereich, der ab heute von den Zapatisten beschützt wird, an das Privatreservat von Pronatura Chiapas an, ebenfalls in El Huitepec, und wird fast überschattet von der riesigen Coca-Cola Fabrik, die seine Wasserquellen ausschöpft. Ausgerechnet gestern und als ob sie nichts über die Sache wüssten, hat die Regierung von Chiapas diese gleiche Zone zum "Naturschutzgebiet" erklärt und ihrem Institut für Naturgeschichte und Ökologie unterstellt, mit der opportunen Veröffentlichung des Erlasses im offiziellen Tagesblatt der Bundesregierung.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/2007/03/14/index.php?section=politica&article=018n1pol 
 

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