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Mexikanischer Staat der direkten Beteiligung am Viejo Velasco Suárez Massaker beschuldigt

Pressebulletin von Fray Bartolomé vom 06.06.2007
Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas
übersetzt von Dana

  Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas, A.C.
San Cristóbal de Las Casas, Chiapas

San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, 05. Juni 2007

Pressebulletin #09

- Generalstaatsanwaltschaft von Chiapas und Agenten der Sektorpolizei vermutlich verantwortlich für die Morde und das Verschwinden von Dorfbewohnern der Gemeinde Viejo Velasco Suárez, am 13. November 2006.

- Anklagen gegen Diego Arcos Meneses, indigener Chol, Gefangener der Haftanstalt Playas de Catazaja, sind unbegründet.

Im vergangenen Mai erhielt das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas A.C., von der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (CIDH) ein Bericht, der vom Mexikanischen Staat zu den Ereignissen veröffentlicht wurde, die sich am 13. November 2006 in der Gemeinde Viejo Velasco Suárez, Bezirk Ocosingo, zugetragen haben.

In diesen, ursprünglich an die CIDH gerichteten Bericht, nimmt die Mexikanische Regierung zu dem Gesuch um Schutzmassnahmen Stellung, die von FrayBa für vier Personen beantragt wurde, die während des Angriffs auf die besagte Gemeinde verschwunden sind.

In dieses Dokument informiert der Mexikanische Staat darüber, dass am 13. November 2006, in Ejido Velasco Suárez ein Polizeieinsatz ausgeführt wurde, an dem unter anderen, 300 Polizeielemente beteiligt waren.

"Am 13. November 2006, wurde in dem Ejido Viejo Velasco ein Einsatz ausgeführt, unter Beteiligung von 5 Agenten der Generalstaatsanwaltschaft, 2 Sachverständigen, des Regionalkommandanten der Selva Zone der Staatlichen Ermittlungsbehörde und 7 seiner Untergebenen, sowie von 300 Elementen der Sektorpolizei, der Staatlichen Behörde für Öffentliche Sicherheit von Chiapas, und eines Vertreters der Behörde für Soziale Entwicklung."

Obwohl die Mexikanische Regierung im gleichen Dokument angibt, während des Einsatzes seien seitlich der Gemeinde Viejo Velasco, zwei leblose Körper aufgefunden worden - wodurch der Eindruck entstehen soll, der Einsatz habe nach dem Angriff stattgefunden - stimmen in Wirklichkeit die Aussagen der Überlebenden darin überein, dass am 13. November, gegen 6:00 Uhr morgens, Viejo Velasco von etwa 40 Angreifern in Zivilkleidung gestürmt wurde, gefolgt von etwa 300 Personen in Stiefeln und schwarz-blauen Uniformen, wie sie für die Sektorpolizei charakteristisch sind, die Waffen großen Kalibers trugen und teilweise ihre Gesichter verhüllt hatten.

Dem muss hinzugefügt werden, dass im Einvernehmen mit einer anderen Zeugenaussage, die von diesem Zentrum eingeholt wurde, an diesem 13. November, die Strasse dieser Zone seit 3:30 Uhr morgens von einem Lastwagen der Sektorpolizei voller Polizeibeamten überbewacht wurde; des weiteren gab ein Zeuge an, von einem Beamten der Sektorpolizei aus seinem Fahrzeug herausgeholt worden zu sein, um ihn zu fragen: "Können wir durch Tumbalá nach Viejo Velasco kommen? Es gibt ein Problem". Dies fand in etwa gegen 4:00 Uhr Morgens des gleichen Tages statt.

Aufgrund dessen und im Einvernehmen mit den Angaben des Mexikanischen Staates in seinem Bericht an der CIDH, sowie den Aussagen von Zeugen aus der Zone, die von diesem Zentrum eingeholt worden sind, weist alles darauf hin, dass der Mexikanische Staat für den Angriff auf die Gemeinde Viejo Velasco Suárez , der am Montag, den 13. November 2006 ausgeführt wurde, direkt verantwortlich ist - falls keine weiteren entlastenden Beweise aufkommen.

Infolgedessen macht dieses Zentrum den Mexikanischen Staat verantwortlich für:

- Den Tod der Señores Filemón Benítez Pérez, Antonio Mayor Benítez Pérez, María Núñez González und Vincente Pérez Díaz

- Das Verschwinden der Señores Pedro Núñez Pérez, Mariano Pérez Guzmán, Miguel Moreno Montejo und Antonio Peñate López (ebenfalls als Juan Peñate Montejo bekannt), während des Angriffs auf die Gemeinde von Viejo Velasco Suárez.

- Die falsche und unbegründete Anklage gegen Diego Arcos Meneses, Chol Indigena, dem die oben aufgeführten Morde zu Lasten gelegt werden, und gegenwärtig Gefangener der Haftanstalt von Playas de Catazaja ist, prozessiert unter der Strafakte 52/2007.

- Die Mittäterschaft durch der Ausstellung von wirksamen Haftbefehlen, gegen Roberto Nuñez González, Petrona Núñez González, Antonio Álvarez, Juan Peñate, Domingo Álvaro und Alejandro Álvaro.

Angesichts der Tatsache, dass es sich um Amtsgewalten und Polizeiagenten gehandelt hat, die gemeinsam mit Zivilpersonen der Gemeinde Nueva Palestina, Bezirk Ocosingo, in die Gemeine eingedrungen sind und den Angriff ausgeführt haben, reichte das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas A.C. am vergangenen 29. Mai, vor dem Sechsten Distriktsrichters des Bundesstaates eine Klage ein, über das Gewaltsame Verschwinden von Pedro Núñez Pérez, Mariano Pérez Guzmán, Miguel Moreno Montejo und Antonio Peñate López (auch Juan Peñate Montejo genannt), mit der Forderung nach dem unverzüglichen Vorzeigen der besagten Personen.

Dieses Zentrum fordert von der Mexikanischen Regierung erneut die unverzügliche Freilassung des Chol Indigenas Diego Arcos Meneses, da die Anklagen gegen ihn sich als gegenstandslos erwiesen haben; sowie die vorschriftsmäßige Untersuchung der staatlichen Beamten und Polizisten, die laut den Angaben des Mexikanischen Staates in seinem Bericht an die CIDH, an dem besagten Einsatz beteiligt waren.



Calle Brasil No. 14, Barrio de Mexicanos, C.P. 29240,
San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, México.
Teléfono: (9) 678-3548, 678-7395, 678-7396. Fax: (9) 678-3551..
E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt
www.frayba.org.mx

 Quelle:  
  http://listas.laneta.apc.org/pipermail/info-cdhbcasas/2007-June/000730.html 
 

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