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Dringender Spendenaufruf: Zapatistenklinik "Guadalupana" in Oventik

News vom 14.10.2003

  Liebe Empfänger der Chiapas98-Liste:

Nachstehend ein Aufruf, die Zapatistenklinik "Guadalupana" in Oventik zu unterstützen, dessen Dringlichkeit vor allem daraus resultiert, dass die Klinik dazu übergegangen ist, Medikamente kostenlos abzugeben und daraus ein stark erhöhter Bedarf entstand, weil die Klinik verstärkt aufgesucht wird.

Zu der Art und Weise, wie die Unterstützung nach Oventik transferiert werden kann, existieren konkrete Vorstellungen, die noch einer letzten Abstimmung bedürfen. So bald dies erfolgt ist, kommt eine zweite Nachricht zu diesem Anliegen. Hier zunächst die Hintergrund- Information.

- Peter.


Kurze Geschichte der Zapatistenklinik "Guadalupana" in Oventik, Chiapas

Brueder und Schwestern verschiedener Laender die ihr uns besucht, Brueder und Schwestern der indigenen Bevoelkerung verschiedener Gemeinden und Bezirke die ihr hierher kommt um die Dienste der klinik in Anspruch zu nehmen:

Wir moechten euch ein wenig mehr ueber die Geschichte dieser Klinik erzaehlen weil wir glauben, dass es wichtig ist, dass ihr wisst WIE alles begann, WARUM es begann und WIE wir diese Klinik gebaut haben. Heutzutage ist die Klinik, die in der Comunidad von Oventik, im bezirk von San Andres Sakamch’en, Chiapas, liegt, weltweit bekannt als "Clinica Guadalupana".

Die Idee und Notwendigkeit diese Klinik zu bauen entstand in den Jahren 1987 und 1988, da es in der ganzen Region kein einziges Krankenhaus und keine Klinik gab, obgleich tausende von Menschen die in dieser Gegend leben, Bedarf an medizinischer Versorgung hatten. Die grosse Mehrheit der indigenen Bevoelkerung hatte nie zuvor die Moeglichkeit eine Klinik aufzusuchen, weshalb viele Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen an eigentlich heilbaren Krankheiten wie z.B. Durchfall, Parasiten, Tuberkulose, Masern etc. sterben; und zwar aufgrund des Mangels an Aerzten, Medikamenten, Kliniken und Krankenhaeusern.

Aus genau diesen Gruenden haben wir entschieden diese Klinik zu bauen: damit in diesen Regionen und Bezirken mit hoher indigener Bevoelkerung endlich medizinische Versorgung, Gesundheitsvorsorge und die Ausbildung von sogenannten "Gesundheitspromotoren" stattfinden kann.

Die Klinik "Guagalupana" soll eine Klinik sein
− wo die Patienten und deren Familienangehoerige mit Respekt, Liebe und Verantwortung betreut werden und die sich damit von den anderen Kliniken der Regierung unterscheidet wo wir als Indigenas nur diskriminiert und schlecht behandelt werden
− fuer das Volk, in der Gesundheitsvorsorge betrieben wird um die vielen heilbaren Krankheiten der Comunidades vorsorglich zu verhindern
− in der Gesundheitspromotoren ausgebildet werden, welche im spaeteren Verlauf in der Klinik oder in den Comunidades zu arbeiten und somit den Tod vieler Menschen zu verhindern.

Das Projekt dieser Klinik konnte dank der Hilfe und der Unterstuetzung von Freunden aus anderen Laendern, internationalen Organisationen und vor allem der freiwillgen Arbeit tausender menschen der EZLN UnterstuetzerInnenbasis realisiert werden.

In dieser Klinik wird versucht tagtaeglich den Belangen aller die hierherkommen, ungeachtet deren Herkunft, nachzukommen. Wir sind uns bewusst, dass unsere Dienste einfach und bescheiden sind, da wir nur ueber geringes ausgebildete Gesundheitspromotoren, aber vor allem freiwillige Aerzte, die bereit waeren ohne Gehalt zu arbeiten, verfuegen. Aus Mangel an oekonomischen Mitteln sind wir nicht in der Lage ausreichend Medikamente oder medizinische Geraete zu besorgen um unsere Patienten besser zu versorgen, dessen ungeachtet versuchen wir das Leben aller zu retten. Wir versuchen alles zu tun was moeglich ist und falls wir hier in Oventik nichts mehr tun koennen, versuchen wir die Patienten in die Stadt zu bringen, wo wir entweder befreundete Aerzte konsultieren oder den/die Kranken gar in ein staatliches Krankenhaus bringen, alles um das Leben moeglichst vieler Patienten zu retten. Oft muessen die Kranken auch stationaer behandelt werden und zusammen mit ihren Angehoerigen in der Klinik bleiben, was nicht immer einfach ist, da wir nur wenige Betten und Lebensmittel zur Verfuegung haben, um alle angemessen zu versorgen. Wir versuchen jedoch, das zu geben und zu teilen, was wir haben, damit sich alle so wohl wie moeglich fuehlen.

Warum haben wir die Klinik "Guadalapana" genannt ?

Die Mehrheit der indigenen Voelker glaubt an die Jungfrau von Guadalupe. Sie stellt die Schutzpatronin der Armen und der indigenen Voelker dar, die verhindert dass ihre Kinder in der Abgeschiedenheit und Armut sterben. Sie hat auf wundersame Art und Weise Juan Bernadino, den Onkel von Juan Diego, geheilt ....und daher ist die Jungfrau von Guadalupe die Namens- und Schutzpatronin dieser Klinik.

Warum wurde diese Klinik in Oventik gebaut ?

Oventik ist ein Ort der von vielen Seiten gut zu erreichen ist. Von Anfang an war uns wichtig, dass moeglichst viele Bezirke und Doerfer medizinische Versorgung erhalten koennen und die Klinik somit fuer moeglichst viele Menschen erreichbar ist. Aus dem Grund, dass die "Clinica Guadalupana" trotz allem fuer viele Bezirke zu weit weg liegt, versuchen wir sog. "Mikrokliniken" zu bauen und moeglichst viele Gesundheitspromotoren in anderen Bezirken auszubilden, damit auch dort medizinische Versorgung geweahrleistet ist.

Brueder und Schwestern, damit diese Klinik weiterhin funktionieren und unser/e Companero/as weiterhin ihrer freiwilligen und ehrenamtlichen Arbeit nachgehen koennen, bitten wir um eure Hilfe, egal welcher Art sie auch sein mag, denn es gibt hier viele, viele Notfaelle und Bedarf an medizinischer Versorgung.

Helft uns das Leben all der Patienten zu retten, die hier taeglich um Hilfe bitten, solidarisiert euch mit uns, denn eure Unterstuetzung ist fuer das Wohl und die Gesundheit aller.

Coordinacion General

Oventik, 3.10.2004

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