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Zapatistische Gemeinde "24 de Diciembre" bedroht

La Jornada vom 29.07.2007
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

 
Mitglieder der Ejido-Union der Selva bedrohen Zapatistische Gemeinde mit Vertreibung
Calederóns Plan ist es, andere Organisationen zu kaufen, um sich mit uns zu schlagen
Autonome Autoritäten machen den Gouverneur und den Bürgermeister von Las Margaritas verantwortlich

Autonomer Bezirk San Pedro de Michoacán, Chiapas, 28 Juli. Der Rat des autonomen Bezirks und die Junta der Guten Regierung (JBG) von La Realidad klagten heute an, dass Mitglieder der Ejido-Union der Selva (UES) damit drohen die zapatistische Gemeinde "24 de Diciembre" gewaltsam zu räumen. Zu diesem Zweck zählen sie auf die offensichtliche Hilfe der Bundestruppen, die auf einem Grundstück stationiert sind, das früher die Ranch El Momón gewesen ist, und bis 1994 dem General und Ex-Gouverneur von Chiapas, Absalón Castellanos Domínguez gehörte, der für seine Politik des Genozids bekannt ist.

Die Ranch wurde infolge des Aufstandes von 1994 von den indigenen Rebellen befreit, und Anfang 1995 besiedelt, aber die Campesinos wurden während der Offensive des damaligen Präsidenten Ernesto Zedillo gegen die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) und ihre Gemeinden, von den Bundestruppen vertrieben und verfolgt.

Die Begründer von 24 de Diciembre besetzten die Grundstücke von El Momon erneut gegen Ende 2006, nachdem sie ihrer Häuser, ihrs Landes und ihrer Ejido-Rechte in Nuevo Momón durch die gleichen Mitglieder der UES beraubt wurden, die sie heute zu vertreiben beabsichtigen.

In der unmittelbaren Umgebung der zapatistischen Gemeinden hat sich auch ein Lastwagen der staatlichen Sektorpolizei eingenistet. Die Agenten sind mit gezogener Waffen an der Ausfahrt nach Matías Castellanos stationiert, während ein anderer Lastwagen der gleichen Polizei auf den Strassen der Umgebung kreuzt. Die Machtdemonstration ist also bereits in vollem Gange.

"Felipe Calderóns Plan ist es, die Leiter der anderen Organisationen zu kaufen, um sich mit den Zapatisten zu streiten, aber wir werden nicht in seine Fallen tappen, und werden Widerstand leisten bis er selbst fällt; das soll nicht angezweifelt werden, wir meinen das völlig ernst", erklärten heute die autonomen Autoritäten, die weiterhin angaben, dass 58 Angehörige der UES, Einwohner von Nuevo Momón, Cruz del Rosario und El Edén, gekommen waren um die Zapatisten von 24 de Diciembre zu provozieren.

Nach Angaben der Autonomen, wird die Räumung von Miguel Cruz Hernández, Belisario Jiménez Cruz und Flavio Hernández López ermutigt, die Rechte auf ein Ejido geltend machen, "das nicht existiert". Letztes Jahr entschied die JBG dorthin 31 Familien von EZLN Unterstützungsbasen umzusiedeln, die 12 Jahre als Vertriebene in anderen Bergdörfern zubringen mussten, um ihnen so ihre Rechte auf Eigentum, Unterkunft und Arbeit zurück zu geben.

Die Aggressionen begannen vor sieben Monaten. "Die Invasoren zerstören Bäume der Gemeinde. Unsere Compañeros haben 11 Tage lang gegen die neuen Bedrohungen Widerstand geleistet". Ein ziviles Beobachtungscamp und eine ständige Wache von zapatistischen Unterstützungsbasen aus anderen Dörfern wurden eingerichtet, während die UES-Mitglieder eine Unterkunft nahe der Militärbasis errichtet haben, deren Truppen mit ihnen zusammenarbeiten und sie mit alles Erdenkliche versorgen. Das Szenario einer potentiellen Konfrontation zwischen Indigenas verschärft sich zusehends, und es steht zu befürchten, dass die Gewaltandrohungen nach Abschluss des internationalen zapatistischen Encuentros im Caracol von La Realidad, in die Tat umgesetzt werden.

Die autonomen Autoritäten machen Gouverneur Juan Sabines Guerrero und den Bezirkspräsidenten von Las Margaritas, José Antonio Vázquez, für die Taten verantwortlich, beide Angehörige der PRD.

Das Zentrum für Politische Analyse und Soziale und Wirtschaftliche Forschung (CAPISE) veröffentlichte seinerseits ein Bericht, in dem dokumentiert wird, dass "Mitglieder der UES − Teilhaber und Hauptlieferanten der nationalen Cafeteria-Kette El Café La Selva − einen Angriff gegen die Kriegsvertriebenen zapatistischen Unterstützungsbasen des Dorfes 24 de Diciembre aufgenommen haben. Durch die Bundesarmee beabsichtigt der Chef der Exekutiven und oberster Befehlshaber der bewaffneten Streitkräfte eine "Contra" zum Zwecke des Landraubs zu bilden.

Dem Bericht zufolge " wiederholen sich die Vorfälle und Verlautbarungen: überall wo es indigene Dörfer unter militärischer Besetzung gibt, gibt es Konflikte durch Landraub und Androhungen von gewaltsamen Räumungen. Die EZLN-feindlichen Organisationen werden benutzt oder immer wieder neu erschaffen, um Konfrontationen und Besitzenteignungen zu generieren; nun wird die UES zu diesem Zweck eingesetzt".

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/2007/07/29/index.php?section=politica&article=014n1pol 
 

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