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Mexiko: Zapatisten dementieren angebliche Aufrüstung

junge welt vom 08.04.2004
Luz Kerkeling

 
Armeepräsenz im Süden verstärkt

Derzeit bemühen sich rechtsgerichtete Kreise in Mexiko wieder verstärkt, die zapatistische Bewegung in der Öffentlichkeit zu diskreditieren. Die aktuelle politische Kampagne begann mit einer Meldung der konservativen Tageszeitung Reforma. Auf der Titelseite behauptete das Blatt unlängst, die "Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung" (EZLN) sei damit befaßt, die Zahl ihrer Kämpferinnen und Kämpfer von 700 auf über 2000 zu erhöhen. Auch di e Anzahl der militärischen Trainingscamps habe von acht auf 20 zugenommen. Dies weise darauf hin, daß sich die EZLN auf einen neuen Krieg gegen die Regierung vorbereite.

Als Informationsquelle für den Reforma-Artikel diente ein Bericht des "Zentrums für Forschung und nationale Sicherheit" (CISEN) vom März 2004. Das Dokument sei der Redaktion durch die "Koordinationsgruppe Chiapas" zugespielt worden, die sich aus Marine-, Militär- und Sicherheitskreisen rekrutiert. Die ehemalige Verteidigungsbeauftragte Ana Maria Salazar behauptete in der Zeitung El Universal gar, die EZLN plane angesichts der Präsidentschaftswahlen von 2006 einen Coup wie 1994. Damals hatte die neozapatistische Guerilla einen bewaffneten Aufstand gestartet, der eine weltweite Solidaritätsbewegung mit der indigenen Bevölkerung Mexikos auslöste.

In einem Kommuniqué widersprach die "Junta der Guten Regierung" von La Garrucha, eines von fünf regionalen Selbstverwaltungsgremien der zapatistischen Bewegung, allen jetzt erhobenen Anschuldigungen. Die Delegierten des autonomen Rates gaben Ende März bekannt, daß Regierungsanhänger mit Zustimmung des offiziellen Landkreispräsidenten Straßensperren errichtet hätten und "von den armen Bauern, die im Ausland Arbeit suchen", Gebühren eintreiben würden. Der linken Tageszeitung La Jornada zufolge haben sich die Aktivitäten der mexikanischen Bundesarmee in der Region in den letzten Wochen stark erhöht.

Nach den politischen Erfolgen der Neozapatisten vom vergangenen Jahr − darunter die politische de-facto-Autonomie in ihren Gebieten − sieht sich die Rechte offenbar im Zugzwang. Durch konstruierte Bedrohungsszenarien sollen mögliche Angriffe gegen die EZLN im Vorfeld legitimiert werden. Propagandistische Initiativen, in die sich auch die aktuellen Anschuldigungen einreihen, sind seit 1994 fester Teil der Aufstandsbekämpfung gegen die neozapatistsiche Bewegung. Das Konzept des "Krieges niederer Intensität" im Süden Mexikos umfaßt nicht nur den Militäreinsatz, sondern auch die Unterstützung paramilitärischer Gruppen, finanzielle Unterstützung antizapatistischer Kräfte − und eben Desinformation.

 Quelle:  
  http://www.jungewelt.de/2004/04-08/006.php 
 

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