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Räumungsplan für Montes Azules weiterhin intakt

La Jornada vom 08.05.2002
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

  San Cristóbal de Las Casas, Chiapas. 7. Mai. Der inter-institutionelle Umweltausschuss, der Aktivitäten der Bundes- und Staatsregierungen koordiniert um in den Naturschutzgebieten von Chiapas "Beschwerden über Landbesetzungen und Umweltschäden und die mit den Siedlungen ausgehandelte mögliche Umsiedlung-Entschädigung zu lösen", präsentierten am 30. April ein Bericht über die sogenannten "irregulären Siedlungen" in dem Montes Azules Biosphärenreservats.

Das Dokument schlägt vor die Gemeinden von Nuevo Salvador Allende, Nuevo San Ravael und 8 der Febrero "umgehend" zu "befreien" (oder zu räumen), sowie die anschliessende Räumung von Arroyo Cristalina, Sol Paraíso-Las Ruinas und El Buen Samaritano. Das explizite Ziel ist es "klare Signale des Schutzes für die Naturschutzgebiete zu geben, insbesondere Montes Azules."

Diese sechs Dörfer sind erst vor sehr kurzem gegründet worden, und stehen alle auf dem Land der sogenannten "Lacandón Gemeinde" — die Landgabe, mit der ein Präsidentendekret in 1972 einige wenige Lacandón Familien zu nominelle Besitzer von 614,000 Hektar Land ernannte.

Keine ausgesprochenen Besitzer

Davon abgesehen, dass sie äusserst weit weg von diesem Land leben und die Landwirtschaft aufgegeben haben, "besitzen" die Lacandón Familien durch Regierungsdekret acht Naturschutzgebiete, obwohl nur für Montes Azules (331.000 Hektar) ein Verwaltungsprojekt vorgesehen ist. Die anderen Naturschutzgebiete sind: Lacantún (61,000 Hektar, auch ein Biosphärenreservat), Nahá und Metzabok ("Flora and Fauna Schutzgebiete"), Yaxchilán und Bonampak ("Naturmonumente"), Chan-Kin und La Cojolita. Zusammen ergeben sie 432,000 Hektar aus 614,000 die der Gemeinde gehören. Ausser als Sicherheitskräfte in den archäologischen Gebieten von Yaxchilán und Bonampak zu fungieren, haben die Lacandónas sehr wenig mit dem ganzen zu tun.

Das Dokument des Umweltausschusses geht von der Prämisse aus, dass "die Selva Lacandona ein Teil des internationalen Ökosystems darstellt, das als Maya Selva bezeichnet wird" (ein geographisches Konzept, dass während der Amtszeit der letzten PRI-Bundesregierung geprägt wurde, der Tourismus-Logik der Maya Route folgend, die unter Salinas kreiert wurde). Aus dem "ursprünglichem Gebiet" von 1.8 Millionen Hektar, sind dem Ausschuss zufolge in der Selva Lacandona mehr oder weniger 600.000 Hektar intakt geblieben. "Der Rest ging aufgrund von land- und forstwirtschaftlichen Aktivitäten verloren."

Der Umweltausschuss wurde am 13. September 2001 eingerichtet. Der Vorsitz wird von dem Sekretär für Ländliche Entwicklung der Regierung von Chiapas, Rubén Velázquez geführt. Der SEMARNAT Delegierte, Ramón Aguirre, fungiert als technischer Sekretär. Andere Teilnehmer sind, für Chiapas, das Regierungsministerium (unter Emilio Zebadúa), die Untersekretäre für Ländliche Entwicklung, Arturo Luna and Jaime Magdaleno, das Amt für Indigene Völker, die Staatsanwaltschaft und der staatliche Leiter des Institutes für Natürliche Geschichte und Ökologie, Pablo Muench.

Ausser durch Ramón Aguirre und Victor Lichtinger (der sowohl verbal als auch persönlich grosses Interesse an Montes Azules demonstriert hat), wird die Bundesregierung in dem Ausschuss von Guillermo López Portillo (der langjährige Direktor des Montes Azules Biosphärenreservats), dem staatlichen SEDESOL Delegierte Rodolfo Díaz Arvide, Iván Azuara, für die Nationale Forstkommission (CONAFOR), sowie von den Delegierten der Ämter für Agrarreformen und Agrarrecht und der PGR vertreten.

Zu denjenigen, die im unterschiedlichen Maasen ihr Nichteinverständnis mit der Räumung der Gemeinden in Montes Azules gezeigt haben, zählen das Regierungsministerium und das Amt für Indigene Völker von Chiapas, Gouverneur Pablo Salazar Mendiguchia selbst, und der CONAFOR Delegierte Iván Azura. Alle anderen folgten der Räumungslinie.

Der neueste Bericht des Umweltausschusses — der sich vor einer Woche traf — bekräftigte die Koordinationsabkommen, die für 2001-2002 festgelegt worden sind, darunter der "Entwurf eines Umsiedlungsplanes für irreguläre Siedlungen". Dem SEMARNAT obliegt die spezifische Rolle, "den Umsiedlungsprogramm in Koordination mit der SRA und der staatlichen Exekutive, zu entwerfen und zu implementieren". Die Regierung von Chiapas ist ihrerseits verpflichtet "den Bundesbeamten Mittel für die Überwachung der Aktivitäten zu Verfügung zu stellen". Während das Dokument der Staatsregierung durchaus vorschlägt, "die Verhandlungen und den Dialog mit sozialen Organisationen zu intensivieren", stellt es ausgiebig klar, dass die letztendliche Absicht darin besteht, eine bestimmte Anzahl von Gemeinden zu räumen, und in einigen Fällen umzusiedeln. Und so plant es "die Bewegung von Gruppen und ihr Eigentum an den neuen Standorten," die in einem anderen Teil des Staates gesichert werden würden (sicherlich ausserhalb der Selva Lacandona), sobald die "Beschreibung der eindringenden Gruppen" abgeschlossen ist, und ein "Programm für die Niederlassung der umgesiedelten Gruppen" garantiert ist.

Oder eher, nein doch ja: das Programm für die Räumung der Gemeinden in Montes Azules steht weiterhin fest, ungeachtet dessen welche Verhandlungen noch stattfinden könnten.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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