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Guerrero: Feiern zum 10-jährigen Bestehen der "Policía Comunitaria"

La Jornada vom 15.10.2004
Jesus Saavedra Lezama
übersetzt von J.P.

 
Den staatlichen Behörden missfällt das Projekt
Feiern zum 10-jährigen Bestehen der "Policía Comunitaria" in Guerrero

Chilpancingo, 15.10.04. Mit einem Appell an die Bundesregierung, die Formen der autonomen Selbstverwaltung, ihre Rechte und Kultur zu respektieren, begannen diesen Freitag Indigenas aus de Malinaltepec, Metlatónoc, San Luis Acatlán, Marquelia und Xochistlahuaca, den 10. Jahrestag der "Policía Comutaria" in ihren Landkreisen zu feiern.

Um sich "gegen die Gewalt und Unsicherheit in unseren Gemeinden zu wehren, begann vor einem Jahrzehnt das Projekt "Policía Comunitaria", "obwohl dies den Regierungen auf Bundes- und Landesebene nicht gefiel", bemerkt der indigene Koordinator Cirino Plácido Valerio. Seit 1994werde die "Policía Comunitaria" als "eine Gruppe Bewaffneter bezeichnet, die sich vom Staat separieren wolle. Dabei sei nichts falscher als das, und die Regierungen beabsichtigen unsere Entwaffnung, weil sie sagen, dass die einzigen, die für Sicherheit sorgen können, sie selber seien, was natürlich nie geschehen ist". So Amador Cortés Robledo vom Rat " Guerrerense 500 Años de Resistencia Indígena".

Der PRDista Genaro Vázquez, aus der Landkreisregierung von San Luis Acatlán, schlug eine Verfassungsreform zur Integrierung dieser selbstorganisierten Polizeikräfte in die offiziellen Polizeieinheiten (seguridad pública) der Landkreises vor.Unbeeindruckt von diesem politischen Druck, gaben sich 300 Angehörige der "Policía Comunitaria" und die traditionelle Autoritäten der rund Einhundert indigenen Gemeinden in Metlatónoc ein Stelldichein, um das 10-jährige Bestehen dieser Gruppe zu feiern.

Plácido Valerio erklärte per Telefon, dass die Repräsentanten einer derzeitigen Arbeitsrunde "von der Regierung die Respektierung ihrer eigenen Formen der Selbstverwaltung und ihrer Rechte und Kultur verlangen".

Außerdem, so merkte er an, sei es notwendig, dass die Regierungsstellen ihre "Anfeindungen" gegenüber den Einheiten der "Policía Comunitaria" beenden. "Unsere Indigena-Gesetze zeigen uns, dass Sanktionen nicht Inhaftierung, sondern Wiedergutmachung des Schadens bedeuten. Denn hier ist es verpflichtend, dass wer gegen unsere Gesetze verstößt, unter dem Vorsatz sich wieder in die Gemeinschaft einzufügen, eine Arbeit zum Nutzen der Gemeinde leisten muss.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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