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Viele Antworten, noch mehr Fragen

 

Bericht zur Kampagne »EZLN: 20 + 10 Das Feuer und das Wort«

graswurzel.net vom 01.12.2004
Luz Kerkeling

  Im Oktober 2004 war die mexikanische Journalistin Gloria Muñoz, die sieben Jahre in zapatistischen Gemeinden gelebt und das Buch »EZLN: 20+10 Das Feuer und das Wort« (Unrast-Verlag 2004) verfasst hat, auf Rundreise in 20 Städten in der BRD, Österreich und der Schweiz.

Ihre Publikation steht im Kontext einer gleichnamigen Kampagne, die durch einen Film, Poster, eine Sammlung aller EZLN-Texte und eine 4er- CD mit 83 MusikerInnen und Bands aus aller Welt ergänzt wird. 20 + 10 − das sind 20 Jahre Bestehen der zapatistischen EZLN, 10 Jahre Vorbereitung und 10 Jahre Konflikt. EZLN-Angehörige sowie UnterstützerInnen aus den Gemeinden berichten im Buch aus ihrer Sicht über die ersten Jahre. Im weiteren Verlauf wird das öffentliche Agieren der Bewegung von der Autorin nachgezeichnet und analysiert, vom Beginn des Aufstandes am 1.1.1994 über die vielfältigen zivilen Mobilisierungen bis hin zur »Autonomie ohne Erlaubnis« im Jahre 2003. Subcomandante Marcos äußert sich abschließend zu eigenen Irrtümern , zum Krieg, zur Autonomie, zu Kommunikationsstrategien, zur Antiglobalisierungsbewegung, zu den Dörfern im Widerstand sowie zur Vision einer solidarischen Gesellschaft, die jede Ausbeutung und Ausgrenzung beenden soll: die Vision »einer Welt, in der viele Welten Platz haben«. Mit der Reise wurde die Geschichte der Unterdrückung der Menschen aus Chiapas »lebendig« und der hiesigen Öffentlichkeit vorgestellt, sowie die Ideen der Selbstverwaltung und ihre Bedeutung für Lateinamerika und die Welt diskutiert. Insgesamt nahmen über 1.000 Menschen an den Veranstaltungen teil. Erfreulich war, dass nicht nur Œeingefleischte ExpertInnen‚ kamen, sondern Menschen jeden Alters, deren Interesse geweckt worden war. »Was machen die Zapatistas jetzt, in diesem Moment?«, lautete die häufigste Frage. Gloria Muñoz berichtete vom schwierigen Aufbau der Autonomie unter den Bedingungen von Armut und Militarisierung, davon, dass die Zapatistas viel diskutieren und streiten, um ihre Praxis zu entwickeln und erklärte der vielleicht hier und da präsenten Illusion des »die-machen-ja-fast-alles-richtig« eine Absage. Sie berichtete von großen Unzulänglichkeiten im Kontext der Gleichberechtigung von Frauen, stellte aber fest, dass alle Mädchen die Schule besuchen und Frauen (theoretisch) überall partizipieren können, dass die EZLN ihre Versäumnisse öffentlich macht und daran arbeitet, diese Situation zu verbessern, z.B. durch Lehrinhalte, Kampagnen und Radiospots in verschiedenen indigenen Sprachen (s. www.radioinsurgente.org). In einigen Regionen sind die Zapatistas inzwischen dabei, einen internen alternativen Handel aufzubauen. In der Grenzregion zu Guatemala werden Menschenhändler aufgehalten, ihnen wird das Geld abgenommen und an die MigrantInnen zurückgegeben, die daraufhin frei ihren Weg wählen können. Auch das sind Aspekte des Œreal existierenden Zapatismus‚.

Muñoz betonte, dass der zapatistische Kampf tagtäglich ein in- und externer »Kampf gegen die Macht« ist und dass er mehr Fragen als Antworten aufwirft. Tatsächlich drehten sich viele Diskussionen nach den Veranstaltungen auch um die Frage, wie ein effektiver basisorientierter Widerstand in den eigenen Realitäten »hier« organisiert werden könne.

Luz Kerkeling

Infos/Fotos/Interviews: www.gruppe-basta.de

Artikel aus: Graswurzelrevolution Nr. 294, Dezember 2004, 33. Jahrgang, S. 4

 Quelle:  
  http://www.graswurzel.net 
 

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