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Flugzeuge werfen Kisten mit Fliegen über Chiapas ab

La Jornada vom 20.07.2002
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

  Ocosingo, Chiapas, 19. Juli. Der "Krieg niedriger Intensität" gegen die Autonomen Bezirke in der Region um Ocosingo und Altamirano nimmt wieder zu. Dies wird in erster Linie durch die Paramilitarisierung durch PRI Gruppen und Anführer deutlich, die oft auf der Lohnliste der neuen Bundes- und Staatsregierungen stehen.

In der nördlichen Region von Chiapas und dem nördlichen Teil der Selva Lacandona hat die Paramilitarisierung wieder einmal unter dem regierungsfreundlichen Lehrblock eine Nische gefunden (sprich ehemalige Regierung, PRI), die nun als Opposition jede Gelegenheit ergreift um die Regierung von Pablo Salazar Mendiguchiá zu provozieren. Die Kontinuität zwischen Sektoren der SNTE [regierungsfreundliche Lehrergewerkschaft] und paramilitärische Gruppen (bereits sehr gut im Fall von Paz y Justicia und deren Verbindungen mit der SNTE zugehörigen SOCAMA Gruppe dokumentiert) wiederholt sich in dem Autonomen Bezirk Ricardo Flores Magón, wo Lehrer in der PRI Enklave von Santo Domingo, völlig offen "Contra" Gruppen organisieren. Deshalb halten zahlreiche Beobachter der Region die Nähe des nördlichen Teiles von Chiapas zu Tabasco — eine Bastion der PRI-Hardliner" als bedeutsam (Tabasco, regierungsfreundliche Lehrer, "neue" PRI...)

Parallel dazu nehmen alle Arten des — sogenannten — zivilen Militärdruck zu. Der Autonome Rat von Miguel Hidalgo meldete in den letzten Wochen eine Welle der Feindseligkeiten gegen EZLN Unterstützungsbasen, die ihre Erzeugnisse auf den Märkten von Amatenango del Valle, Teopisca und Comitán verkaufen. Die PRI "Kontrolleure" dieser Märkte haben ihre Steuern erhoben. "Sie sind zu hoch," sagten die autonomen Autoritäten. Damit wird ein Vorwand geschaffen um die Campesinos verhaften zu lassen.

In dem Autonomen Bezirk Olga Isabel meldeten Autoritäten Verfolgungen und Drohungen nach dem Sit-In bei Crucero San Antonio, wo die Zapatisten den Bau einer Strasse aufhielten. Lokale PRIistas (offizieller Bezirk von Chilón) und die Polizei forschten nach "den Anführern der Bewegung."

Patrouillen der Gerichtspolizei finden weiterhin in den autonomen Gemeinden entlang des Chilón-Bachajón Streifens statt. Der Rat von Olga Isabel forderte "eine Einstellung dieser Zusetzung."

Die Militarisierung dauert weiterhin an, und alles deutet auf eine Zunahme hin. In den letzten zwei Wochen sind Bewegungen grosser Militärkontingente zwischen Ocosingo und Rancho Nuevo — und die Patrouillen zwischen Bachajón und Chilón — wieder die Norm gewesen.

Neulich machte eine Armeepatrouille an der Kreuzung von Cuxuljá halt, etwa 1000 meter von der Gemeinde Moisés Gandhi entfernt, "überquerte" das Sit-In, der EZLN Unterstützungsbasen (das vor einigen Monaten aufgenommen wurden um das kollektive Eigentum zu beschützen) und begab sich zum Gemeindelanden der Autonomen Bezirke. Die Soldaten ,die vorgaben einzukaufen, drohten "die Zapatisten von hier hinauszuschmeissen". Der Autonome Bezirk von Ernesto Che Guevara meldete damals diesen Vorfall als "eine Provokation der Armee".

Bei einem Treffen der sieben Bezirksräte dieser autonomen Region diese Woche, stimmten vier von ihnen in einer einzigen Denuncia überein, die andeutete, dass bakteriologische "Waffen" wieder gegen die Gemeinden in Widerstand eingesetzt werden könnten. Wie seltsam das auch immer scheinen mag, melden die autonomen Autoritäten von Vicente Guerrero, 17 de Noviembre, Primero de Enero und Ernesto Che Guevara alle die selben Erfahrung.

In den letzten Wochen haben Flugzeuge und Hubschrauber, die nicht militärisch zu sein scheinen, "Kisten mit Fliegen" aus der Lift abgeworfen, die sofort die Gegend und die Dörfer befallen. Als Konsequenz sind ganze Familien an Erbrechen und Durchfall erkrankt, und einige Kinder sind ernsthaft krank geworden, insbesondere in Patria Nueva and Jerusalén, die jeweils nahe an Ocosingo und dem Militärkomplex von Toniná liegen.

Die Autoritäten von Che Guevara erinnern sich, dass schon einige Jahre zuvor, während einer anderen Eskalation gegen die Autonomen Bezirke, Flugzeuge Kisten "mit Ratten und Mäuse" abgeworfen haben "die den Mais befallen haben". Später hörte diese "Bombardierung" auf.

Wenn der "Fliegenregen" etwas mit irgendeiner "Gesundheitskampagne" zu tun hat, so hat niemand die Erlaubnis der Gemeinden dafür eingeholt (oder sie auch nur informiert), diese Pandora-artigen Kisten über ihr Land abzuwerfen. Währenddessen gefährden die "Nebenwirkungen" die von den Indigenas erfahren werden Menschenleben.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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