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Straßen nach Montes Azules sollen durch zapatistisches Gebiet führen

La Jornada vom 08.09.2007
Hermann Bellinghausen

 
Das Baufieber begann im April und ebnet Dörfer, Felder und Hügel ein
Straßen nach Montes Azules sollen durch zapatistisches Land führen
Die Finanzierung für einige Teilabschnitte stammt aus der Abgeordnetenkammer

San Cristóbal de las Casas, Chiapas, 7. September. Strassen und Autobahne bewegen sich unerbittlich auf Montes Azules zu, schneller noch als die Umweltschutzdiskurse der Regierung im Namen der Menschheit und zukünftiger Generationen, die dazu herhalten Zwangsräumungen und Vertreibungen im "reservierten" Regenwald und in dessen Umgebung zu veranlassen. Ein wahres Baufieber, der im letzten April seinen Anfang nahm. Wichtige Teilabschnitte des nagelneuen Straßennetzes in der Selva Lacandona, werden noch vor Dezember fertig gestellt sein.

Den Schluss der Lage zieht eine Studie des Zentrums für Politische Analyse und Soziale und Wirtschaftlichen Untersuchungen (CAPISE): "Alle Wege führen nach Montes Azules". Bestimmte Teilabschnitte werden direkt von der Abgeordnetenkammer aus vorangetrieben und finanziert, streng nach den Richtlinien des Plan Puebla-Panama (PPP) zur Förderung der Touristenindustrie. Wie die Studie darlegt, wurde in Juni der Bau einer "Superautobahn" von Toniná nach Montes Azules aufgenommen. Die Logik der Baukonzerne wie Fer-Casa lautet "Kurven und Hindernisse zu eliminieren. Hügel, Berge, Einfriedungen, Felder und Pflanzungen werden einfach niedergemacht".

Die Baufirma benötigt ein Freibrief von jeder betroffenen Gemeinde. Obwohl sie diese von den zapatistischen Gemeinden nicht eingeholt hat, macht sie dennoch weiter, aggressiv bewacht von Mitgliedern der OPDDIC oder der ARIC Gewerkschaftsunion und ORCAO, wie es in der Gemeinde 20 de Febrero der Fall ist. So werden auf zapatistischen Gebieten gewaltsam Bauarbeiten durchgesetzt. "Die Baufirma hat ebenso wenig die Junta der Guten Regierung von La Garrucha konsultiert noch ihre Erlaubnis eingeholt ".

Andere Straßen rücken rings um das Naturreservat heran. Wenn die Straße die Ocosingo mit Chancalá verbindet (im Norden der Selva wo eine große Autobahn den Lauf der Flüsse Lacanjá und Lacantún eingrenzt) fertig gestellt ist, wird Montes Azules vollkommen eingeschlossen sein. Alles Störende wird dabei aus dem Weg geräumt werden: Dörfer, Felder, Hügel (Wenn das die "Retter des Regenwaldes" sind, kann auf diese Rettung gern verzichtet werden)

Amtlich beglaubigte Firma

Mit Hochgeschwindigkeit wird die Strasse von Ocosingo nach Montes Azules und Umgebung gebaut, die bis Chocoljá führen soll, an der Autobahn der südlichen Landesgrenze. Insgesamt 106 km. Der Abschnitt Toniná − San Juanito wird von der Firma Construcciones y Conservaciones Coral fertiggestellt. Der zweite Abschnitt, San Juanito − Pamalá, wurde der Firma Fer-Casa zugeteilt, obwohl am 13. Juni 2005 das Offizielle Tagesblatt der Bundesregierung ein Rundschreiben der Behörde für Öffentlichkeitsarbeiten veröffentlicht hat, mit dem "die behördlichen Zweigstellen, die Generalstaatsanwaltschaft der Republik und die öffentlichen Verwaltungsinstanzen sowie die Bundesinstanzen dazu angehalten werden davon abzusehen, Vorschläge oder Verträge mit der Firma Fer-Casa Constructores Asociados, Sa de CV einzugehen."

Das Amt für Kommunikations- und Transportwesen in Tuxtla Gutiérrez teilte CAPISE mit, lediglich die erste Bauarbeit in Auftrag gegeben zu haben. Was den schwindelerregenden Vormarsch von Fer-Casa angeht, stritt es die Behörde ab irgendwelche Informationen über die folgenden Abschnitte zu besitzen. Der Löwenanteil der Finanzierung stammt aus der Abgeordnetenkammer. Die Sonderkommission für den Süd- Südosten erarbeitete gemeinsam mit dem 58. Regierungsparlament das Projekt "Chiapas. Der Interregionale Straßenkorridor" (1. Dezember 2001), das nur einen einzigen Zweck verfolgt: "die Unterstützung des Interregionalen Straßenkorridors".

Aufgeführt sind die Ziele: "Modernisierung der Landstraßen und Erhaltung des Land- und Versorgungsstraßennetzes von Chiapas, im Rahmen der Projektsammlung für wirtschaftliche Infrastruktur des PPP."

Ein anderer Paragraph erklärt: "Hinsichtlich der Modernisierung der Landstraßen werden folgende Projekte in Betracht gezogen: Margaritas − Nuevo Momón − San Quintin; El Carmen Pataté − San Quintín; Campamento Lacantún − Zamora Pico de Oro − Boca Chajul; Ocosingo − Monte Líbano − El Diamante − Crucero Piñal und Chancalá − Lacanjá Tzetzal, im Urwald von Chiapas und der Konfliktzone, um den sozialen Forderungen nach einer angemessenen Straßeninfrastruktur nachzukommen, die diese wichtige Region des Staates verbindet und den Tourismus und dessen Wirtschaft antreibt."

Von den Straßenabschnitten die der PPP aufzählt sind zwei bereits fertig gestellt: Lacantún − Zamora Pico de Oro − Boca Chajul und Chancalá − Lacanjá Tzetzal. Das Landstraßennetz, das die Lacandona in drei Teile aufteilt, wurde bereits in Auftrag gegeben und wird gegenwärtig mit großer Geschwindigkeit gebaut. Hinzu kommt die Straße San Juan del Río − San Caralampio, welche die Täler von La Garrucha und Taniperla miteinander verbinden soll, und den Straßenring um Montes Azules abschließen wird.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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