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Ermittlungen zum Fall Digna Ochoa

Poonal vom 02.07.2002

  (Mexiko-Stadt/Montevideo, 23. Juni 2002, poonal-comcosur).- Noch immer ist der Fall Digna Ochoa ungeklärt. Ein Staatsanwalt in der mexikanischen Hauptstadt, Renato Sales, wollte nun die Ermittlungen über den gewaltsamen Tod der Menschenrechtsanwältin vom Oktober vergangenen Jahres beenden. Sales hat sich zu diesem Schluss entschieden, nachdem sein Team zu dem Ergebnis kam, dass sich die Anwältin selbst umgebracht haben soll. Doch nach einer Intervention des Oberstaatsanwalts Bernardo Bátiz, der Sales aufforderte, den Fall weiterhin als offen zu betrachten, gehen die Ermittlungen nun doch weiter.

Familienangehörigen und ArbeitskollegInnen von Ochoa sowie eine Öffentlichkeit, die die bisherigen holprigen Ermittlungen verfolgt hat, weisen die Version vom Selbstmord zurück. Sie beschuldigen die Behörden, die wahren Motive für einen Mord verschleiern und das Ansehen der Anwältin zerstören zu wollen. Deswegen fordern sie die Entlassung von Sales.

Die Selbstmordhypothese entstand unter anderem durch die Ermittlungen, die geführt worden waren, seit der Leichnam der Aktivistin des Menschenrechtszentrum "Miguel Agustín Pro" am 19. Oktober vergangenen Jahres gefunden wurde. Die Ermittler wollen bei ihren Nachforschungen zu dem Ergebnis gekommen sein, dass die Menschenrechtsaktivistin durch einen Kopfschuss starb, der aus ihrer eigenen Waffe, einer Pistole des Kalibers 22, abgefeuert worden war. Nach ihren Angaben litt die Anwältin an einer neurotischen Krankheit, die zum Selbstmord führen kann.


Quelle: poonal
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