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ONDA LATINA - die Lateinamerika-Reihe im Pavillon Hannover

Veranstaltungshinweis vom 10.10.2007

  Alle Veranstaltungen finden statt im Pavillon, 200 m nördlich vom Hauptbahnhof.
Der Flyer zum downloaden.

Di > 16.10. > 20 Uhr > Vortrag & Diskussion
Soziale Bewegungen gegen Privatisierung
das Beispiel Wasser | mit Philipp Terhorst

Der Vortrag behandelt soziale Kämpfe in Südamerika gegen Privatisierung und Kommerzialisierung von Wasser Ver- und Entsorgung anhand zweier Fallbeispiele. Die Umsetzung des erfolgreichen Plebiszits gegen Wasserprivatisierung in Uruguay und die Re-Kommunalisierung des vormals privatisierten Wasserwerks SEMAPA (Cochabamba, Bolivien) werden nicht nur als erfolgreiche Abwehrkämpfe, sondern vor allem als Aneignungskämpfe thematisiert und auf ihre konstruktiven Potentiale und positiven Auswirkungen für eine Demokratisierung des öffentlichen Raums hin untersucht.

Anhand dieser lokalen Kämpfe soll diskutiert werden, wie eine gerechte öffentliche Wasser Verund Entsorgung in Südamerika entstehen könnte. Die Diskussion soll außerdem Anregungen liefern für die Auseinandersetzungen um Wasserprivatisierungen in Europa. Philipp Terhorst promoviert am Water Engineering and Development Centre (WEDC) der Loughborough University und beschäftigt sich als politischer Bewegungsforscher mit sozialen Kämpfen für das Menschenrecht auf Wasser und für eine Demokratisierung öffentlicher Daseinsvorsorge. Er arbeitet vor allem in Südamerika und mit transnationalen Netzwerken der Zivilgesellschaft.

Sa > 20.10. > 9.30−19 Uhr > Bus-Exkursion nach Hamburg
Hamburger Hafen- und Museumsbesuche zum Handel mit Lateinamerika

Die Hamburger Hafenrundfahrt «Mittelamerika" thematisiert den Pestizideinsatz in den Bananenplantagen, verarmte Kaffeebauern und die Arbeitsbedingungen in den Maquiladoras, den sog. Weltmarktfabriken (www.hafengruppe-hamburg.de). Im Speicherstadtmuseum werden typische Lagergüter wie Kaffee, Tee, Kakao vorgestellt, von denen etliche aus Lateinamerika stammen (http://www.speicherstadtmuseum.de). Anschließend kurze Führung durch die Speicherstadt zur Geschichte des Lagerhausviertels und seiner Veränderung in den letzten 20 Jahren − anschließend Kaffee- & Kuchenpause im Museumscafé. Im Museum der Arbeit verfolgt die kleine Ausstellung «Arbeit im Kontor − Handel mit Übersee" am Beispiel von Kautschuk und Kakao den Weg dieser in Übersee gewonnenen Handelsgüter, ihre Entwicklung zum Weltmarktprodukt und die Arbeitsbedingungen der Menschen, die in der Rohstoffgewinnung arbeiten (http://www.museum-der-arbeit.de). Organisation: Abfahrt & Ankunft: ZOB (Nähe Hbf.). Kostenbeitrag im VVK 19,70 €, am Bus 24,- € (inkl. Bus- und Bootsfahrt, aller Eintritte & Führungen, ein Gedeck Kaffee & Kuchen). Bitte mitbringen: Proviant & Regenkleidung.

Mo > 5.11. > 19.30 Uhr > Vortrag & Diskussion
Globalisieren wir die Solidarität
mit dem Colectivo de Mujeres de Matagalpa (Nicaragua)

Mittels einer multimedialen Einführung (Theater, Fotos etc.) in die politische, wirtschaftliche und soziale Situation Nicaraguas soll die Situation von Menschen aus dem Süden nachvollziehbar gemacht werden.

Anhand der mehr als 20-jährigen Erfahrung des Colectivo de Mujeres de Matagalpa (Frauenkollektiv aus Matagalpa) in den Bereichen Gesundheit, Erziehung, Kultur, Kommunikation, Menschenrechte und politische Partizipation werden Beispiele der persönlichen und kollektiven Veränderung vorgestellt. Das Colectivo kämpft u.a. mittels Theateraufführungen, Radiosendungen und Kampagnen für eine gerechtere Gesellschaft. Zwei Frauen des Kollektivs, welches zur Zeit auf Europatournee ist, werden nach Hannover kommen und von ihrer Arbeit in Nicaragua berichten sowie für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen. http://www.cmmmatagalpaorg.net

19.−23.11. & 26.−30.11. > Mo−Do 10−18 Uhr, Fr 10−13 Uhr > Ausstellung
Eröffnung: So. 18.11., 19.30 Uhr mit Karsten Hackländer vom Infobüro
Nicaragua e.V., Wuppertal
ÜberLebensWelten
über das Leben und Überleben in Nicaragua

Die Ausstellung ÜberLebensWelten des Informationsbüros Nicaragua e.V. zeigt, wie Menschen ihren Alltag und ihr (Über)Leben in Nicaragua organisieren. ÜberLebensWelten verarbeitet Gespräche, die mit vielen Frauen, die die Hauptlast des Überlebens in Nicaragua tragen, und einigen Männern geführt wurden. Die Menschen sprechen über ihre Arbeit, ihre Familien, ihre Träume und Ängste. In der Eröffnungsveranstaltung werden die Begegnungen mit den Lebensgeschichten und der Alltagsrealität, den Ängsten und Hoffnungen, aber auch den kreativen Ideen der Menschen im «armen" Nicaragua genutzt, um zu Kontrastierungen mit der eigenen Lebenswirklichkeit anzuregen. Denn auch in der Bundesrepublik gehören unsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse zunehmend zum Alltag. Gruppenführungen können auf Wunsch organisiert werden in Kooperation mit brigada tranquila e.V. und Dritte Welt Forum in Hannover e.V.

Di > 20.11. > 20 Uhr > spanisch- und deutschsprachiger Vortrag & Diskussion
Indigene Bewegungen im Neoliberalismus das Beispiel der Mapuche (Chile) | mit Carlos Contreras Painemal

Durch Neoliberalismus und Globalisierung wird die Position vieler indigener Gruppen geschwächt, da es zunehmend schwieriger wird Unabhängigkeit von der ökonomischen Weltordnung zu bewahren.

Politisch setzt ein komplexes Netz aus internationalen Organisationen und lokalen Institutionen auf Integration und Beteiligung der Indígenas am neoliberalen Wirtschaftsmarkt und die indigenen Gesellschaften werden Schritt für Schritt hin zum Individualismus gelenkt. Die lediglich auf die Hoffnung auf Konsum ausgerichtete Integration des Neoliberalismus kann nur durch die Implementierung neuer Ideologien gelingen, die sich dann durchsetzen, wenn es gelingt die indigenen Gruppen in Fraktionen zu zersplittern. Wo manifestiert sich der Neoliberalismus im Alltag indigener Gruppen? Welche internen und externen Konflikte existieren? Welche Kämpfe und Anpassungsprozesse finden statt?

Carlos Contreras Painemal, selbst Mapuche, ist Antropologe und Doktorant an der FU Berlin. Die Veranstaltung findet zweisprachig (spanisch/deutsch) statt. Übersetzung: Mechthild Dortmund. Auf der Veranstaltung wird das Südamerika-Zentrum Hannover e.V. ein Projekt zur Unterstützung der indigenen Bevölkerung in Kolumbien vorstellen (http://www.saz-hannover.de).

Di > 27.11. > 20 Uhr > Vortrag & Diskussion
Politischer Wandel durch Basisbewegungen das Beispiel Argentinien | mit Anne Tittor

In der argentinischen Krise 2001/02 haben sich viele lokale Initiativen herausgebildet oder sind stark angewachsen. In basisdemokratisch organisierten Stadtteilversammlungen wurden Aktivitäten abgestimmt. Die argentinische Erwerbslosenbewegung der Piqueteros hat neue Formen der Selbstorganisation entwickelt. Auf die Straße gesetzte ArbeiterInnen haben ihr Schicksal in die Hand genommen, Fabriken besetzt und auf eigene Faust produziert.

Wie wurden die in der Krise entstandenen Bewegungen in die Befriedung der Gesellschaft einbezogen? Wie steht es heute um diese Bewegungen? Konnten sie die Gesellschaft und das politische Handeln in Argentinien nachhaltig verändern? Und können marginalisierte Menschen in Europa von diesen Selbstorganisierungsprozessen lernen? Anne Tittor hat gemeinsam mit Dieter Boris das Buch «Der Fall Argentinien. Krise, soziale Bewegung und Alternativen" (2006) verfasst. Sie ist Soziologin und promoviert in Kassel über Privatisierungen von Gesundheitspolitik in Lateinamerika.

Mi > 5.12. > 20 Uhr > Vortrag & Diskussion
Empowerment oder Aufstand
Wohin treibt die lateinamerikanische Frauenbewegung?

Oft ist der Charakter einer Bewegung an dem von ihr verbreiteten Geschlechterbild zu erkennen, da sich hier aufzeigen lässt, inwieweit Forderungen nach Emanzipation tatsächlich die gesamte Gesellschaft einbeziehen. Wie ist die Frauenbewegung in den sozialen Aufbruch integriert und gibt es eine verbreitete feministische Kritik an den politischen Bewegungen und Veränderungen Lateinamerikas? In Lateinamerika existiert eine lebendige Frauenbewegung. Neben gemeinsamen Forderungen geht es um spezifische Interessen schwarzer, indigener, lesbischer und junger Frauen. Was sind gemeinsame und was trennende Interessen in der lateinamerikanischen Frauenbewegung? Welche Bedeutung haben feministische Aktivitäten für die Entwicklung lateinamerikanischer Gesellschaften? Dr. Alicia Rivero ist Expertin für Lokale Entwicklung und Genderfragen in der Entwicklungszusammenarbeit und war in Lateinamerika als Beraterin tätig. Seit 2006 hat sie ihr eigenes Beratungsbüro consult-ar in Bonn (http://www.consult-ar.de). in Kooperation mit dem Referat für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover

Mo > 10.12. > 20 Uhr > Vortrag & Diskussion
Solidarität, Fairness und Partizipation
Chancen, Herausforderungen und Perspektiven von ALBA und MERCOSUR | mit Sandra Schuster

Die Diskussion über lateinamerikanische Integrations- und Kooperationsbeziehungen erfährt derzeit einen bemerkenswerten Aufwind. Von Seiten linker Regierungen wurden Initiativen auf den Weg gebracht, die neben der vorläufigen Absage an eine gesamtamerikanische Freihandelszone eine Neuausrichtung in der Wirtschafts- und Handelspolitik darstellen. Am deutlichsten wird diese Entwicklung an dem von Venezuela initiierten ALBA-Bündnis mit Kuba und Bolivien. Gemessen an der Idee, auf der Grundlage «kooperativer" statt komparativer Kostenvorteile «fairen Handel" zu betreiben und unter Einbezug aller wirtschaftlichen und sozialen Akteure die dringendsten Probleme zu lösen, ist es das gegenwärtig ambitionierteste Projekt. In Vortrag und Diskussion steht im Vordergrund, die ökonomischen Rahmenbedingungen von regionaler Integration in Lateinamerika zu beleuchten und die Perspektiven der Entwicklungsstrategien von ALBA und MERCOSUR auszuloten. Ergeben sich Anknüpfungspunkte für ein soziales Europa? Sandra Schuster ist Politikwissenschaftlerin und Mitarbeiterin des FDCL, Berlin

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