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Zapatistas besetzen Touristik-Anwesen in Ocosingo

Zapapres-Import vom 04.03.2003
Luz Kerkeling

  Luz Kerkeling/Gruppe B.A.S.T.A., Münster, 04.03.2003 (für die Radiosendung von ZAPAPRES überarbeitet)

Am 28. Februar haben ca. 100 Unterstützerinnen und Unterstützer der Zapatistischen Befreiungsarmee EZLN aus dem autonomen Landkreis 1. Januar und der Gemeinde Nueva Jerusalem bei Ocosingo das Anwesen ’Rancho Esmeralda’ besetzt, das Eigentum eines us-amerikanischen Ehepaars ist.

Ellen Jones und Glen Wersch besaßen das ca. 10 Hektar große Anwesen seit sieben Jahren, um dort Touristen zu beherbergen. Rancho Esmeralda liegt in der Nähe der Maya-Ruinen von Toniná und einem gigantischen Militärstützpunkt der Mexikanischen Bundesarmee.

"jetzt werden sie sehen, das wir es machen" sagte ein vermummter Zapatist mit einer Machete in der Hand der informierten Presse. Heute sind die Bauern und Bäuerinnen der Gemeinde nicht zur Arbeit auf ihre Felder gegangen, heute haben sie das wahr gemacht was sie schon lange vor hatten: Ein weiteres Stück Land wird zurückgeholt, für die, die es wirklich brauchen."

Die zwei Arbeiter, die sich zur Zeit des Eindringens auf dem Gelände aufhielten, verließen die Ranch ohne Androhung von Gewalt freiwillig.

Die chiapanekischen Regierung hat einen Vermittler geschickt, um einen freiwilligen Rückzug der Besetzer auszuhandeln. Das Ehepaar hatte das Anwesen Mitte Februar beunruhigt verlassen und ist nun bereit das Anwesen für 525.000 USD zu verkaufen. Die Probleme um Rancho Esmeralda begannen Ende 2002, als einige der Gäste des Ehepaars − mutmaßliche Angehörige eines Ökotourismus-Unternehmens − mit Militärkleidung manöverartige Übungen durchführten und damit die im Umland lebende indigene Bevölkerung in große Unruhe versetzten. Die Indígenas werfen Wersch und Jones vor, dass sie derartigen Personengruppen ermöglicht hätten, in der Region aggressiv aufzutreten und so das Alltagsleben der örtlichen Bevölkerung zu verletzen.

Bisher gibt es keine offizielle Stellungsnahme der EZLN, doch der Journalist Hermann Bellinghausen konnte erfahren, dass das Land des späteren Rancho Esmeralda nach der zapatistischen Erhebung von 1994 von den Indígenas "zurückerobert" worden war, ebenso wie andere private Ländereien, auf denen sich die heutige Siedlung Nueva Jerusalem befindet.

Doch wenig später kam die mexikanische Bundesarmee nach Toniná in der Nähe des späteren Anwesen und installierte dort eine große Kaserne, woraufhin sich die zapatistischen Aktivisten zurückzogen. Die Armee bewachte nun das Land, das später von Wersch und Jones erworben wurde, die dort eine "alternative" Herberge für Touristen einrichteten.

Mit der Rückeroberung von Rancho Esmeralda hat die indigene Bewegung ein wichtiges Zeichen gesetzt gegen die Aneignung ihrer Umwelt durch touristische oder pharmazeutische Unternehmen. Von großer Bedeutung ist dies insbesondere inLuz Kerkeling/Gruppe B.A.S.T.A., Münster, 04.03.2003 (für die Radiosendung von ZAPAPRES überarbeitet)

Am 28. Februar haben ca. 100 Unterstützerinnen und Unterstützer der Zapatistischen Befreiungsarmee EZLN aus dem autonomen Landkreis 1. Januar und der Gemeinde Nueva Jerusalem bei Ocosingo das Anwesen ’Rancho Esmeralda’ besetzt, das Eigentum eines us-amerikanischen Ehepaars ist.

Ellen Jones und Glen Wersch besaßen das ca. 10 Hektar große Anwesen seit sieben Jahren, um dort Touristen zu beherbergen. Rancho Esmeralda liegt in der Nähe der Maya-Ruinen von Toniná und einem gigantischen Militärstützpunkt der Mexikanischen Bundesarmee.

"jetzt werden sie sehen, das wir es machen" sagte ein vermummter Zapatist mit einer Machete in der Hand der informierten Presse. Heute sind die Bauern und Bäuerinnen der Gemeinde nicht zur Arbeit auf ihre Felder gegangen, heute haben sie das wahr gemacht was sie schon lange vor hatten: Ein weiteres Stück Land wird zurückgeholt, für die, die es wirklich brauchen."

Die zwei Arbeiter, die sich zur Zeit des Eindringens auf dem Gelände aufhielten, verließen die Ranch ohne Androhung von Gewalt freiwillig.

Die chiapanekischen Regierung hat einen Vermittler geschickt, um einen freiwilligen Rückzug der Besetzer auszuhandeln. Das Ehepaar hatte das Anwesen Mitte Februar beunruhigt verlassen und ist nun bereit das Anwesen für 525.000 USD zu verkaufen. Die Probleme um Rancho Esmeralda begannen Ende 2002, als einige der Gäste des Ehepaars − mutmaßliche Angehörige eines Ökotourismus-Unternehmens − mit Militärkleidung manöverartige Übungen durchführten und damit die im Umland lebende indigene Bevölkerung in große Unruhe versetzten. Die Indígenas werfen Wersch und Jones vor, dass sie derartigen Personengruppen ermöglicht hätten, in der Region aggressiv aufzutreten und so das Alltagsleben der örtlichen Bevölkerung zu verletzen.

Bisher gibt es keine offizielle Stellungsnahme der EZLN, doch der Journalist Hermann Bellinghausen konnte erfahren, dass das Land des späteren Rancho Esmeralda nach der zapatistischen Erhebung von 1994 von den Indígenas "zurückerobert" worden war, ebenso wie andere private Ländereien, auf denen sich die heutige Siedlung Nueva Jerusalem befindet.

Doch wenig später kam die mexikanische Bundesarmee nach Toniná in der Nähe des späteren Anwesen und installierte dort eine große Kaserne, woraufhin sich die zapatistischen Aktivisten zurückzogen. Die Armee bewachte nun das Land, das später von Wersch und Jones erworben wurde, die dort eine "alternative" Herberge für Touristen einrichteten.

Mit der Rückeroberung von Rancho Esmeralda hat die indigene Bewegung ein wichtiges Zeichen gesetzt gegen die Aneignung ihrer Umwelt durch touristische oder pharmazeutische Unternehmen. Von großer Bedeutung ist dies insbesondere in Hinsicht auf die drohende Räumung verschiedener Gemeinden im Naturschutzgebiet Montes Azules aus angeblichen "Umweltschutzgründen".

Die Lage in den betroffenen Regionen ist gespannt. Menschenrechtsgruppen berichten, dass in den letzten Tagen die Militär- und Polizeipräsenz in der Nähe des Anwesens massiv zugenommen hat und in Ocosingo weitere Kräfte zusammengezogen werden. Eine Räumung wird befürchtet, genauso wie ein Angriff paramilitärischer Gruppen unter dem Schutz der Armee und Polizei.


Quelle: Zapapres
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