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Endlich Gerechtigkeit? Der Kampf der Frauen von Loxicha

Zapapres-Import vom 12.07.2002

  gh/ZAPAPRES, Hamburg, 12.07.02 Am vergangenen Sonntag berichtete die zapotekische Indígena Estela García Ramírez auf einer Matinee in der Evangelischen Fachhochschule für Sozialpädagogik vor ca. 40 Gästen von der Repression gegen die indigene Region Loxicha in Oaxaca und dem Widerstand der Frauen.

Seit über 5 Jahren belagern die Frauen von Loxicha mit ihren Kindern den Regierungspalast von Oaxaca, um die Freilassung ihrer Männer und Söhne zu erwirken. Bei einem militärischen Überfall auf die Region wurden damals 200 Menschen unter dem Vorwand inhaftiert, der Guerilla EPR anzugehören. Mehr als 40 Menschen sind aus dem selben Grund ermordet worden.

So wurde am 24. April 1997 der Ehemann von Estela Garcia, der 26-jährige Campesino Selerino Jiménez Almaraz, nachts von Angehörigen der Kriminalpolizei und lokalen Paramiltärs aus dem Bett gerissen, angeschossen, halbtot geprügelt und verschleppt.

Am nächsten morgen verließ die junge Frau gegen den Willen ihrer Eltern und Schwiegereltern ihr Dorf, um Ihren Ehemann zu suchen. Ein paar Tage später wurde ihr der Leichnam ihres Mannes, der am ganzen Körper von abscheulichen Folterungen entstellt und von Einschüssen durchlöchert war, von der Kriminalpolizei übergeben. Zuvor war die geschockte Frau einem erniedrigendem Verhör unterzogen worden, als Sie der Kriminalpolizei ihre Zeugenaussage abgeben wollte. Der Anführer der Paramilitärs, die an der Ermordung ihres Mannes beteiligt waren, wurde wenig später zum Landrat gewählt.

Das Leben von Estela García hat sich seitdem gänzlich verändert. Sie schloß sich in Oaxaca-Stadt der Mahnwache der Frauen von Loxicha an, entwickelte sich zu einer Sprecherin des Organisation und erreichte, dass der Anführer der Paramilitärs nach Ende seiner Amtszeit inhaftiert wurde.

Im Dezember gab es ein Amnestieangebot an die Gefangenen, wenn Sie bekennen würden, der EPR anzugehören. Die meisten Gefangenen und ihre Frauen lehnten diese Form der Amnestie ab. Freigelassen wurden stattdessen der Anführer der Paramilitärs.

Für einen Teil der Gefangenen konnte inzwischen auch trotzt des Versuches, sie durch das Amnestieangebot zu spalten, die Freilassung erkämpft werden. Doch die Freigelassenen und ihre Familien können nicht in ihre Heimatgemeinden zurück, da diese immer noch militärisch besetzt sind und von Paramilitärs terrorisiert werden. Estela García befindet sich zur Zeit auf einem drei-monatigen Aufenthalt in Dänemark, der ihr ermöglicht wurde, da sie aufgrund ihres Engagements mehrfach bedroht wurde.

Laut einer Untersuchung von Fachleuten der UNAM gibt es in der Region Loxicha Uran- und Titanvorkommen, deren Ausbeutung die indigenen Gemeinden im Weg stehen. Außerdem gibt es Pläne für den Bau einer Autobahn direkt durch das Loxicha-Gebiet an die Pazifikküste.

Die Frauen aus Loxicha haben andere Pläne: Sie wollen in der Landeshauptstadt ein Café einrichten und dort Kaffee aus ihren Gemeinden verkaufen. Mit den Erlösen aus dem Café soll ihr politischer Kampf um Gerechtigkeit, die Bestrafung der Täter und die Freilassung der politischen Gefangenen unterstützt werden. Estela García bat auf der Matinee um Unterstützung für den Aufbau des Cafés. ZAPAPRES ruft daher zu Spenden für dieses Projekt unter dem Stichwort «Frauencafe" auf. Das Spendenkonto findet sich auf unserer Webseite http://www.zapapres.de


Quelle: Zapapres
ZAPAPRES e.V.
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Postfach 30 61 26
20327 Hamburg
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 Quelle:  
  http://www.zapapres.de 
 

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