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EZLN plant eine Delegation zum Europäischen Parlament zu schicken

La Jornada vom 16.03.2001
Rosa Elvira Vargas und Roberto Garduno

 
Marcos denunziert Wiederaufnahme der Militärpatrouillen in Guadalupe Tepeyac

Die EZLN verkündete gestern ihre Absicht eine Delegation zum Europäischen Parlament zu entsenden "damit es uns insoweit, anhört wie auch wir teil dieses Konfliktes sind." informierte Subcomandante Marcos nach einem Treffen mit dem europäischen Parlamentarier Sami Nair.

Es würde kein Aufruf an das Ausland ausgehen die mexikanische Regierung unter Druck zu setzen, aber "Wenn der Bundeskongress uns nicht anhören will, ist das vielleicht Europäische Parlament dazu geneigt." fuhr Marcos fort. In einem kurzen Auftritt vor der Presse in der ENAH (Nationale Schule für Anthropologie und Geschichte), denunzierte Subcomandante Marcos auch, dass die indigenen Gemeinden aus der Zone von Las Margaritas die EZLN darauf hingewiesen hatten, "dass die mexikanische Armee ihre Boden− und Luftpatrouillen in der Gemeinde von Guadalupe Tepeyac wiederaufgenommen haben."

Ohne Fragen zu akzeptieren verlas Marcos einen kurzen Text, der sich strikt auf die Absicht der EZLN Besuch nach Europa zu reisen bezog, und in einem einzelnen Paragraph die Wiederaufnahme der Militärbewegungen in der chiapanekischen Zone denunzierte.

Mit beabischtigter Ironie sagte Marcos, dass sich die EZLN mit Sami Nair "so unterhalten haben wie mit einem echten Parlamentarier". Über die Möglichkeit vor dem Europäischen Parlament zu sprechen hob er hervor, dass diese Institution nicht darum ersucht werden sollten eine wirtschaftliche Blockade gegen Mexiko zu unternehmen, noch darum dem Wort von Vicente Fox zu misstrauen.

Es gehe darum, dass das Europäische Parlament die Zapatisten "insoweit anhört wie auch wir Teil dieses Konfliktes sind."

Bis vor Nairs Ankunft, fügte er hinzu, hat das Parlament das Wort der indigenen Völker nicht gehört, und es gehe darum zu versuchen, dass sie angehört werden um zu erklären "dass wir uns am Anfang des Alptraums befinden, den Europa bereits durchlebt."

Wenn die Europäer nicht darauf hören was in Latein America geschieht, sagte Marcos, "Werden sie morgen anfangen weder Waren noch Kapital zu exportieren, sondern den Alptraum der sich gegenwärtig in Yugoslavien ereignet." Es gehe darum, betonte er, dass das Europäische Parlament beide Seiten des Konfliktes hört: die der mexikanischen Regierung und die der EZLN, und auf dieser Basis können sie dann das Wort mit moralischer Autorität einsetzen.


Sami Nair bezeichnet den Besuch der EZLN nach Europa als "positiv" Der europäische sozialistische Parlametarier Sami Nair, der ursprünglich mit der Absicht nach Mexiko kam, den Dialog zu stützen, der seiner Meinung nach durch die Zeichen des guten Willen seitens der Regierung an die EZLN gefördert wurde, hatte heute seine Meinung drastisch verändert: "Unglücklicherweise zeigt das was ich heute gesehen habe, dass der Dialog blockiert wird; ich kann mir nicht erklären wieso."

Er erklärte, dass er als Vertreter der sozialistischen Parteien des Europäischen Parlamentes gekommen sei, ohne als Vermittler fungieren oder sich in die interne Angelegenheiten Mexikos einmischen zu wollen. "Ich achte die Souverainität dieses Landes, und die demokratische Legitimität ihrer Institutionen", sagte er, und hob hervor, dass der Dialog den demokratischen Prozess der sich in Mexiko entwickelte noch vertiefen würde.

Die Überraschung die der Parlamentarier und Mitglied der Bewegung Französischer Bürger angesichts der "Blockierung" des Dialoges empfand, wurde dadurch verstärkt, dass wie er erklärte, in seinem Land und in seiner politischen Gruppierung "wir das was heute in Mexiko geschieht als ein vollkommen aussergewöhnliches Beispiel betrachteten, der auf kontinentaler und weltweiter Ebene erneuernd wirken könnte. Wir haben nie zuvor eine Bewegung gesehen, die als eine Guerilla began und sich zehn Tage später in eine pazifistische Bewegung verwandelte."

Es handelt sich um eine Organisation, bestätigte Nair, die darum ersucht als eine Bewegung des sozialen und kulturellen Kampfes anerkannt zu werden, die fordert, dass ihre Würde und Rechte anerkannt werden."

Ohne Pause und im perfekten Spanish fügte er hinzu: "Es ist das erste mal in der Geschichte dass dies passiert. Wir haben so etwas niemals zuvor gesehen! Es ist eine Heausforderung, eine neue Art um Politik zu machen, und ich bitte all jene und werde ihnen helfen, die diese Forderungen unterstützen, diesen Willen zum Dialog."

Der Parlamentarier sprach über die Absicht der EZLN vom Europäischen Parlament empfangen zu werden, und sagte dass er diesen Gesuch als "sehr positiv" erachtete.

Aus persönlicher Sicht versicherte er dass es "eine Ehre für uns wäre dieser Stimme zuhören zu können."

Er betonte, dass es sich verpflichtete den Zapatistischen Gesuch zu unterstützen.

"Ich bin hier um all den Kräften zu helfen, die für den Dialog, die Stärkung der Demokratie, und die Anerkennung der legitimen und rechtmässigen Forderungen der indigenen Völker kämpfen."

Später in einem Interview erklärte Sami Nair, dass ihm bei dem Gespräch mit Marcos und der EZLN Kommandatur die aktuelle Situation des Konfliktes erklärt wurde, und sie auch über den geplanten Mexiko− Besuch anderer europäischen sozialistischen Parlamentarier geredet hätten, die nur noch auf ein Datum warteten.

"Wir hatten vorgesehen eine Delegation zu entsenden, die nicht gehen konnte, weil wir bisher noch nicht genau wissen wann die Anhörung der Zapatisten vor dem Kongress stattfinden wird. Und sie können nicht kommen, solange wir das Datum nicht wissen."

− Enthält das Protokoll des Europäischen Parlamentes irgendwelche Restriktionen bezüglich dem Besuch einer Guerilla Delegation?

"Es wird nötig sein konkret zu sehen wie das aufgenommen wird, aber mir scheint, dass ab dem Augenblick in dem eine Bewegung um Frieden bittet und darum ersucht von den parlamentären und den demokratisch gewählten Autoritäten angehört zu werden, notwendig ist Kanäle zu finden die dies begünstigen.

− Könnte das irgendwelche Probleme mit den mexikanischen Autoritäten schaffen?

"Das weiss ich nicht genau. Es ist ein Vorschlag. Ich habe ihn heute gehört und werde sehen inwieweit es umgesetzt werden kann. Ich finde den Vorschlag interessant weil es darum geht eine Bewegung demokratisch zu institutionalisieren, und ich weiss nicht wie die Antwort der mexikanischen Regierung ausfallen wird, aber es scheint mir dass man über alles diskutieren sollte und diskutieren kann."
− Welche Meinung haben sie darüber dass der mexikanische Kongress der EZLN nicht anhört?

"Ich kann darüber nichts sagen, weil ich mit den Kongressabgeordnete noch nicht gesprochen haben, und auch ihre Meinung hören muss."

− Sie erwähnten, dass die Freihandelsvereinbarung zwischen der EU und Mexiko eine demokratische Klausel enthält, zwingt dies die mexikanische Regierung nicht demokratischen, sozialen und zivilen Bewegungen wie diese mehr Gehör zu schenken?

"Ich glaube nicht dass dies eine Frage der Vereinbarung oder Nichtvereinbarung ist. Die wirtschaftliche Beziehungen zwischen Europa und Mexiko sind sehr wichtig, sie werden sich entwickeln und enthalten offensichtlich eine demokratische Klausel. Es scheint mir, dass die mexikanische Regierung die Demokratie nicht unbedingt aufgrund dieser Klausel respektiert. Ich wiederhole: Ich verstehe nicht weshalb der Dialog nicht weiter entwickelt wird; wieso die Zapatisten seitens des Kongresses kein etwas positiveres Echo erhalten haben, was genau der Grund ist weshalb ich mit den Kongressabgeordneten sprechen möchte, damit sie mir diese Situation erklären."

− Wann werden Sie die mexikanischen Legislatoren treffen? "Heute, morgen, bald.

− Werden es die Hardliner des Europäischen Parlamentes akzeptieren, dass eine rerbellische Gruppe ihre Tribüne benutzt um ihr Anliegen zu erklären? "Wir werden sehen, aber mir scheint dass die Frage die von der EZLN erhoben wurde eine gute ist, eine interessante, und wir werden sehen inwieweit wir eine, wie ich hoffe, positive Antwort geben können.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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