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EZLN im Ejido Morelia

 

Es hat uns Krieg und Blut gekostet um gesehen und angehört zu werden

La Jornada vom 03.04.2001
Jesus Ramirez und Hermann Bellinghausen

 
Im Aguascalientes des Ejido Morelia, zollt Marcos den toten Zapatistas Tribut.
Ein Tag wird anbrechen, an dem kein Gesicht mehr sich hinter einer Maske verstecken muss, erklärte er.

Ejido Morelia, 2. April 2001:

"Es hat uns Krieg und Blut gekostet um gesehen und angehört zu werden. Wir machten diese Reise mit dem Sehen und dem Wort den uns unsere Toten gaben.

Wenn wir sahen, sahen unsere Toten; wenn wir sprachen, sprachen unsere Toten. Und sehend und sprechend wurden wir auch gesehen und angehört", sagte Subcomandante Marcos vor hunderten Tzeltales und Tojolabales der Tzotzchoj Region. Nachts, bei ihrer Ankunft in dem Aguascalientes dieser indigenen Gemeinde, wurden die EZLN Delegierten mit Musik und Vivas empfangen. Sie waren aus Oventic angereist, und kamen um etwa 20:00 nach einer Reise von 120 km an.

Später wurde ein Festival mit Künstlergruppen der verschiedenen Gemeinden der Zone veranstaltet, und danach nahmen die zapatistische Delegierten an einem Akt teil bei dem Subcomandante Marcos der Hauptredner war. Der Rebellenführer sprach vor einer in Schatten gehüllten Menschenmenge und sagte:

"Für uns Zapatisten war es nicht einfach das Wort zu öffnen. Wir mussten ein Krieg führen, Companeros mussten sterben, wie Sebastián, Severiano und Hermelindó". Sie waren Indigenas dieser Gemeinde gewesen, die 1994 von der Armee getötet wurden. "Mit diesen und anderen Toten öffneten wir unser Wort, und mit diesem Wort öffneten sich auch unsere Augen, und so konnten wir die Anderen sehen."

Vor den Angehörigen des CCRI aus der Tzotzchoj Region und lokalen und regionalen Verantwortlichen, erklärte Marcos, dass das Beispiel der gefallenen Zapatisten, sie verpflichtet hatten drei Missionen auszuführen.

"Wir mussten drei Missionen erfüllen: die Mission die drei Signale anzutreiben, die Mission mit dem Bundeskongress in ein Dialog zu treten, und die Mission mit der Zivilgesellschaft in ein Dialog zu treten." Und er bestätigte: "Wir haben die drei Missionen erfüllt." Sich auf die Verpflichtung der Fox Regierung beziehend teilte er den versammelten zapatistischen Unterstützungsbasen mit, dass "die drei verbleibenden Militärpositionen bald geräumt sein werden. Es verbleiben nur noch einige wenige zapatistische Gefangene die freigelassen werden müssen.

Das Cocopa Gesetz wird bereits diskutiert. Wir haben bereits mit dem Bundeskongress gesprochen. Wir sprechen auch mit hunderttausenden Mexikaner."

Während seiner Rede, die gleichzeitig in Tzeltal, Tojolabal und Tzotzil übersetzt wurde, bemerkte Subcomandante Marcos über die Ereignissen die während dem zapatistischen Marsch stattfanden: "Mit unserem Sehen, sahen wir viele junge Menschen und Kindern. Mit unserem Wort, sprachen wir mit vielen Kindern und jungen Menschen, denn die meisten die uns bei diesem Marsch geholfen und begleitet haben waren junge Menschen und Kinder. Sie versammelten sich in allen Städten, sie kamen weil sie zuhören wollten. Sie kamen um zu suchen, sie schauten, weil jener der zuhört sucht, weil jener der schaut sucht." "Wir sagten[zu diese Kinder und junge Menschen] mit dem Wort der Wahrheit, dass wir nicht das waren was sie suchten. Wir waren es nicht, weil wir selbst suchen. Wir waren sie, und schauend und uns selbst suchend, fanden wir einander. Marcos sagte auch, dass diese Kinder und junge Menschen für die Zapatisten Hoffnung, Rebellion, Grosszügigkeit und Verpflichtung repräsentierten, "das Morgen."

Sich weiterhin auf die indigenen Rebellen beziehend die während des Kampfes gestorben waren sagte er: "Wir können unseren Toten sagen, dass sie recht hatten, dass dieser Morgen eines Tages tatsächlich anbrechen wird. Dass es nicht länger verhüllte Gesichter geben wird, dass eines Tages ein Gesicht nicht länger von einer Maske verhüllt sein wird. Und dass eines Tages unsere Toten leben werden, und dass dieser Tag anbrechen wird, dank den Kindern und jungen Menschen."

Seinen Rückblick beendend sagte Subcomandante Marcos: "Mögen unsere Toten für immer leben. Möge der Tod immer sterben."

Bevor er endete, verbeugte sich Marcos auf der Estrada, und hinterliess eine Blume als Gruss an die toten Zapatisten. Nach einem schallenden "Viva el EZLN" der von der Merge hinausgerufen wurde, folgte ein grosses und tiefes Schweigen in dem Auguascalientes des Ejido Morelia

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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