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EZLN in Morelia

 

Worte der EZLN in der autonomen Gemeinde 17 de Noviembre

Kommunique vom 02.04.2001

  Unterstützungsbasen der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung
Lokale und regionale Komitees der Zot’z Choj Region von Chiapas: Klandestines Revolutionäre Indigene Komitee

Compañero, Compañera:

Wir sind jetzt angekommen.
Wir sind hier um die Comandantes und Comandantas dieser Region zurückzubringen.
Wir sind auch hierhergekommen, um unsere Tote zu ehren.
Wir sind hier um die Erinnerung an drei Compañeros zu ehren, die in 1994 gestorben sind.

Der Compañero Sebastián Sántiz López.
Der Compañero Severiano Sántiz Gómez.
Der Compañero Hermelindo Sántiz Gómez.

Wir sind hier, um diesen drei toten Compañeros Bericht zu erstatten.

Ihr habt uns die Aufgabe erteilt, dem Beispiel dieser gefallenen Compañeros zu folgen.

Dem Beispiel sich nicht zu ergeben.
Dem Beispiel nicht zu verraten.
Dem Beispiel, sich nicht zu verkaufen.

Mit diesen drei Beispielen denen wir folgten, mussten wir drei Missionen erfüllen.

Die Mission, die drei Signale voranzutreiben.
Die Mission, mit der Zivilgesellschaft in ein Dialog zu treten.
Die Mission, mit dem Bundeskongress in ein Dialog zu treten.
Und nun sage ich Ihnen, dass wir diese drei Missionen tatsächlich ausgeführt haben Die drei verbleibende Militärpositionen werden jetzt bald frei sein.

Es bleiben jetzt nur noch wenige zapatistische Gefangene die noch befreit werden müssen.

Das COCOPA Gesetz wird gerade dikutiert.

Wir haben jetzt mit dem Bundeskongress gesprochen.

Wir sprachen auch mit Hunderttausende mexikanische Männer und Frauen.

In Chiapas. In Oaxaca. In Puebla. In Veracruz. In Tlaxcala. In Hidalgo. In Querétaro. In Guanajuato. In Michoacán. Im Staat von Mexico. In Morelos. In Guerrero. In D.F.. In Mexiko Stadt.

Wir sprachen mit Arbeitern, Campesinos, Lehrern, Studenten, Nachbarn, Hausfrauen, Fahrern, Fischern, Taxifahrern, Büroarbeitern, Angestellten, Strassenverkäufern, Brüdern, Behinderten, Markthändlern, Arbeitslosen, Journalisten, professionellen Berufstätigen, religiösen Personen, Homosexuellen und Lesbierinnen, Künstlern, Intellektuellen, Männern, Frauen, Jungen und Mädchen, Jugendlichen, Alten.

Und wir sprachen auch mit vielen Indigenas.

Wie sie es uns aufgetragen haben, waren wir ein Spiegel für die
Indigenas des gesamten Landes.

Und sie waren auch ein Spiegel für uns.

Sie sahen sich selbst in unserer rebellischen Würde.

Wir sahen uns selbst in ihrer rebellischen Würde.

So erging es uns, und so erging es ihnen.

Wir verstanden, dass wir ansehen müssen, um gesehen zu werden.
Und um anzusehen muss man die Augen öffnen.

Und um die Augen zu öffnen, muss das Wort eröffnet werden.
Für uns Zapatisten war es nicht leicht das Wort zu eröffnen.
Wir mussten ein Krieg führen.

Compañeros wie Sebastián, Severiano und Hermelindo mussten
sterben.

Mit diesen und anderen Toden eröffneten wir unser Wort. Und, mit unserem Wort, öffneten sich auch unsere Augen. Und auf diese Weise, konnten wir die anderen ansehen. Und auf diese Weise konnten wir fordern, dass sie uns ansehen, dass sie uns anhören.

Es hat uns Krieg und Blut gekostet, von ihnen angesehen und angehört zu werden.

Mit dem Sehen und dem Wort das uns unsere Tote gaben machten wir diese Reise.

Wenn wir sahen, sahen unsere Toten.

Wenn wir sprachen, sprachen unsere Toten.

Sehend und sprechend, hören wir nun auch zu und werden angesehen.

Durch unser Sehen, sahen wir viele junge Menschen und Kinder.

Denn viele von jenen, die diesen Marsch begleitet und unterstützt haben, waren junge Menschen und Kinder.

Sie kamen von allen Wegen.
Sie versammelten sich in allen Städten.
Sie kamen weil sie zuhören wollten.
Sie kamen um zu suchen.
Sie sahen an.

Denn jener der zuhört, ist einer der sucht.

Denn jener der ansieht, ist einer der sucht .

Er möchte etwas finden.

Er möchte sich selbst finden.


Wir sprachen zu den Kindern und den jungen Menschen mit dem Wort der Wahrheit.

Wir sagten ihnen, dass wir nicht das waren, was sie suchten.
Wir waren es nicht, weil wir selbst auch suchten.
Wir suchten sie und uns selbst.
Sowohl sie als auch wir suchten.
Und suchend fanden wir einander.
Sie fanden uns.
Wir fanden sie.

Und indem wir uns fanden, sahen wir uns an.

Und in ihnen sahen wir das Wort, das unsere Toten zu uns gesprochen hatten.

Denn sie hatten uns gesagt, dass die jungen Menschen und Kinder das waren was wir suchten.

Hoffnung.
Rebellion.
Grosszügigkeit.
Verpflichtung..
Das Morgen.

Und Sie müssen wissen, Compañero, Compañera.

Dass die Kinder und junge Menschen grosszügig mit uns waren. Sie engagierten sich für uns.

Sie rebellierten mit uns.

Und mit uns teilten sie die Hoffnung auf das Morgen.

Und deshalb sage ich Ihnen Compañero, Compañera.

Dass wir unseren Toten für Vieles dankbar sein müssen.

Und dass wir den jungen Menschen und den Kindern für Vieles dankbar sein müssen.

Denn die einen und die anderen brachten uns bei zu sehen.

Die einen und die anderen, halfen uns zu finden und uns selbst zu finden.

Und so können wir unseren Toten hier sagen, dass sie wirklich recht hatten.

Dass ein Tag wirklich anbrechen wird.

Dass es an jenem Tag keine verhüllten Gesichter mehr geben wird.

Dass an jenem Tag kein Lächeln mehr hinter einer Maske verloren werden wird.

Und an jenem Tag werden unsere Toten leben.

Und dieser Tag wird anbrechen dank den Kindern und den jungen Menschen.

Und deshalb bitte ich Sie, Compañero, Compañera.

Dass wir diesen Kindern und und jungen Menschen ein Gruss entbieten.

Den indigenen Kindern und jungen Menschen.

Den nicht-indigenen jungen Menschen und Kindern.

Denn indem wir sie grüssen, grüssen wir auch unsere Toten.

Und wir grüssen sie genauso wie wir unsere Toten grüssen.

Mit einer Blume.
Mit einer Blume sagen wir ihnen, dass sie leben.
Mit einer Blume sagen wir uns selbst, dass wir leben.
Auf dass unsere Toten immer leben mögen.
Und der Tod immer stirbt.

Sebastián, Severiano, Hermelindo, Kinder, junge Menschen:
Hier ist unser Gruss:
Demokratie!
Freiheit!
Gerechtigkeit!

Aus den Bergen des mexikanischen Südostens.

Subcomandante Insurgente Marcos
Mexiko, April 2001

 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/ 
 

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