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Marcos’ Dank- und Abschiedsrede vor dem Bundeskongress

 

Unser Wort für alle

Kommunique vom 28.01.2001
übersetzt von Dana

  Wür möchten euch gerne sagen, dass wir mit dieser Veranstaltung − und ich spreche von der Veranstaltung an der wir jetzt gerade teilnehmen − das Ende einer Mobilisierung markieren, die mit der Fünften Deklaration aus der Selva Lacandona begonnen hat.

Eine Mobilisierung, die 1998 begann, und die 1999, in März vor zwei Jahren, mit der Consulta einen ihrer grössten, strahlendsten Momente erreichte. Wir möchten gerne den drei Milionen Personen danken, die an jenem Tag für die Anerkennung der indigenen Rechte und Kultur gestimmt haben. Danke an jene, die sich damals mobilisiert haben, und danke an die Millionen die sich jetzt mobilisieren.

Ich möchte gerne insbesondere meinen Compañero Chefs danken, den Comandantes und Comandantas des Klandestinen Revolutionären Indigenen Komitees. Wir möchten auch gerne unsere Zuneigung in einem Gruss, der in grosser Ferne gerichtet ist, aber uns sehr nahe am Herzen ist, an unsere zapatistischen Gemeinden senden, den Unterstützungsbasen, den Männern, Frauen, Kindern und Alten der EZLN.

Wir möchten insbesondere unseren indigenen Brüdern aus allen Ecken der Republik danken die herkamen − die Menschen der Zivilgesellschaft aus Chiapas, Oaxaca, Puebla, Veracruz, Tlaxcala, Hidalgo, Querétaro, Guanajuato, Michoacán, dem Staat von Mexico, Morelos, Guerrero, D.F. und Mexiko Stadt − die uns durch diese letzte Phase der Mobilisierung, die der Marsch der Farbe der Erde genannt wurde, begleitet haben.

Wir möchten ihnen danken. Wir sind jetzt fertig. Morgen werden wir unseren Rucksack packen und die Rückreise zurück nach Hause antreten. Wir möchten euch etwas sagen, wir möchten euch bitten zu euren Häusern zu gehen, an eure Arbeitsplätze, und euren Freunden und Familien sagt, dass dank euch, ein Junge namens Pedro − Pedrito wie wir ihn nennen − nach Hause zurückzukehren können wird, nachdem er sechs Jahre und ein Monat in den Bergen leben musste.

Dank euch wird die indigene Tojolabal Gemeinde von Guadalupe Tepeyac nicht länger "In Exil" als Nachname führen, und wird jetzt wieder nur Guadalupe Tepeyac sein, das Zapatistische.

Wir möchten auch gerne den Künstlern und intellektuellen danken, die uns geholfen haben diese Veranstaltung zu organisieren: Maestro Oscar Chávez, Maestro Gabino Palomares? − hier im Radio sagten sie Gabino Barrera, weiss irgendjemand bescheid? − und all jenen die uns geholfen haben.Wie es in diesem Oscar Chávez Lied heisst, der auf meinem Ersuchen hin zugestimmt hat ihn zu singen, "Zusammen mit euch konnten wir die Welt umstellen, aber die Veränderung ist noch nicht fertig, viele Dinge werden getan werden müssen, damit es auch gut ausgeht, aber zumindest ist sie nicht mehr so wie sie vorher war." Wir gehen.

Wir können nun zurückkehren, Brüder des Nationalen Indigenen Kongresses. Wir gehen nicht mit leeren Händen. Wir gehen mit ihnen voll mit all den Händen nach denen wir gereicht haben. Die Hände die wir aus der Nähe oder aus der Ferne grüssten, die Hände die sich zu Sicherheitsgürtel verbanden um uns zu beschützen. Die grosse Mühe auf sich nahmen um unser Essen zuzubereiten, die die Plätze errichtet und ausgestattet haben in denen wir die Nacht verbrachten. Die uns Briefe schrieben und Worte der Unterstützung und Ermutigung. Die für uns während der Nächte und den Morgen sorgten, jene die sich hoch erhoben an diesem 11. März dieses Jahres, auf dem Zócalo der Hauptstadt. Jene die sich empörten als die Sturrheit einiger Weniger versuchte den Pfad des Dialoges zu versperren. Jene die während der Sitzung in der Abgeordnetenkammer und dem Senat am 22. März mit Ja stimmten. Jene die wir nicht gesehen haben, die sich aber vor Sorge anspannten, die sie mit uns teilten, und die jetzt applaudieren und unsere Freude teilen. Unsere Hände sind voll mit euren Händen, und Hände sind wie jeder weiss, die Form die Herzen annehmen wenn sie sich treffen.

Danke Bruder, danke Schwester, danke Compa, danke Bruder, danke Kumpel, danke Ñero, danke Ñera, danke Papa, danke Mama, danke Sohn, danke Tochterm danke Onkel, danke Tante, danke Schwager, danke Cousin, Neffe, Nichte, Patin, Patensohn und Patentochter.

Danke Mexiko. Wir gehen, wirklich.


übs. von Dana
(deren Hände wirklich sehr vor Sorge angespannt waren in den letzten Wochen, und die jetzt gerade nach dem Übersetzen ziemlich feuchte Augen hat. Danke EZLN, danke Comandantes und Comandantas, danke Subcomandante, und danke Menschen von Mexiko die dieses Ereignis möglich machten. Danke, dass ich so viele wunderbare Worte übersetzen durfte. Gute und sichere Rückreise.)

 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/ 
 

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