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Worte der EZLN vor San Lázaro

 

Sieben mal sieben: Worte der EZLN vor San Lázaro

Kommunique vom 22.03.2001
übersetzt von Dana

  Sieben mal sieben: Worte der EZLN vor San Lázaro
Freitag, 22. März 2001

Sieben mal sieben Worte und Gesichter ohne Gesichter der Comandancia vor dem Kongresspalast San Lázaro in Mexico Stadt.

22. März 2001
Brüder und Schwestern von Chiapas, Oaxaca, Puebla, Veracruz, Tlaxcala, Hidalgo, Querétaro, Guanajuato, Michoacán, Staat von Mexico, Morelos, Guerrero, Yucatan, Quintana Roo, Campeche, Tabasco, Tamaulipas, Jalisco, Nayarit, Colima, Sinaloa, Sonora, Northern Baja California, Southern Baja California, Chihuahua, Coahuila, Nuevo Leon, Durango, Zacatecas, Aguascalientes, San Luis Potosí und D.F.

Indigene Brüder und Schwestern:

Brüder und Schwestern aus Mexico Stadt:

Durch unsere Stimme, spricht sieben mal sieben mal die Stimme der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

Wir sind von sehr weit hergekommen. Von sehr weit weg in der Zeit. Von sehr weit weg im Raum. Wir sind von sehr tief unten gekommen. Sehr tief in der Erde. Sehr tief in Geschichte. Wir sind von sehr hoch oben hergeflogen. Sehr hoch in Träumen. Sehr hoch im Morgen.

Wir sind die Farbe der Erde die wir sind.

Wir wurden in der Sprache unserer Allerersten benannt, und die Sprache die uns heute regiert und befiehlt, hat für uns nichts anderes als den Namen von Verachtung und Scham.

Bruder, Schwester:

Wir haben sieben Stimmen mitgebracht, um euch sieben Worte zu bringen.

Sieben mal sieben Gesichter scheinen durch unsere Gesichtslosigkeit.

Du, indigene Frau. Sie haben uns angelogen. Vergessen und Tod sind die einzige Zukunft, die jener der oben ist anbietet. Du trägst drei Lasten und du gebierst drei Rebellionen. Wenn du ein Mädchen bist, wird dein Horizont beschränkt auf die ärmliche Hütte, dem leeren Tisch, dem Feuerholz, dem Fluss für Kleider und Trauer, die Mühle um dem Mais etwas Leben auszuwringen, für ein ärmliches Essen mit deinen kleinen Geschwistern, für die du Mutter bist ohne jemals selbst Kind gewesen sein zu dürfen. Wenn du eine Jugendliche bist, ist dein Horizont erneut die Hütte, der Tisch, das Feuerholz, der Fluss, die Mühle, und deine kleinen Geschwister werden von deinen eigenen Kinder ersetzt. Wenn du alt bist, in einem Alter in dem dein Leben erst beginnen sollte, sind deine Horizonte für immer die Hütte, der Tisch, das Feuerholz, der Fluss, die Mühle. Krankheit wird dich zu dem einzigen Ort führen, der den armen Horizont durchbricht, der dich gefangenhält: das Grab.

Du, indigene Frau, höre was meine Stimme der indigenen Frau dir zu sagen
hat, wenn es Rebellion spricht. Comandanta Yolanda:

Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee - Generalkommandatur der
Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

Indigene Brüder aus dem ganzen Land Mexico.

Indigene Frauen der verschiedenen Gemeinden und Staaten.

Wir rufen euch auf euch zu vereinen und euch zu organisieren, um zusammen für die Verteidigung unserer Rechte, unserer Kultur und unserer Muttersprachen zu kämpfen, denn sie sind unser Reichtum als Indigenas.

Wir indigene Frauen, müssen unsere Teilnahme an dem Kampf verstärken, damit unsere Rechte als Frauen in dem mexicanischen Gesetz niedergeschrieben werden. Nur auf diese Weise, werden wir sichergehen können, dass unsere Lebensbedingungen sich verbessern. Die Organisation und Teilnahme der indigenen Frauen ist der einzige Pfad der uns, den Armen, übrig bleibt.

Wenn wir es nicht selbst tun, wird es niemand für uns tun. Indigene Compa~neras, strengen wir uns an uns zu organisieren und an der Seite unserer Compa~neros zu kämpfen. Ohne unsere Teilnahme als Frauen, kann der Kampf nicht gewonnen werden, und wir als Frauen werden immer marginalisiert und erniedrigt bleiben. Deshalb, Schwester Frau, werden wir an dem Kampf teilnehmen, damit wir Frauen die Rechte haben die wir verdienen.

Demokratie!
Freiheit!
Gerechtigkeit!

Vor dem Regierungspalast von San Lázaro, Bundeskongress.

Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee - Generalkommandatur der
Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

Comandanta Yolanda.
22 März, 2001.
Mexico, D.F.

Du, Frau aus der Stadt. Sie haben uns angelogen. Bedrängung und Verachtung sind die einzige Zukunft, die jener der oben ist anbietet. Du trägst ein tausend Lasten, und du gebierst ein tausend Rebellionen. Sie bedrängen und verachten dich als Mädchen, als Jugendliche, als junge Frau, als Erwachsene, als Alte Frau. Zwischen Bedrängung und Verachtung, wollen sie dir die Rolle eines Schmuckstückes zuweisen, und bauten für dich eine Ecke, die zu bewohnen sie dich zu zwingen versuchen. Sie bedrängen und verachten dich zuhause, in der Schule, in der U-Bahn oder im Bus, auf der Strasse, in der Arbeit, beim Spielen, in deiner Freizeit, im Geschäft.

Sie wollen dich danach bewerten wie du aussiehst, und nicht für das was du bist. Die Macht verwandelt sich dann in das Gesicht des Vaters, des Bruders, des Freundes, des Geliebten, des Ehemannes, des Sohnes, des Arbeitsgefährten, des Vorgesetzten oder Untergebenen, Kampfgefährten, des Anderen, der Mutter, der Schwester, der Freundin, der Compañnera, der Tochter, der Anderen. Der Mann wird dann zum Jäger und die Frau zur Rivalin. Der Kampf vervielfacht sich dann: der Jäger muss verstehen, dass die Gefangene keine Gefangene ist, sondern eine Person. Du bist in der Mehrheit und sie stufen dich als Minderheit ein. Du bist eine Person, und sie stufen dich als Sache ein.

Die Macht, die das Gesicht der Männer zwischen und vor denjenigen die kämpfen annimmt, bietet dir alles an was nötig ist um das Gesicht anzunehmen, das die Macht sich wünscht und verachtet. Sie weist dir die Stelle zu die sie für dich will : der Horizont der Küche, der Mutterschaft, des Schmuckstückes, des Objektes von Lust, Spott und Verachtung, der Vortäuschung deiner Gleichberechtigung.

Du, Frau aus der Stadt, höre was meine Stimme der Frau aus der Stadt dir zu sagen hat, wenn es Rebellion spricht. Comandanta Esther:

Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee - Generalkommandatur der
Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

Brüder und Schwestern:

Wir möchten uns gerne bei allen bedanken die uns auf dem Marsch durch die 12 Staaten begleitet haben.

Danke Brüder, dass ihr uns in den Gemeinden und Städte durch die wir gereist sind empfangen und uns zugehört habt. Danke auch für den Schutz den ihr uns gewährt habt.

Wir rufen alle Schwester Arbeiterinnen, Lehrerinnen, Hausfrauen, Näherinnen, Ärztinnen, Angestellte, Strassenfegerinnen, Lesbierinnen, Künstlerinnen, Strassenverkäuferinnen und ehrliche Journalistinnen. Wir rufen euch auf euch zu organisieren wo auch immer ihr seid, in der Arbeit oder zuhause in den Städten, um die Rechte zu fordern die uns zustehen, und um der Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen, damit ihr bei der Arbeit anerkannt werdet und ein gerechtes Gehalt bekommt. Denn wir werden nur Gerechtigkeit erreichen können, wenn wir vereint und organisiert sind.

Unser Marsch ist nicht der letzte, sondern der Anfang um weiter für unsere Rechte zu kämpfen.

Der lange Pfad muss immer noch befolgt werden, und es wird niemals enden, denn das was wir an einem Tag gewinnen, können wir nicht zurückschreiten, wir müssen weitermachen bis wir das Ende erreicht haben Die Saat ist ausgesät worden, aber sie braucht auch jemanden um sie mit Wasser zu begiessen, damit sie nicht stirbt und damit sie gute Früchte trägt. Sie braucht auch jemanden um sie zu ernten.

Wir können nicht zulassen dass sie eingeht, denn sie muss weiterhin genährt werden. Sie muss weiterhin begossen und umgegraben werden, damit nur die besten und reichsten Früchte geerntet werden.

Dies ist nicht nur die Aufgabe der Zapatisten. Es ist die Verantwortung aller für sie zu sorgen, sie wachsen zu lassen, denn darin liegt die Hoffnung. Sie eingefroren bleiben zu lassen, heisst die Ungerechtigkeit und Ungleichheit weiterhin zuzulassen.

Wir rufen uns auf konzentriert zu bleiben und nicht zurückzublicken, denn wenn unsere Forderung erfüllt wird, müssen wir auf der Hut sein, damit sie nicht eines Tages wieder niedergetrampelt wird.

Demokratie!
Freiheit!
Gerechtigkeit!

Vor dem Regierungspalast von San Lázaro, Bundeskongress.

Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee − Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

Comandanta Esther.

22 März, 2001.
Mexico, D.F.

Du, Landarbeiter. Sie haben uns angelogen. Armut und Verzweiflung sind immer noch die einzige Zukunft die jener der oben ist anbietet. Sie haben das verraten was Gesetz war, und machten den Verrat zum Gesetz. Das Land gehört nicht länger dem der es bearbeitet. Es gehört nun dem der es ausbeutet und zerstört. Das Land das dir gehört wird kümmerlicher, und ihre Magerkeit macht das Land desjenigen fett, der viel Land hat. Für deine Forderungen gibt es lange Reihen von Verfahrensakten. Millionen Ausreden für dein Hunger. Und eine einzige Lüge für deine Forderungen: nicht heute, komm morgen wieder. Und morgen ist nichts anderes als eine Wiederholung der Machtlosigkeit von gestern und heute. Wenn du gearbeitet und etwas verdient hast, wird es nicht dir oder deinen Nachkommen gehören. Der Bankier wird kommen um Papiere zu zeigen, und hinter den Papieren wird alles was du hast verschwinden. Hinter den Papieren wir der Kredit gehen, die Machinen, die Technologie und der Markt. Aber sie werden in die Tasche desjenigen gehen, der die Farbe der Erde nicht einmal kennt.

Du, Landarbeiter. Höre was meine Stimme des Campesinos und kleinen Eigentümern dir zu sagen hat, wenn sie Rebellion spricht. Comandante Bulmaro:

Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee − Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

Brüder und Schwestern:

Ejiditarios, comuneros, Kleineigentümer, Tagelöhner und Migranten im allgemeinen:

Wir, die Landarbeiter die dafür Sorge tragen dass Mutter Erde produziert, haben erfahren was ein Leben von Elend und Ausbeutung ist. Sie haben uns, den armen Campesinos, alle Möglichkeiten einer gerechten und würdigen Entwicklung, die uns als menschliche Wesen zusteht verweigert.

Es ist nicht gerecht, dass wir ständig gezwungen werden landlose Lohnarbeiter auf unserem eigenen Land zu werden, ohne irgendeine Hoffnung unsere Lebensbedingungen zu überwinden.

Es ist nicht gerecht, dass die Regierung uns weiter kontrolliert, und das Gewissen der Campesinos durch zeitlich beschränkte Programme kauft, wie Procampo, Progressa und die vielgelobten Micro-Kredite.

Der Zweck all dieser Krümmel ist es, dass der Campesino still und konform bleibt, um die kollektive Einheit der Arbeiter zu zerstören. Es ist nicht gerecht, dass viele Millionen Campesinos ohne Land gezwungen sind für die grossen landwirtschaftlichen Firmen einiger Weniger zu arbeiten und unsere Arbeitskraft zu verscherbeln.

Es ist nicht gerecht, dass viele Millionen von uns Campesinos, unsere Familien verlassen müssen, um auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen in andere Länder auszuwandern, während eine Handvoll Landbesitzer riesige Landgebiete anhäufen.

Die EZLN ruft euch in euren Ejidos, Gemeinden, Farmen, Barrios und Ortschaften, mehr und besser zu organisieren.

Um zusammen ohne Unterlass gegen das Vergessen und das Verlassen zu kämpfen, und alle verschiedenen Arten der Ungerechtigeit zu verbannen, die viele Milionen von uns Mexicaner erleiden.

Wir Campesinos sind ein wichtiger Teil für den Bau eines neuen Mexicos, in dem alle mexicanischen Männer und Frauen hineinpassen, ungeachtet ihrer Rasse, Hautfarbe oder Sprache.

Ein Mexico in dem Campesinos das Recht haben über ihre eigenen Formen der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Organisation zu entscheiden. Deshalb sagen wir: Nie wieder ein Mexico ohne Campesinos.

Demokratie!
Freiheit!
Gerechtigkeit!

Vor dem Regierungspalast von San Lázaro, Bundeskongress.
Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee − Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.
Comandante Bulmaro.
22 März, 2001.
Mexico, D.F.

Du, Arbeiter aus der Stadt. Sie haben uns angelogen. Ausbeutung und Verzweiflung ist die einzige Zukunft die jener der oben ist anbietet.

Die Regierung, der Arbeitgeber, der Vorarbeiter, die pro-management Gewerkschaften, sind die neuen Herren.

Arbeiter aus der Stadt. Höre was meine Stimme des Arbeiters dir zu sagen hat, wenn sie Rebellion spricht. Comandante Zebedeo:

Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee - Generalkommandatur der
Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

An die nationale und internationale Zivilgesellschaft:

Indigene Brüder und Schwestern:

Diese Delegation der EZLN ist hekommen um euch unsere Worte zu geben. Unser Mexico wird von den Händen einiger Weniger geführt, die das Schicksal des Landesmanipulieren und ihre Einwohner mit betrügerischer Rede darüber beeindrucken ein neues Mexico errichten zu wollen. Während sie ihre geheimen Vereinbarungen machen lenken sie uns ab − die Stadtarbeiter, die Arbeiter, die Hausarbeiter, die Kellner, Ladenbesitzer, Feuerwehrleute, Bauarbeiter, Stauer, Lohnarbeiter, Strassenverkäufer, Fahrer, Behinderte, Rentner, Mechaniker, Maler, Schneider, Strassenfeger, Nachbarn, Gärtner, Telefonisten − mit Reden über Fortschritt, über Entwicklung und endlos viele Versprechen, die immer nur auf dem Papier und in Worten bestehen. Die Arbeiterklasse lebt nicht von Papieren, und sie wird nicht länger von Illusionen oder Versprechen leben. Keine weiteres Verspotten unserer Würde, und keine betrügerische Ablenkungen mehr.

Wieviele Jahre länger sollen wir das noch ertragen? Unsere traurigen Leben sind immer so gewesen, wir werden weinend geboren, wir sterben weinend, und diese Tragödie die wir Tag für Tag erleiden ist nicht natürlich, sie ist das Produkt der neoliberalen Programmen. Die Effekte dieses Megaprojektes kümmern sich nicht im geringsten um die Arbeiterklasse. Man sorgt sich überhaupt nicht um uns, darum wie man dieses Elend in das sie uns gestossen haben lösen soll. Die wachsende Anzahl der Armen ist daher sehr auffällig.

Andererseits gibt es jene, die die Wohltaten geniessen die unser Land anbietet, das im Besitz von Wenigen bleibt. Aber er ist offensichtlich. dass der Föderalismus, nicht als Kollaborateur sondern als nützliches Material, dazu gedient hat, dass die grosse Mehrheit weiterhin auf der Müllhalde bleiben würden. Kurzum liegt der Föderalismus im Bett mit dem Korporativismus, der uns zutiefst mit Todesdrohungen und Arbeitslosigkeit erniedrigt hat. Die Bund Mexicanischer Arbeiter und seine Institutionen. Sie haben das Geld des mexicanischen Staates dafür verwendet um Gewissen zu haben, um auf diese Weise unsere Organisationen zu schwächen, die nach der Gerechtigkeit eines anständigeren Gehaltes streben.

Die Korruption erhob sich. Gefängnise, Morde, klandestine Gefängnisse, Folter, Unterdrückung, Erniedrigung und Ausgrenzung:

Wir müssen diese autoritäre und paternalistische Struktur ändern. Wir müssen Akteure sein, damit die Demokratie Sinn macht indem wir sie angewenden. Demokratie ist nicht eine willkürliche Sache. Demokratie ist Gleichheit, Demokratie ist Gerechtigkeit. Und wenn wir sie errichten wollen, sollten wir nicht mit gekreuzten Armen und offenem Mund auftauchen.

Wir müssen eine treibende Kraft sein, uns selbst besser organisieren. Wir müssen standhaft sein, um eine neue Art zu suchen Politik zu betreiben, und neue Konzepte, die sich wirklich an die allgemeinen Probleme die wir gegenwärtig erfahren richten.

Wir müssen einer Herausforderung begegnen, für sie kämpfen, und kämpfen bis sie erreicht worden ist. Wir werden zusammen kämpfen, ihr mit uns, wir mit euch.

Demokratie!
Freiheit!
Gerechtigkeit!

Vor dem Regierungspalast von San Lázaro, Bundeskongress.
Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee − Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.
Comandante Zebedeo.
22 März, 2001.
Mexico, D.F.

Du, Indigena. Sie haben uns angelogen. Rassismus und Vergessen ist die einzige Zukunft, die jener der oben ist anbietet.
Du, Indigena.
Tenek
Tlahuica
Tlapaneco
Tojolabal
Totonaco.
Triqui.
Tzeltal.
Tzotzil.
Wixaritari.
Yaqui.
Zapoteco.
Zoque.
Maya.
Kumiai.
Mayo.
Mazahua.
Mazateco.
Mixe.
Amuzgo.
Cora.
Cuicateco.
Chinanteco.
Chocholteco.
Chol.
Chontal.
Guarijío.
Huasteco.
Huave.
Kikapú.
Kukapá.
Mame.
Matlatzinca.
Mixteco.
Nahuatl.
Ñahñu.
O’Odham.
Pame.
Popoluca.
Purepecha.
Rarámuri.

Höre was meine Stimme der Farbe der Erde die wir sind dir zu sagen hat, wenn es Rebellion spricht.
Comandante David:

Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee − Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

Indigene Brüder und Schwestern aller Sprachen und Kulturen die wir in unserem ganzen Mexico bewohnen.

Dieser Marsch der indigenen Würde − der im mexicanischen Südosten von der Delegation der CCRI-CG der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung begonnen wurde, zusammen mit den Schritten von Millionen indigener und nicht-indigener Brüder und Schwester aus dem ganzen Land, bis es die Hauptstadt erreichte − ist von Anfang an eine Demonstration an die ganze Nation und der Welt gewesen, dass die Stunde jener ohne Stimme und ohne Gesicht gekommen ist. Es ist nun die Stunde der Marginalisierten und der Vergessenen. Die Stunde aller indigenen Völker.

Wir haben gezeigt dass der Augenblick für uns gekommen ist, unsere Hände, unsere Gedanken und unsere Ideale zu vereinen, und wir haben unsere Forderungen bach Freiheit, nach Gerechtigkeit und nach Respekt zu einer gemacht. Wir haben unsere Stimmen und unsere Schreie von Ya Basta, die jetzt die Erde zittern und die Berge beben und die Grenzen überquert werden liessen, um sich zu treffen, zu einer Stimme gemacht. Und wir haben, alle von uns, einen Pfad gezeichnet, der uns tragen wird bis wir ein gerechteres, würdigeres Leben ohne Rassismus und Diskriminierung erreicht haben werden. Wir werden ihnen nicht erlauben, uns diesen Pfad den wir alle gezeichnet haben, wieder zu versperren. Unsere Schritte werden sich nicht zerstreuen. Unsere Einheit wir nicht gebrochen werden, unsere Stimmen und Schreien werden jetzt niemals verstummt werden. Wir werden es nicht erlauben, dass Egoismus, Division, Eigensucht und Konkurrenz in unseren Köpfen und Herzen regieren.

Indigene Brüder und Schwester aus dem ganzen Land:

Die Generalkommandatur der EZLN ruft euch zur Einheit auf, euch zu organisieren und euch in eure Städten, Gemeinden und Staaten mobilisiert, um zu fordern dass die Bundesregierung und die Legislatoren des Bundeskongresses, die indigene Rechte und Kultur gemäss dem Cocopa Gesetzesvorschlag der die Essenz der San Andres Vereinbarungen erfasst, in der mexicanischen Verfassung anerkannt wird. Eure Forderungen auf alle Arten weiter beizubehalten, bis die drei Signale die verlangt wuden vollständig erfüllt worden sind. Nur auf diese Weise wird der Dialog wiederaufgenommen werden können, um sich mit den immer noch nicht gelösten Problemen zu befassen. Alle zusammen, einen ernsthaften, echten und respektvollen Dialog zu fordern, und die Bundesregierung dazu zu bringen die Vereinbarungen zu erfüllen die in den Verhandlungen geschlossen wurden, bis ein Frieden mit Gerechtigkeit und Würde erreicht ist.

Demokratie!
Freiheit!
Gerechtigkeit!

Vor dem Regierungspalast von San Lázaro, Bundeskongress.
Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee - Generalkommandatur der
Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.
Comandante David.
22 März, 2001.
Mexico, D.F.
March 22, 2001.
Mexico, D.F.

Du, Lehrer, Student, Nachbar, junger Bruder, Arbeitsloser, Berufstätiger, Sexarbeiter, Sexarbeiterin, religiöse Person, Homosexueller, Lesbierin, Transsexueller, Künstlerin, Intellektueller, Militanter, Aktivistin − sie haben uns angelogen. Zynismus und Bitterkeit sind immer noch die einzige Zukunft die jener der oben ist anbietet.

Normalität ist der Gefängnis des Alltages. Gehorchen heisst Erwachsenwerden, Erfolg heisst sich dessen zu schämen was man ist. Unsere Häuser häufen sich in den Ecken der Städe zusammen. Leben heisst um kaum einen Mundvoll kämpfen, um ein Bissen Licht, um Nahrung um Wasser, um einen würdigen Dach. Schulen werden zu Gefängnissen gemacht, wo der Gefängniswärter manchmal das Gesicht eines Lehrers trägt, und manchmal das eines Studenten. Die Strasse ist nur der Vorraum zum Gefängnis, das Krankenhaus oder der Tod für den Bruder, der die Strasse zu Schule, Haus, und Grab macht. Die heuchlerische Normalität desjenigen der Macht ist, verwandelt sexuelle Orientierung in ein Verbrechen, und der Mann der einen Mann liebt, die Frau die eine Frau liebt, der Andere der mit dem Anderen Liebe aufbaut, werden als Kriminelle verfolgt. Liebe ist nun ein Verbrechen. Wer sich in seinem Geschäft auskennt wird nicht eingestellt oder verliert seine Arbeit. Wer von seinem Körper lebt wird im Licht verfolgt und im Dunklen aufgesucht. Wer an einem Gott mit dem Gesicht von einem der unten leidet glaubt, wird weggesperrt, während derjenige der nur Glaubensbekenntnissen und Überzeugungen Liebe schuldet durch die Strassen wandeln. Wer Kunst kreiert wird gezwungen Ware zu schaffen, und wer denkt, muss Ware denken und nicht Gedanken. Wer Politik zu einem echten Dienst an den Anderen macht und zu einen Raum für Kampf und ständiger Veränderung, wird gezwungen seinem Gewissen einen Preis aufzusetzen und seine Überzeugungen zu verkaufen.

Du, Lehrer, Student, Nachbar, junger Bruder, Arbeitsloser, Berufstätiger, Sexarbeiter, Sexarbeiterin, religiöse Person, Homosexueller, Lesbierin, Transsexueller, Künstlerin, Intellektueller, Militanter, Aktivistin. Höre was meine Stimme der sieben Gesichter dir zu sagen hat, wenn sie Rebellion spricht. Comandante Tacho.

Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee − Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.

Menschen von Mexico:

Brüder und Schwestern der ganzen Zivilgesellschaft:

Señora: Wir kamen her um in diesem grössten aller Häuser zu sein, und wir sehen dass ihre Grundmauern fest in dem Gebäude verankert sind, und dass nichts sie nun zerstören kann. Mit grossen Fenstern um hinauszublicken und die Schwellen des Hauses zu sehen. Es ist aus solidem und widerstandsfähigen Material erbaut. Das Haus ist das grösste und meistbewundertste. Es ist das höchste Gebäude, und sein Bau ist immer noch nicht vollendet. Aber wir wollen sagen, dass sich dieser Bau dort in Asien, in Afrika, und auch auf dem Asiatischen Kontinent und Europa befindet. Ganz America bewundert dich, aus alle diese Kontinente kamen sie um dich zu betrachten und dich bei diesem Bau zu begleiten, denn sie glauben, dass kein Sturm dich zerstören kann, weder die grössten Stürme, noch irgendein Erdbeben. Sie bewundern dich, weil die Erbauer, die Architekten, die Weisen sind, die Ältesten die ihr Wissen seit den entferntesten Zeiten nicht vergessen haben.

Brüder und Schwestern der nationalen und internationalen Zivilgesellschaft. Heute wenden wir uns an euch alle um euch zu sagen, dass wir alle zusammen − vor und während dieser 7 Jahre des Kampfes um Würde − unser Recht ein gerechteres und menschlicheres Leben zu führen erbaut haben.

Während unseres ganzen Marsches der indigenen Würde, fühlten wir, dass wir alle zusammen diejenigen waren, die den Pfad der Hoffnung für die Menschen von Mexico und der ganzen Welt erbauen. Deshalb, Brüder und Schwestern der nationalen und internationalen Zivilgesellschaft, müssen wir als gute Erbauer weiterbauen, zusammen, Lehrer, junge Stundenten, Intellektuelle aus Mexico und der Welt, professionelle Künstler, ehrliche religiöse Personen, Historiker, Forscher, Angestellte, Akademiker, Ansager, Ärzte, Krankenschwester, Telefonisten, Ingenieure, Architekten, Anwälte, ehrliche Abgeordnete und Senatoren, ehrliche Journalisten, Astronomen, Piloten aus Mexico und der ganzen Welt, und alle Berufe.

Brüder und Schwestern aus Mexico und der Welt, die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung bittet euch weiter grosszügig zu sein in dem Kampf der Menschen von Mexico und der Welt. Euch weiterhin zu organisieren und euch von wo aus ihr auch immer seid daran zu beteiligen, dass wir alle zusammen eine neue Gesellschaft und eine neue Art aufbauen in unserem Land und der ganzen Welt Politik zu machen. Wir sind sicher, dass es für die Menschen von Mexico und der Welt wichtig ist die Erbauer dieses Ortes zu sein der uns allen gehört, um zusammen, mit Opfern die neue Geschichte zu schmieden, zu schreiben, die niemals ausgelöscht werden wird. Diese Generation wird eines Tages sterben, aber die Geschichte die niemals wieder ausgelöscht werden wird, ist und wird das Erbe jener sein, die den Samen neuen Lebens aussäten, das in der Zukunft, an die sich in der Zukunft alle Menschen von Mexico und der Welt erinnern werden, denen wir unsere besten Gedanken und unsere beste Intelligenz gewidment haben, für das Wohl aller Menschen von Mexico und der Welt.

Demokratie!
Freiheit!
Gerechtigkeit!

Vor dem Regierungspalast von San Lázaro, Bundeskongress.
Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee - Generalkommandatur der
Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.
Comandante Tacho.
22 März, 2001.
Mexico, D.F.

March 22, 2001.
Mexico, D.F.
Brüder und Schwestern der Republik!
Brüder und Schwestern von Mexico Stadt:

Sieben mal sieben mal haben wir euch das Wort gegeben. Sieben mal sieben mal
seid ihr mit uns. Wir mit euch, kämpfend für...

Demokratie!
Freiheit!
Gerechtigkeit!

Aus der Strasse Emiliano Zapata

Das Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee − Generalkommandatur der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung.
Mexico, März 2001

 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/ 
 

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