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Präsident Fox mißbilligt Teilnahme des Internat. Roten Kreuzes

Kommunique vom 20.02.2001
übersetzt von Direkte Solidarität mit Chiapas

  Kommuniqué des Klandestinen Revolutionären Indigenen Komitees
Generalkommandantur der EZLN

Mexiko, 20 Februar 2001

An das mexikanische Volk
An die Völker und Regierungen der ganzen Welt:
Brüder und Schwestern

Die EZLN gibt folgendes bekannt:

1. Heute um 15: 30 Uhr trafen sich Delegierte des Internationalen Roten Kreuzes IKRK mit Repräsentanten der Generalkomandatur der EZLN, um ihnen folgendes mitzuteilen:

A) Dass das IKRK mit Sitz in Genf sich einverstanden erklärte, die zapatistische Delegation auf ihrer Reise nach Mexiko Stadt zu begleiten, anlässlich derer der Dialog mit den Abgeordneten des Bundesparlamentes stattfinden wird. Das IKRK betonte jedoch, dass sie dafür noch die Zustimmung der mexikanischen Regierung benötigten, um diese Begleitarbeit machen zu können.

B) Wenige Minuten später informierte das IKRK die EZLN, dass die mexikanische Regierung die Teilnahme des IKRK an der Reise für den Dialog missbilligt und das IKRK somit nichts machen könne.

2. Mit dieser Haltung macht die Regierung von Vicente Fox einen Kehrtwendung um 180 Grad in ihrer Politik bezüglich Chiapas. Einer friedlichen Initiative des Dialogs mit dem Bundesparlament stellt Herr Fox Hindernisse in den Weg, welche zu einem definitiven Ende des erst beginnenden Friedensprozesses führen könnten.

3. Auch ohne den Schutz des IKRK wird die Delegation der EZLN ihre Reise nach Mexiko Stadt realisieren.

4. Von nun an erklären wir Herrn Fox und seine Kabinettsmitglieder für jegliche Zwischenfälle verantwortlich, die auf dieser Reise geschehen könnten.

5. Mit der Weigerung, das IKRK als Schutz der zapatistischen Delegation zuzulassen, lässt Herr Fox den Weg frei für all jene − von der Partei der Nationalen Akton über die Wirtschaftsführer und den hohen katholischen Klerus bis zur mexikanischen Regierung selber -, die auf verschiedene Weise unserer Delegierten bedroht haben, falls die Reise durchgeführt werde.

6. Mit der Blockierung der Beteiligung des IKRK will Herr Fox die EZLN unter Druck setzen, damit sie über die Sicherheit der Reise verhandle, und somit ein Kontakt zwischen der EZLN und seiner Regierung zustande kommt. Das Ziel ist klar: Drohgebärden um Konzessionen zu erreichen, die Fox dann zur Stärkung seiner Werbekampagne einsetzen kann.

7. Die EZLN wiederholt: Es wird keine Verhandlungen mit der Regierung geben, bis die drei von ihr geforderten Friedenssignale erfüllt sind. Dafür wird die zapatistische Delegation einen Dialog führen mit den Parlamentsabgeordneten sowie mit den Indigenen und mit der Zivilgesellschaft des ganzen Landes.

8. Die EZLN ruft die nationale und internationale Zivilgesellschaft sowie an das Bundesparlament auf, gegen die Engstirnikeit der Regierung zu protestieren und sich mit dem Ziel zu organisieren, die Sicherheit der zapatistischen Delegation zu gewährleisten.

Allen indigenen Völker und der Zivilgesellschaft der Bundesstaaten Chiapas, Oaxaca, Puebla, Veracruz, Hidalgo, Querétaro, Guanajuato, Michoacán, Estado de México, Morelos, Guerrero und der Hauptstadt sagen wir: Wir werden mit euch sein, nichts kann uns aufhalten.

Demokratie!
Freiheit!
Gerechtigkeit!


Aus den Bergen des mexikanischen Südostens
Für das »Klandestine Revolutionäre Indigene Komitee« der EZLN
Subcomandante Insurgente Marcos


Übersetzung:
Direkte Solidarität mit Chiapas, Postfach 8616, 8036 Zürich. Tel./Fax 01
400 45 69. soldircc AT chiapas PUNKT ch , http://www.chiapas.ch , Presseerklärung, Zürich, 21.2.2001

 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/ 
 

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