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Brief an die Cybernauten

Kommunique vom 27.01.2001
übersetzt von Dana

  Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung,
Mexiko. 27. Januar 2001.

Brüder und Schwestern Cybernauten:

Die EZLN erhob sich am 1. Januar 1994 in Waffen, um neben anderen Dingen, Respekt und Anerkennung für die indigene Völker Mexikos zu fordern. Am 12. Januar 1994, stellten die Zapatisten, den Stimmen der nationalen und internationalen Zivilgesellschaft gehorchend, die bewaffneten Handlungen ein und traten in ein Prozess des Dialoges, um eine Lösung ihrer Forderungen durch Verhandeln zu suchen. Nach 2 Jahre, im Februar 1996, unterzeichneten die EZLN und die mexikanische Regierung die ersten Vereinbarungen von San Andres (so benannt nach dem Ort der Verhandlungen, San Andrés Sakamch’en de Los Pobres, eine Tzotzil Gemeinde im Los Altos von Chiapas). Diese ersten Vereinbarungen betrafen die indigene Rechte und Kultur. Die mexikanische Regierung verpflichtete sich, unter anderem, die Rechte und Kulturen den indigenen Völker von Mexiko konstitutionell anzuerkennen. Als Antwort auf die Weigerung der Regierung, ihr Wort zu ehren, entwarf eine Gruppe mexikanischer Legislatoren der Kommission für Versöhnung und Frieden (COCOPA) in 1996 einen Gesetzesvorschlag, der seitdem als das "Cocopa Gesetz" bezeichnet wird. Bis zum Ende des Endes der Administration von Ernesto Zedillo Ponce de León, hat sich die Regierung geweigert die Vereinbarungen zu erfüllen, und die EZLN hielt den Dialog in der Schwebe.

Als die Regierung von Vicente Fox ihr Amt antrat, und er die Erfüllung der schwebenden Vereinbarungen und eine Lösung des Konfliktes durch Verhandeln anbot, antwortete die EZLN und demonstrierte ihre Bereitschaft den Pfad des Friedens zu gehen, und erklärte, dass sie einen ernsthaften, respektvollen und echten Dialog forderte. Die EZLN ersuchte die Fox-Regierung um 3. Signale, die aufzeigen sollten, dass die Regierung an Dialog und Verhandlungen ernsthaft interessiert ist.

Durch diese drei Signale, erwartete die EZLN eine Antwort auf drei Fragen, die für den Erfolg des Friedensprozesses von grundlegender Bedeutung sind:

Hat Herr Fox den Oberbefehl über die Bundesarmee, und ist er bereit den militärischen Weg als eine Lösung des Konfliktes aufzugeben ?

Erkennt die Regierung an, dass die Zapatisten soziale Kämpfer sind und keine Kriminellen?

Und, wird es keine Wiederholung der langen Geschichte von Erniedrigung, Verachtung und Rassismus gegen die mexikanischen Indigenas geben? Bis zu diesem Augenblick hat die Fox-Regierung geantwortet, dass sie bereit ist und nicht bereit ist den militärischen Weg aufzugeben, oder dass sie mehr oder weniger bereit ist.

Dies ist so, weil sie lediglich 4 der 7 Militaer-Positionen die gefordert wurden geräumt hat, und die Räumung der übrigen drei an Bedingungen geknüpft hat. Hinsichtlich der zapatistischen Gefangenen, wurden nur 19 von mehr als 100, die sich in den Staatsgefängnissen befinden freigelassen. Sie werden weiterhin als Geiseln benutzt, und ihre fortdauernde Gefangenschaft bedeutet, dass die Regierung weiterhin erwägt, die polizeiliche oder militärische Option zu benutzen. Hinsichtlich der konstitutionellen Anerkennung der indigenen Rechte und Kultur, liegt das sogenannte "Cocopa-Gesetz" bereits dem Bundeskongress vor. Um dessen Bewilligung zu gewährleisten, hat die EZLN entschieden, eine Delegation nach Mexico City zu entsenden, um mit den Bundeslegislatoren in einen Dialog zu treten.

Fox’ Regierung hat zu einer Werbestrategie gegriffen um sich ein Image als Friedensstifter aufzubauen und das Bild einer unnachgiebigen EZLN zu projektieren, indem sie mit ihrer Furcht darüber argumentieren, dass wenn die Zapatisten sähen dass ihre Signale erfüllt werden, sie noch mehr verlangen würden, um den Konflikt hinauszuzögern. Die Zapatisten halten in der Tat ihr Wort. Wenn sie nur um diese drei Signale ersucht haben, werden sie keine zusätzliche hinzufügen. Sobald diese erfüllt sind, werden sie sich zum Dialog hinsetzen.

Was den Zapatista Marsch nach Mexico City betrifft, wollten die Mächtigen des Landes (der hohe Klerus, die politische Klasse, Geschäftsleute und die Armee) die Diskussion mit Trivialitäten ersetzen: zum Beispiel betreffs Masken und Waffen. Die Skimasken betreffend hat die EZLN klar gestellt dass sie Teil ihres Zapatista-Seins sind, und dass sie mit ihnen gehen werden. Hinsichtlich der Waffen hat die EZLN wieder und wieder gesagt, dass sie das Gesetz für Dialog respektiert, und das die Reise unbewaffnet unternommen werden wird.

Von einigen Sektoren der Regierung wird gedroht, dass die Zapatisten verhaftet werden, weil das Dialog-Gesetz sie nur in Chiapas beschütze. Das ist falsch. Das Gesetz erlaubt es durch das ganze nationale Gebiet zu reisen, und der Zapatista-Marsch ist daher legitim und gesetzlich. Es gibt keine gesetzliche Argumente gegen ihn.

Die EZLN hat in ihrem letzten Kommunique wiederholt, dass sie nach Mexico City gehen wird, um mit dem Bundeskongress in ein Dialog zu treten, und dass sie unterwegs mit der Zivilgesellschaft in Dialog treten würde, in erster Linie mit den indigenen Völker und dem Nationalen Indigenen Kongress, und dass ihr Ziel die konstitutionelle Anerkennung der indigenen Rechte und Kultur ist. Hinsichtlich der militärischen Positionen, die immer noch abgezogen werden müssen, hat die EZLN klargemacht, dass ihre Räumung die militärische Kapazität der Bundesarmee in keinster Weise beeinflussen würde. Es gibt keine Zivilbevölkerung irgendeiner Art die fordert dass die Regierungstruppen an diesen Orte bleiben.

Und die Anzahl ist 7 weil es für die Zapatisten eine symbolische Zahl ist. Die EZLN wird keinen Kontakt zu der Regierung aufnehmen bis die Signale erfüllt wurden, weil sie nicht will, dass der Dialog erneut eine Täuschung ist. Die Zapatisten wollen, dass der Dialog stattfindet und erfolgreich ist, damit auf diese Weise der Krieg und die Ursachen die zu ihm, führten ein Ende finden, und um in der Lage zu sein sich an der Politik wie alle anderen mexikanischen Bürger zu beteiligen.

Vale. Salud und mögen jene, die Geschichte machen endlich ein Platz in ihr finden.

Aus den Bergen des mexikanischen Südostens.
Subcomandante Insurgente Marcos.
Mexiko, Januar 2001.

 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/ 
 

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