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Zentralamerika-Ausstellung auf der Expo:

 

“Kritik im Kern nach wie vor aktuell”?

Zapapres-Import vom 05.04.2000
Bärbel Röben

  "Der Pavillon wird, beurteilt nach der mir vorliegenden Konzeption, eine Mischung aus Kitsch und Klischees, würdiger fürs Disneyland als für eine ernste, objektive Ausstellung", kritisierte David Hernandez, Journalist und Schriftsteller aus El Salvador im Dezember 1999 den Zentralamerikanischen Pavillon auf der Expo 2000 (®Link zu Hernandez-Aufsatz). Diese Kritik habe "wie ein Erdbeben eingeschlagen" und sei "im Kern nach wie vor aktuell", heißt es auf Nachfrage von xposition aus dem Büro von Expo-Watch, das in etwa zwei Wochen eine neue Bestandsaufnahme von Hernandez veröffentlichen will. In einer Pressemitteilung der Expo GmbH "Frühjahr 2000" heißt es: "Die zentralamerikanischen Staaten werden unter anderem das Thema Umwelttourismus behandeln." Und diese Zielgruppe scheint auf ihre Kosten zu kommen, liest man die aktuelle Konzeptbeschreibung: "Durch den Ozean und dann die Wurzeln eines mächtigen Baumes gelangen die Besucherinnen und Besucher in den Urwald mit vielen unbekannten Tieren und Planzen ("Selva y Ocèano" ). Der Weg führt mit einer Seilbahn an den Wipfeln des Regenwaldes vorbei zu einer Maya Pyramide ("Pueblo")." Weiter gehe es über einen "Markt mit Kaffee, Papayas und Zigarrendrehern zu einem Arzt für Naturheilkunde, der gemeinsam mit pharmazeutischen Unternehmen neue Medikamente entwickelt" ("Puente del Mundo"). Ob bei so viel Exotik die Botschaft der zentralamerikanischen Länder, ihre Fortschritte bei der Förderung von Nachhaltigkeit zu zeigen, noch rüberkommt?

Besonders die Maya Pyramide ist auf heftige Kritik gestoßen. Hernandez warf den Expo- Gestaltern "mangelnde Wertschätzung der anderen indigenen Völker" vor. Nach Auskunft von Peter Conze (Expo-Büro der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, GTZ) hatte bereits Panama vor einem Jahr auf diese einseitige Darstellung der Indigenas hingewiesen. Pavillondirektorin Enid Chaverri, die selbst aus Costa Rica stammt, meint, der Entwurf stamme von deutschen Architekten, die zunächst an die Maya dachten. Sie wolle aber auf jeden Fall den "falschen Eindruck vermeiden", dass es in Zentralamerika nur Maya gebe. In der Pyramide sei "Platz für alle Völker" und das solle sich im Exponat und im Namen ausdrücken. Conze berichtet, dass die Berliner Arthesia GmbH, die für die Gestaltung verantwortlich sei, die Pyramide bereits so umgearbeitet habe, dass Ornamente der verschiedenen indigenen Völker in einem Fries dargestellt würden. Zur Kritik Hernandez’, die Verursacher der Regenwaldabholzung (amerikanische und japanische Papierindustrie) blieben unerwähnt, erklärt Conze, "Hauptziel der Expo ist es nicht, die Ursachen zu zeigen, sondern zukunftsgerichtete Lösungen." So würden auch Projekte zum Ressourcenschutz vorgestellt. Inwieweit bei den Projektbeschreibungen Ursachen genannt würden, wisse er nicht. Die Texte lägen noch nicht vor. Pavillondirektorin Chaverri verspricht: "Wir zeigen, wie wir mit natürlichen Katastrophen wie Vulkanausbrüchen leben und uns davor schützen. Wir zeigen, was wir falsch gemacht haben und wie wir die ökologischen Probleme lösen wollen."

Inzwischen wurde die für Zentralamerika vorgesehene Ausstellungsfläche in Halle 21 von 1.500 auf 1.200 Quadratmeter verkleinert. Nach Panama hat sich nun auch Belize aus der Gemeinschaftspräsentation zurückgezogen. "Wegen finanzieller Probleme", erklärt Chaverri. Man versuche aber, das Geld doch noch zusammenzubekommen. Ursprünglich wollten Belize, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama gemeinsam die drei Themen "Selva y Ocèano" ("Urwald und Ozean"), "Pueblo"("Volk" übersetzt die Expo, gemeint ist aber wohl das "Dorf") und "Puente del Mundo" ("Brücke zur Welt") zeigen. Das letzte Thema war vor allem auf den Panama-Kanal gemünzt. Das mittelamerikanische Land scherte aber bereits im vergangenen Jahr aus der Präsentationgemeinschaft aus, um sich wie in Lissabon in einer eigenen Ausstellung darzustellen. Zum Stand des Konzeptes heißt es Anfang April auf der Homepage der Expo GmbH:"Panama hat seine Teilnahme zugesagt. Konkrete Pläne liegen noch nicht vor.


Quelle: Zapapres
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