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Ein Jahr nach dem Überfall auf Viejo Velasco

Mexiko-Koordination vom 12.11.2007

 
Pressemitteilung der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko zur Jährung des Überfalls auf Viejo Velasco und der Inhaftierung von Diego Arcos Meneses

Stuttgart, 12. November 2007 − Ein Jahr nach dem Überfall auf Viejo Velasco am 13. November 2006 sitzt der Ch’ol-Indígena Diego Arcos Meneses immer noch zu Unrecht in Haft. Ihm wird vorgeworfen, vier BewohnerInnen der Gemeinde umgebracht zu haben. Er war jedoch zur Tatzeit nicht am Ort. Die tatsächlichen Verantwortlichen sind immer noch nicht zur Rechenschaft gezogen worden.

Am 13. November 2006 griffen 300 schwer bewaffnete Personen das Dorf Viejo Velasco im Bezirk Ocosingo (Chiapas) an, unter ihnen Angehörige der lokalen Polizeieinheit Policía Sectorial und Bewohner der Gemeinde Nueva Palestina. Resultat der gewaltsamen Auseinandersetzungen waren vier Tote und vier Verschwundene.

Diego Arcos Meneses, Katechist und Gesundheitsbeauftragter der Nachbargemeinde Nueva Tila, ging am Tag nach dem Überfall nach Viejo Velasco, um Erste Hilfe zu leisten und sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Dort angekommen, wurde er von anwesenden Polizisten gezwungen, eine der Leichen zu einem Polizeihubschrauber zu tragen. Zudem befahl man ihm, auf die Polizeistation mitzukommen, wo er gefoltert wurde, um ihn zu zwingen ein falsches Geständnis zu unterschreiben, was er verweigerte. Diego Arcos sitzt seitdem zu Unrecht in Haft. Es gibt Zeugenaussagen, dass er am 13. November 2006 in Nuevo Tila und nicht in Viejo Valesco war.

Die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko setzt sich seit mehreren Monaten für die Aufklärung des Überfalls auf Viejo Velasco und die Freilassung von Diego Arcos Meneses ein. Im April und Mai dieses Jahres wurden über 750 Unterschriften für seine Freilassung gesammelt, die im Juli der mexikanischen Botschaft in Berlin übergeben wurden. Des weiteren wurden Abgeordnete des Deutschen Bundestages und des Europaparlaments über den Fall informiert.

In den vergangenen Wochen hat die Deutsche Menschenrechtskoordination eine Postkartenaktion zur Freilassung von Diego Arcos gestartet. Die Postkarte, die in mehreren Zeitschriften als Beilage verteilt wurde, richtet sich über die mexikanische Botschaft in Deutschland an den Präsidenten Mexikos, Felipe Calderón Hinojosa. Auf ihr werden die Freilassung von Diego Arcos sowie die Aufklärung des Überfalls auf Viejo Velasco gefordert. In diesen Tagen, da sich der Angriff auf Viejo Velasco und die Verhaftung von Diego Arcos Meneses zum ersten Mal jährt, halten wir diese Forderungen aufrecht und bedauern, dass die mexikanische Justiz keine Bemühungen zur unabhängigen Aufklärung des Vorfalls erkennen lässt. Die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko begrüßt auch den Aufruf verschiedener chiapanekischer Organisationen, in Gedenken an die Opfer und für die Freilassung von Diego Arcos eine Gedenkveranstaltung am ersten Jahrestag des Überfalls durchzuführen.

 Quelle:  
  http://www.mexiko-koordination.de/ 
 

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