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Chiapas-Regierung fordert Untersuchung der OPDDIC an

La Jornada vom 29.11.2007
von Ángeles Mariscal und Elio Henríquez
übersetzt von Dana

 
Die Regierung von Chiapas fordert Untersuchung der OPDDIC an.
Die Organisation wird beschuldigt eine PRIistische paramilitärische Gruppe zu sein mit Verbindungen zu internationalen Interessen
PGR und CNDH sollen Nachforschungen übernehmen, fordert Sabines Guerrero

Tuxtla Gutiérrez, Chiapas, 28. November. Die Regierung von Chiapas ersuchte um die Intervention der Generalstaatsanwaltschaft der Republik (PGR) und der Nationalen Kommission der Menschenrechte (CNDH) um eine gründliche Untersuchung der Organisation zur Verteidigung der Indigenen und Campesino Gemeinden [sic!] (OPDDIC), vorzunehmen. Grund dafür lieferte eine ganze Reihe öffentlicher Denuncias über deren Aktivitäten, ihren finanziellen Quellen und Sponsoren, ihren Interessen und Zielen in Chiapas, und insbesondere über die Todesdrohungen gegen den Autonomen Gemeinderat von San Andrés sowie Aggressionen in den Bezirken Chilón und Tumbalá.

Zu diesem Thema bemerkte der Gouverneur Juan Sabines Guerrero, "der Respekt für die Menschenrechte und die Bekämpfung aller Arten von Ungerechtigkeiten, insbesondere gegen die Armen, ist eine Priorität dieser Regierung".

Er erklärte das Justizministerium angewiesen zu haben "Untersuchungen einzuleiten, zu den Fällen von Leonardo Navarro Jiménez und Juan Navarro Jiménez, die im Fall von Chilón betroffen sind; sowie Manuel Jiménez Álvaro, Jerónimo Morales Álvaro, Manuel Méndez Silvano, Manuel Hernández und Miguel Pérez Álvaro, die im Bezirk von Tumbalá angegriffen worden sind".

In einem Pressekommunique gab die Regierung bekannt, dass der Beschluss aufgrund der vielen Denuncias gegen die OPDDIC ergriffen worden sei, die in den Medien publiziert worden sind, ganz besondern "auf den Seiten der La Jornada".

Nach Informationen der Junta der Guten Regierung (JBG) "Herz des Regenbogens der Hoffnung" fanden die jüngsten Aggressionen durch Mitglieder der PRI-istischen OPDDIC gegen zapatistische Unterstützungsbasen am Samstag, den
24. Oktober 2007, im autonomen Bezirk Olga Isabel statt (offizieller Bezirk Tumbalá). Hier soll gegen 11 Uhr Vormittags, "eine Gruppe von 80 OPDDIC Mitglieder auf gewaltsame Weise" in das Dorf Bolon Ajaw eingedrungen sein. Sie waren mit Schusswaffen, Macheten und Knüppeln bewaffnet; "20 Personen trugen Pistolen Kaliber 22 und 38; sechs weitere trugen Flinten, und die übrigen hatten Knüppeln und Macheten", heißt es weiter.

Im Dorf selbst "trafen sie lediglich Frauen und Kinder an, sowie einen Compañero Gersundheitspromotor namens Manuel Hernandéz". Dieser sei "ergriffen und brutal mit Knüppeln am ganzen Körper geschlagen, bis er bewusstlos wurde".

Danach "sagten sie zu ihm, dass (die Zapatisten) den Ort sofort mit seiner Gruppe verlassen sollten, ansonsten würden sie alle sterben, und dann verließen sie den Ort".

Das Dorf Bolon Ajaw hat eine Fläche von 339 Hektar und liegt auf Land "das im Jahre 2001 von zapatistischen Unterstützungsbasen befreit worden ist". Gegenwärtig wird es von etwa 41 Familien bewohnt, die insgesamt 200 Einwohner zählen, einschließlich Erwachsene und Kinder. Es befindet sich im Ejido Agua Azul, wo sich auch die gleichnamigen Wasserfälle befinden, die von den Mitgliedern dieser Gruppierung touristisch genutzt werden.

Die OPDDIC wird von Menschenrechts-NGO und EZLN Unterstützungsbasis als eine paramilitärische Gruppe bezeichnet, die sich seit dem Jahr 2000 über das gesamte Territorium ausgebreitet hat, in dem früher die Antizapatistische Revolutionäre Indigene Bewegung (MIRA), die Los Chinchulines und Paz y Justicia operierten.

Derzeit führt die OPDDIC 68 landwirtschaftliche Prozesse, um zapatistischen Gemeinden ihre Landgebiete wegzunehmen, sowohl in der Zone von Las Cañadas, als auch in den Bezirken Chilón, Tumbalá, Sitalá, Tila, Sabanilla und Palenque.

Die Gruppe wurde von dem ehemaligen Lokal- und Bundesabgeordneten der PRI, Pedro Chulín Jiménez ins Leben gerufen, der auch Begründer der paramilitärischen Gruppe MIRA gewesen ist, und die gewaltsame Räumung der autonomen zapatistischen Bezirke in der Zone von Las Cañadas zwischen 1997 und 1998 betrieben hat.

Nach der Konfrontation um das Dorf Viejo Velasco Suárez in der Zone von Las Cañadas, in November 2006, erweiterte die OPDDIC ihre Aktionen, um Dutzende Zapatistische Gemeinden ihre Gebiete zu entreißen.

Wie vom Zentrum für Politische Analyse und Soziale und Wirtschaftliche Forschungen (CAPISE) dokumentiert, wird die OPDDIC beim Raub der zapatistischen Gebiete von einem staatlichen Notar unterstützt, sowie von einem Justizbeamten des Landwirtschaftlichen Gerichts und einem Staatsbeamten und Gewerkschaftsführer der Behörde für Landwirtschaftliche Reform, die ebenfalls an der Auflösung des zapatistischen autonomen Bezirks Tierra y Libertad, in April 1998 beteiligt waren.

Im Kontext dieser Enteignungsaktionen im Januar dieses Jahres, richtete die OPDDIC einen offenen Brief an Subcomandante Marcos, in dem sie ihn aufforderten, den Unterstützungsbasen der EZLN zu befehlen, die 43 Hektar Land des Ejido San Antonio El Porvenir in Ocosingo zu verlassen.

In diesem Brief warnt die paramilitärische Gruppe die Indigenas ansonsten "persönlich, mit Gewalt zu vertreiben".

Das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de las Casas und die Organisation Maderas del Sureste beschuldigen die OPDDIC sich benutzten zu lassen, um Landgebiete frei zu räumen , an denen internationale Konzerne interessiert sind.

Sie denunzierten, dass die OPDDIC ein "Akteur mit Verbindungen zur Politik und paramilitärischen Aktionen, die in Chiapas und in der Selva zwischen 1995-1999 stattgefunden haben, − die unter der letzten Staats- und Bundesregierung weder bestraft noch entwaffnet worden sind − und gegenwärtig dabei sind sich geopolitisch rund um die Selva Lacandona zu positionieren".

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/2007/11/29/index.php?section=politica&article=017n1pol 
 

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