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Zwei willkürlich verhaftete Tzeltal Indigenas nach Folter freigelassen

 

Pressebulletin 03

Denuncia von Fray Bartolomé vom 08.02.2008

  Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas, AC

San Cristóbal de las Casas, Chiapas,
08. Februar 2008

Pressebulletin 03

Zwei Tzeltal Indigenas nach Folter freigelassen

Nach einer Woche willkürlicher Haft wurden die EZLN Unterstützungsbasen unter Nachwirkungen der Folter freigelassen.

Nachdem das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas, A.C., die Internationale Zivile Kommission zur Beobachtung der Menschenrechte (CCIODH), das Zentrum für Politische Analyse und Soziale und Wirtschaftlichen Forschungen A.C (CAPISE), die Junta der Guten Regierung des Caracol 4 von Morelia und verschiedene Kommunikationsmedien die Denuncia über die willkürliche Festnahme und Folterung der Tzeltal Indigenas Eliseo Silvano Jiménez und Eliseo Silvano Espinosa, Vater und Sohn bekannt gemacht haben, sind die Verhafteten nun von den Gefängnisbehörden in die Freiheit entlassen worden.

Die zwei Indigenas, die eine Woche lang im Zentrum für Soziale Wiedereingliederung (CERESO) von Playas de Catazaja inhaftiert waren, weisen noch Spuren der Folterung auf, die sie durch Elemente der Staatlichen Straßenpolizei (PEC) erlitten haben.

Die Freilassung der zwei Tzeltal Indigenas und EZLN Unterstützungsbasen erfolgte getrennt. Gegen 23:10 Uhr in der Nacht vom 7. Februar wurde Eliseo Silvano Espinoza entlassen, und gegen 3:00 Uhr am Morgen des 8. Februar wurde Eliseo Silvano Jiménez freigelassen, nachdem er eine Kaution of 8.000 Pesos zahlen musste. Beide weisen Spuren von Folter auf: Schläge am ganzen Körper, Verbrennungen im unteren Rückenbereich und eine Schussverletzung im Fuß, die Eliseo Jiménez erlitten hat.

Wie die medizinische Untersuchung ergeben hat, ist der gesundheitliche Zustand von Eliseo Jiménez bedenklich und weist folgende Symptome auf: Atemschwierigkeiten, häufiges Husten, Verbrennung am Rücken, eine Kugelverletzung im rechten Zeh, bewegungsunfähiger rechter Arm, Abschürfungen am linken Ohr, stressbedingte Verdauungsschwierigkeiten.

Wie in verschiedenen Denuncias vermerkt, sind die Verletzungen, die Eliseo Jiménez davongetragen hat, in dem Krankenhaus, in das er einige Stunden nach seiner Festnahme verlegt wurde, nicht angemessen versorgt worden. In Gegenteil, die Drohungen und psychologische Folter durch die Agenten, die ihn bewachten, wurden dort fortgesetzt.

Durch die koordinierte Intervention verschiedener ziviler Organisationen und autonomer Gemeindeautoritäten, wurde in der Nacht vom 7. Februar die Freilassung der zwei Gefangenen bekannt gegeben. Jedoch noch während ihre Freilassung erwartet wurde, kam die Information, dass Eliseo Jiménez nicht entlassen werden würde, da eine weitere Strafakte, Nr. 30/2008 bei der Bundesstaatsanwaltschaft gegen ihn vorliegen würde, wegen unerlaubten Waffenbesitzes.

Auf Anfragen über die Strafakte zu dieser neuen Anklage, die der Verteidigung niemals zur Kenntnis gebracht wurde, reagierte das Personal der Strafanstalt von Playas de Catazaja despotisch und verwies uns an den Pflichtverteidiger. Dieser behauptete, er sei keineswegs verpflichtet gewesen uns über diese Strafakte zu informieren, da sie der Bundesstaatsanwaltschaft unterliegen würde.

Hierzu ist anzumerken, dass das Strafverfahren durch mehrfache Unregelmäßigkeiten geprägt ist: Der Zugang zur Akte wurde eingeschränkt, die Maßnahmen zur Gewährleistung der Menschenrechte bei Gegenüberstellungen und Verhören waren eingeschränkt, es wurde versucht die Rechtsfähigkeit zu verweigern, die Zustellung der Formalitäten für eine angemessene Rechtsverteidigung wurde verzögert.

Angesichts dieser Tatsachen fordert das Menschenrechtszentrum von den zuständigen Behörden weiterhin:

– die Gewährleistung eines angemessenen Verfahrens und die Einstellung der Folterung von Sebastían Moreno Gómez und Emilio Aguilar Moreno, die von Agenten der Staatlichen Straßenpolizei (PEC) nur Stunden vor der Festnahme von Eliseo Silvano Jiménez und Eliseo Silvano Espinosa verhaftet wurden,

– Die Bestrafung der Mitglieder der Staatlichen Straßenpolizei (PEC), die für die Fabrizierung der Delikte verantwortlich sind, die Eliseo Silvano Jiménez und Eliseo Silvano Espinosa angelastet wurden.

– Die Untersuchung der Verbindungen und Mittäterschaft zwischen der staatlichen Polizei und Mitgliedern der Organisation für die Verteidigung der Indigenen und Campesinorechte (OPDDIC), um die Einwohner der Region unter Straflosigkeit zu bedrohen, zu bedrängen und anzugreifen.

– Über die Gründe der kürzlich erfolgten Freilassung von Pedro Chulin Jiménez, Begründer und Anführer der OPDDIC, zu informieren, der bis dahin in der Strafanstalt von Amate inhaftiert gewesen ist, und dessen Handlungen zu einer Verschärfung der Feindseligkeiten gegen die autonomen Gemeinden führen könnte.


Centro de Derechos Humanos Fray Bartolomé de Las Casas AC
Brasil #14, Barrio Mexicanos, San Cristóbal de Las Casas, Chiapas
29240, MEXICO
Tel +52 (967) 6787395, 6787396, 6783548
Fax +52 (967) 6783551

 Quelle:  
  http://www.frayba.org.mx 
 

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