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Hungerstreik der indigenen Gefangenen breitet sich aus

La Jornada vom 11.03.2008
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

 
Hungerstreik der Indigenen Gefangenen von Chiapas weitet sich aus
14 weitere Häftlinge schließen sich dem Protest an
Bereits 36 Personen in Hungerstreik

Der kollektive Hungerstreik der indigenen Gefangenen in den Strafanstalten von Chiapas breitet sich aus. Bereits 36 Personen sind in den extremen Protest getreten, um ihre Freilassung zu fordern. Elf Gefangene aus dem Zentrum für Soziale Wiederanpassung (CERESO) Nr. 17, "Licenciado José Patrocinio González Garrido", Bezirk Playas de Catazajá im Norden von Chiapas, haben sich am Sonntag dem Protest angeschlossen, der bis dahin bereits von 22 indigenen Gefangen im CERESO Nr. 14 von Cintalapa und CERESO Nr. 5 von San Cristóbal de las Casas geführt wurde.

Des weiteren haben sich drei weitere Gefangenen aus der Strafanstalt El Amate, Cintalapa, dem Hungerstreik angeschloßen. Dabei handelt es sich um Rubén Jiménez Pablo, Enrique López Hernández und Pável Vázquez Cruz, Angehörige der Unabhängigen Regionalen Bewegung Bauern (Mocri-CNPA), die von der Regierung von Pablo Salazar Mendiguchía inhaftiert wurden.

Die Gefangenen von Catazajá erklären, sie seien fälschlich schwerer Delikte beschuldigt worden. Ihnen werden Entführung, Erpressung und, in einigen Fällen, Mord zu Lasten gelegt; bei diesen Anklagen scheint es sich jedoch viel eher um eine Rachsucht von Mitgliedern der PRIistischen Organisation für die Verteidigung der Indigenen und Campesinorechte (OPDDIC) gegen zapatistische Unterstützungsbasen und Sympathisanten zu handeln, die jeder gesetzlichen Grundlage entbehren.

Zwölf der neuen hungerstreikenden Gefangenen, Insassen des Cereso 17 von Catazajá, im Norden von Chiapas, stammen aus der Gemeinde Busiljá. Zumindest einer von ihnen war Zeuge eines Mordes unter PRIistischen OPDDIC-Anhänger; dabei erhielt er eine Schussverletzung am Kopf und wurde für tot gehalten. Er überlebte schwer verletzt und brauchte acht Monate um sich von der Schussverletzung zu erholen. Am Ende wurde er für einen Mord eingesperrt, den er nicht verübt hat, wie in vielen Fällen mit der Komplizität der Richter und des Gerichtsministeriums.

Seit 1997 vertrieben, jahrelang verfolgt und bedroht, und letztendlich von Polizisten der Öffentlichen Sicherheit und OPDDIC Mitglieder gefangen, verbüßen die Gefangenen aus Busiljá Freiheitsstrafen für falsche Anschuldigungen, während die Mörder der zwei PRI-Anhängern (sie selbst PRIistas), weiterhin frei sind und Straffreiheit genießen.

Der erste indigene Gefangene, der in den Protest getreten ist, Zacario Hernández Hernández, Katechist der Organisation Pueblo Creyente aus dem Dorf Tres Cruces (San Juan Chamula), befindet sich im Gefängnis von El Amate bereits seit einem Monat in Hungerstreik.

Bei den indigenen Gefangenen aus Busiljá handelt es sich um Timoteo, Fausto, José, Felipe, Esteban, Elías (Vater) und Elías (Sohn), alle mit dem Nachnamen Sánchez Gómez, Pablo Gutiérrez Hernández, Javier Sánchez López und Fidencio Sánchez Gutiérrez. Eine weibliche Gefangene, die der gleichen Gruppierung angehört, Amapola Gómez Pérez, befindet sich im Gefängnis von San Cristóbal, daher konnte ihr Beitritt zum Protest nicht bestätigt werden.

Die politischen Gefangenen von der Stimme von El Amate ihrerseits, die Angehörige der Anderen Kampagne sind, werfen den Gefängnisbehörden Schikanen vor und beschuldigen sie, ihre Bewegung "zu behindern".

Sie beklagen sich über "Respektlosigkeit" gegenüber besuchenden Verwandten. Die Wachen "kommen zu dem Ort an dem wir unseren Hungerstreik durchführen, und konsumieren dort Lebensmittel, damit wir uns schlecht fühlen. Sie haben versucht, uns zu zu unterwerfen, uns den Zugang zur Toilette zu verbieten und uns an einen anderen Ort zu verlegen, wo sie die Schläge und die Misshandlung weiterführen können".

Sie denunzieren Aggressionen und "Anomalien" im weiblichen Gefängnistrakt, wo sich ihre Compañera María Delia Pérez Arizmendi befindet, sowie die Präsenz der Sondereinheit Lobo in der Nähe des Ortes an dem sie im Gefängnishof ihren Streik führen. Sie werfen dem Gefängnisdirektor und Gouverneur Juan Sabines "unablässige Misshandlung" vor.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/2008/03/12/index.php?section=politica&article=016n1pol 
 

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