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Auf der 1. Mai-Demo in Frankfurt/M. gab es einen Ya Basta-Block!

News vom 02.05.2008

  ....und hier gibt es einen Bericht mit Fotos und Flyer:

http://de.indymedia.org/2008/05/215538.shtml

YaBasta in FFM

Flyer vom Ya Basta-Block...
c. antisistema 02.05.2008 - 17:46

Ya Basta! - Es reicht!

Und das nicht nur am 1. Mai, sondern täglich, seit Jahren. Es reicht uns, daß die paar Prozent Lohnerhöhung nicht mal die Inflation ausgleichen. Es reicht uns, daß RentnerInnen immer ärmer werden. Es reicht uns, daß Bildung für die Kinder kaum noch zu finanzieren ist und die Lerninhalte von der Wirtschaft diktiert werden. Es reicht uns, daß Gesundheit vom Geldbeutel abhängt. Es reicht uns, als Kostenfaktor gesehen zu werden. Es reicht uns, daß mit dem eingesparten Geld Kriege finanziert werden. Es reicht uns, daß Arbeitsstress und Zeitdruck ständig zunehmen. Es reicht uns, daß immer wieder verschiedene Gruppen gegeneinander ausgespielt werden: jung gegen alt, MigrantInnen gegen Deutsche, Christen gegen Juden, Juden gegen Muslime usw. usf. Und es reicht uns, daß die Erde immer weiter zerstört wird.

Kurz: es reicht uns, daß ein lebenswertes Leben in Würde für Alle in immer weitere Ferne rückt. Das ist nicht nur in Deutschland so, sondern weltweit. Aber es reicht uns auch, daß sämtlichen Parteien die Machtgeilheit aus allen Poren tropft und die Wahlversprechen am Tag nach der Wahl blitzartig vergessen sind. Daß auch die Gewerkschaften in unschöner Regelmäßigkeit immer wieder vor den Konzernen einknicken − jedenfalls fast immer. Für wie blöd haltet Ihr uns eigentlich?

Wir wollen eine Andere Gesellschaft!

Die Gesellschaft, in der wir leben, ist nicht gut.
Unsere Utopie von einem Zusammenleben in solidarischer Gemeinschaft, in Gleichberechtigung und Würde ist natürlich für die, die an der Macht sind, eine Horrorvorstellung − für uns ist sie das Ziel, für das wir kämpfen.
FÜR ALLE ALLES! Darum geht es. Und um nichts weniger. Das, was es gibt, reicht nämlich für alle, überall.

Sicher sagen jetzt viele, daß sie schon oft solche Parolen gehört haben, daß das ja sowieso nicht geht, daß die Unterschiede natürlich sind und sein müssen, daß die Menschen eben schlecht sind, die Erde ein Jammertal und was der bescheuerten Sprüche mehr sind. Wir sind aber sicher, daß zwischen uns und unseren Träumen nur die stehen, die von der Ungerechtigkeit profitieren.

FRAGEND GEHEN WIR VORAN, denn wir wissen zwar viel, aber ganz sicher nicht genug. Also machen wir Schritte, schauen, ob wir das erreicht haben, was wir wollten, und gehen dann weiter.
So haben wir zum Beispiel aus den vielen hundert Jahren Widerstand gelernt, daß Zentralkomittees, Führungsstrukturen und Hierarchien auch auf unserer Seite vor allem denen oben nützen. Doch wo es ein oben gibt, ist immer auch ein unten! Daraus haben auf der ganzen Welt unterdrückte, ausgebeutete und geknechtete Menschen die Konsequenz gezogen, daß sie selbstorganisiert und von unten Widerstand leisten wollen, als die Basis, die wir sind.
Tatsächlich sind Basisdemokratie und Selbstorganisation die Struktur, die weltweit den Widerständigen die große Kraft gibt, gegen den neoliberalen Kapitalismus erfolgreich zu kämpfen.

Manche sagen, der Kampf gegen den Neoliberalismus ist wie ein Kampf gegen das Gesetz der Schwerkraft. Nun denn: Nieder mit dem Gesetz der Schwerkraft!

Und das sagen wir auch hier, in diesem Land und heute. Auch hier haben viele angefangen, sich von unten und links basisdemokratisch und selbst zu organisieren, in Wohn- und Arbeitskollektiven. Gelernt haben wir das zum Beispiel von den Zapatistas im Süden Mexikos, in Chiapas, die das seit 1994 konsequent und trotz aller Angriffe von Staat, Kapital, Militär und Paramilitärs tun. Natürlich können wir die Bedingungen nicht direkt übertragen, aber auch hier fordern wir: "Die Häuser denen, die darin wohnen! Die Fabriken denen, die darin arbeiten! Das Land denen, die es bearbeiten!". Dies zeigen unter anderen das Miethäusersyndikat, die Fahrradfabrik in Nordhausen oder zahlreiche Landkooperativen. Aber auch Kultur- und Stadtteilprojekte, durch die es möglich wird, der Vereinsamung in der Großstadt etwas entgegenzusetzen − in selbstverwalteten Zentren sind Anfänge gemacht.

Wir sagen nicht nur: Es reicht! Wir sagen: Auf geht´s!

Solidarität mit den Zapatistas und allen, die für ein würdiges, gerechtes und freies Leben kämpfen!

Gegen jeden staatlichen Krieg &Minus; Er nutzt Nur den Interessen der Mächtigen!

Es ist nicht nötig, die Welt zu erobern &Minus; Es genügt, sie neu zu schaffen. Durch uns. Heute.


P.S.: Wir grüßen alle Genossinnen und Genossen, die heute (am 1. Mai) in anderen Städten den Neonazis bei deren "Aufmärschen" entgegentreten müssen! Nie wieder Krieg − nie wieder Faschismus!

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