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JBG von La Garrucha widerlegt Anschuldigungen der Bundesarmee

La Jornada vom 08.06.2008
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

 
Untersuchungskommission der JBG bestätigt, dass keine Drogenpflanzungen in La Garrucha existieren
Anfeindungen der Armee gegen autonome Gemeinden verschärfen sich

La Garrucha, Chiapas, 7. Juni. Nach dem Aufruhr im Autonomen Bezirk Francisco Gómez über den fehlgeschlagenen Einmarsch der Bundesarmee im Caracol von La Garrucha, San Alejandro und Hermenegildo Galeana, schickte die Junta der Guten Regierung (JBG) "Pfad der Zukunft" eine Untersuchungskommission, um die Spuren der Soldaten zu untersuchen und Zeugenaussagen der Dorfbewohner aufzunehmen.

"Diese Gemeinden gehören seit langer Zeit der zapatistischen Organisation an, und es gibt und gab dort niemals irgendeine Spur von Marihuana. Diese JBG kann bestätigen, dass in diesen Gemeinden keine Drogen angebaut werden", erklärte die Junta in ihren Räumlichkeiten in La Garrucha gegenüber der La Jornada.

Die JBG berichtet, dass die Einwohner der Gemeinde von Galeana, die Soldaten die sie aufhielten, aufforderten zu beweisen, dass auf dem Feld, auf dem sie sich befanden, Marihuana angebaut werde. Und "sie konnten es nicht beweisen". Dennoch inspizierte die Kommission der JBG die Grundstücke der zwei Gemeinden, ohne irgendwelche illegale Pflanzungen vorzufinden. "Die Militärs hätten ja selbst ein wenig angebaut haben können, um die Anklage zu rechtfertigen. Aber nicht einmal das war dort zu finden".

Was die Kommission vorfand war Toilettenpapier mit Resten von schwarzer Farbe. "Dort haben die Soldaten sich die Gesichter mit Tarnfarbe beschmiert. Da es die ganze Zeit geregnet hat, war das Toilettenpapier schon halb zersetzt".

In San Alejandro, einer ehemalige Finca und heute eine junge autonome Gemeinde nahe der Landstraße Ocosingo-San Quintín, wenige Kilometer vor La Garrucha (zwischen Patiwitz und Prado Pacayal), konnten die Soldaten nicht weiter in die autonomen Gebiete eindringen. Die Gemeinde hinderte sie daran.

Obwohl im Caracol "Hin zum Neuen Morgen" wieder der Normalzustand eingekehrt ist, und "die gewohnte Wachsamkeit" aufrechterhalten wird, befinden sich der JBG zufolge "nach dem Einmarsch der Soldaten alle Dörfer in angespannter Bereitschaft".

Es gibt Anzeichen dafür, dass sich dieser "Normalzustand" von dem, der noch bis zur letzten Woche herrschte, deutlich unterscheidet. Man erinnere sich, dass es sich hierbei um das einzige zapatistische Caracol handelt, an dem die Patrouillen der Bundesarmee zu keiner Zeit eingestellt worden sind, nicht einmal zu den Zeiten der "Entspannung" unter der Fox-Regierung, (bei der es sich jedoch lediglich um eine Periode der Verlagerung der Truppen in den Bergen von Chiapas handelte).

Die Schluchten der Tzeltal Selva sind von der Bundesarmee okkupiert und werden von diesen täglich durchstreift. So ist es zu erklären, dass nach Einschätzung der JBG "die Lage in der Schlucht von Las Tazas im Augenblick normal ist", was bedeutet, dass tägliche Patrouillen durch die Schlucht ziehen und die Regierung in den offiziellen Gemeinden ganz offen Aufstandsbekämpfung betreibt. "Normal" eben.

In den anderen Regionen des zur JBG "Pfad der Zukunft" gehörigen Gebietes haben sich die Anfeindungen der Bundesarmee gegen die autonomen Gemeinden erheblich verschärft. Bei dem Versuch, das Caracol zu belagern und in zwei Gemeinden einzumarschieren, sowie bei der Besetzung von San Jerónimo Tulijá vor zwei Wochen, ging die Feindseligkeit so weit, dass man sogar versuchte die zapatistischen Unterstützungsbasen öffentlich des Drogenanbaus zu bezichtigen, am 23. Mai in Nuevo Chamizal, in Wahrheit ein PRI-istisches und paramilitärisches Dorf, das als Verbrechernest berüchtigt ist und aus dem bereits mehrere Einwohner wegen Raubüberfällen und Umweltvergehen verurteilt wurden.

In der Zone des autonomen Bezirkes Flores Magón, im Nordosten von Montes Azules, sowie außerhalb des Biosphärenreservats machen "Gerüchte" die Runde, vermutlich vom Militär oder der Polizei selbst im Umlauf gebracht, dass demnächst die zapatistischen Gemeinden Laguna Paraíso, San Pedro (Ocotal) und 6 de Octubre heimgesucht werden sollen. Die JBG misst diesen "Gerüchten" nicht viel Wert bei, hält es aber dennoch für angebracht, sie zu erwähnen.

Gleichzeitig haben die neuesten militärischen und polizeilichen Bewegungen Culebra und San Jerónimo Tulujá im Alarmzustand versetzt, zwei wichtige Gemeinden dieses autonomen Bezirkes in Rebellion.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/2008/06/08/index.php?section=politica&article=013n1pol 
 

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