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Filmstart von »Verdades que Matan« von Morddrohungen begleitet

Poonal vom 27.05.2008
Von Federico Campbell Peña

  (Mexiko-Stadt, 21. Mai 2008, cimac-poonal).- Aktivistinnen der Organisation »Unsere Töchter sollen nach Hause zurückkehren« NHRC (Nuestras Hijas de Regreso a Casa) aus Ciudad Juárez haben ihre Teilnahme an einer Werbekampagne für den Film »Verdades que matan« (engl. Titel »Bordertown«, dt. Titel »Tödliche Wahrheiten«) abgesagt. Marisela Ortiz, Norma Andrade und Malú García Andrade, die den Vorführungen des Films beiwohnen sollten, hatten zuvor Morddrohungen via E-Mail und Mobiltelefon erhalten. »Jetzt ist die Bedrohung real«, bestätigte Ortiz.

Norma Andrade und ihre Tochter Malú García Andrade waren im Februar 2007 bei der Premiere des Films auf der Berlinale anwesend. An einer Pressekonferenz für den Film am 12. Mai 2008 in Mexiko-Stadt nahmen sie jedoch auf Grund von Drohungen gegen sie nicht mehr teil. Auf der Pressekonferenz berichtete Regisseur Gregory Nava von kontinuierlichen Morddrohungen während der Dreharbeiten. Zuvor hatten mexikanische JournalistInnen berichtet, ebenfalls telefonische Drohungen erhalten zu haben. Sie sollten sich nicht an einer Berichterstattung über den Film beteiligen.

Nava erinnerte daran, dass während der Dreharbeiten ein junger Mitarbeiter des Produktionsteams entführt und gefoltert wurde, bis er verriet, in welchem Hotel sich das Filmmaterial befand, welches daraufhin von Beamten der Polizei von Ciudad Juárez entwendet wurde. Der Drehstab entschied daraufhin, in Ciudad Juárez nur noch Doubles der Darsteller Jennifer López und Antonio Banderas einzusetzen und die Dreharbeiten in Nogales und Tijuana fortzusetzen.

Des weiteren rief der Regisseur ins Gedächtnis, dass der Film in US-Kinos nicht gezeigt worden sei, was an seiner scharfen Kritik am nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA und an der Ausbeutung mexikanischer Arbeiterinnen in den für den Export produzierenden Maquiladoras liegen könnte, die sich vielfach in US-amerikanischen Besitz befinden. Auch könne ein Grund für den Boykott des Films an einer Filmszene liegen. Die zeigt, wie ein US-Senator und der Chefredakteur einer Chicagoer Zeitung (dargestellt von Martin Sheen) Absprachen treffen, um eine Zeitungsmeldung einer Reporterin (Jennifer López) zu zensieren.

Menschenrechtsorganisationen forderten die Behörden Mexikos und des Bundesstaats Chihuahua auf, Maßnahmen zum Schutz von Marisela Ortiz, Ramona Morales, Norma Andrade, María Luisa García Andrade, Rosaura Montañez, Julia Cano und Rubí Pando − allesamt Aktivistinnen von NHRC − zu ergreifen.

»Verdades que matan« lief dann am 16. Mai in hundert Filmtheatern mehrerer Städte Mexikos an.


Quelle: poonal
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