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Internationale Proteste am Aktionstag gegen Staudämme

Poonal vom 21.03.2006

  (Fortaleza, 15. März 2006, adital).- Auch in diesem Jahr protestierten Organisationen und Betroffenenverbände in verschiedenen Ländern im Rahmen des "Aktionstags gegen Staudämme – für die Flüsse, das Wasser und das Leben". Der Aktionstag wird jedes Jahr am 14. März begangen. Er wurde 1997 im Anschluss an ein Treffen betroffener Gemeinden in der brasilianischen Stadt Curitiba ins Leben gerufen.

Wie Radio Mundo Real berichtete, wurde auf die negativen Auswirkungen der Aktivitäten transnationaler Energiekonzerne und ihrer gigantischen Wasserkraftprojekte hingewiesen. Insbesondere die Vertreibung Tausender in Ufernähe angesiedelter Gemeinden stand in der Kritik. Die vertriebenen Menschen seien in keiner Weise entschädigt worden. Außerdem sei dieses Energiekonzept auf die Interessen neoliberaler Kräfte sowie auf die Ausweitung der Privatisierung abgestimmt. Deshalb sei es keinesfalls förderungswürdig. In mehreren lateinamerikanischen Ländern fanden Aktionen gegen die Energieversorger Unión Fenosa und Endesa statt.

In einem Aufruf des Verbands der Volksbewegungen der Länder Lateinamerikas (Convergencia de los Movimientos de Pueblos de las Américas COMPA) hieß es, man müsse sich dringend die Folgen der Privatisierung des Wassers bewusst machen. Es sei wichtig, "auf die Straße zu gehen", damit die natürlichen Ressourcen nicht weiter von Energiemultis "geplündert" würden.

Ein Zusammenschluss verschiedener sozio-ökologischer Verbände der Mercosur-Staaten sprach sich ausdrücklich gegen eine regionale Infrastrukturinitiative in Südamerika aus, die "im Interesse der neoliberalen Strukturen arbeitet", die bereits seit den Neunzigerjahren in diesen Ländern wirkten. "Wir wehren uns gegen diesen schwerwiegenden politischen Widerspruch unserer demokratischen Regierungen", lautet es in der Erklärung.

Weltweit werden über 45.000 Wasserkraftwerke betrieben. Die Zahl der Menschen, die durch die Errichtung dieser Kraftwerke ihre Heimat aufgeben mussten, beläuft sich auf etwa 100 Millionen.


Quelle: poonal
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Poonal gehört zur Federación Latinoamericana de Periodistas FELAP

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