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26 (?) Paramilitärs in Chiapas festgenommen

News vom 16.09.2002

  Am 13. September gelang der Staatspolizei von Chiapas die Festnahme mehrerer Paramilitärs, über deren genaue Anzahl genauso viele verschiedene Angaben gemacht wurden, wie es mexikanische und englische Medien gibt (nach Aussage der obskuren Stelle für "Informationsverbreitung" der Regierung von Chiapas waren es 16, nach Reuters 20, nach AP 25, nach der Proceso 16, nach der Milenio 17, nach der Reforma 26 und nach der Jornada schlicht zu wenige)

Die Regierung von Chiapas war danach so von sich selbst überwältigt, dass sie eine Erklärung der sogenannten "Amtstelle für Information, Analyse und Verbreitung" der "Koordination für Internationale Beziehungen" im Umlauf setzte, die gelinde ausgedrückt, nicht gut aufgenommen wurde. Kein Wunder, bei Schlusssätze wie "Die Wiederherstellung der Legalität und die uneingeschränkte Anwendung des Gesetzes sind feste Überzeugungen der Regierung von Chiapas. Aktionen wie diese beweisen nicht nur die Bereitschaft, sondern auch die Rechtskraft der Regierung und des demokratischen Rechtsstaates in Chiapas". Das Ya Basta Kollektiv ging denn auch dazu über diese Erklärung als ein Beispiel für Regierungspropaganda zu bezeichnen.


La Jornada Donnerstag 14. September 2002

27 Mitglieder von Paz y Justicia verhaftet. Darunter auch Sebalino Torres, Anführer von Paz y Justicia

Von Angeles Mariscal und Elio Henriquez

Mariano Herrán Salvatti, Generalstaatsanwalt von Chiapas, gab bekannt, die Staatspolizei hätte am Freitag morgen eine Gruppe Mitglieder der Organisation Paz y Justicia, bei einem Treffen in der Gemeinde Miguel Alemán, Bezirk Tila, sowie ihren Anführer, Sabelino Torres Martínez, im benachbarten Dorf Tzaquil überrascht. Bei der Operation wurden 27 der vermutlichen Mitglieder der paramilitärischen Gruppe verhaftet und 11 Waffen verschiedenen Kalibers sichergestellt.

Salvatti erklärte, die von mehr als 100 Staatspolizisten durchgeführten Operationen seien erfolgt, weil Beweise dafür vorlagen, dass die bewaffnete Gruppe dabei war sich wieder zu organisieren und Aktionen gegen Gemeinden im Norden des Bundesstaates vorbereitete.

Wie er berichtete, kamen Polizei und Agenten der Staatanwaltschaft Freitag morgen in die Gemeinde Miguel Alemán an, eine Bastion der bewaffneten Gruppe, wo Paz y Justicia Mitglieder seit mehr als einem Tag ein Treffen abhielten um ihre Organisation neu zu bilden. Paz y Justicia war am 14. Februar 2001 aufgelöst worden, als ihr oberster Anführer, Diego Vázquez, ins Staatsgefängnis von Cerro Hueco eingeliefert wurde.

Salvatti zufolge hatte die Staatsanwaltschaft Kenntnis von den Handlungen der bewaffneten Gruppe, und den Versammlungen, die sie in dieser Gemeinde abhielten, weshalb sie um einen richterlichen Durchsuchungsbefehl für die Häuser dieser Ortschaft ersuchten.

25 Mitglieder von Paz y Justicia wurden festgenommen, gegen die Haftbefehle aufgrund ihrer vermutlichen Beteiligung an Verbrechen gegen Unterstützungsbasen und Sympathisanten der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) vorliegen. Mehrere Häuser wurden durchsucht und sieben Waffen mit großer Reichweite sichergestellt.

Andere Polizisten wurden in die benachbarte Gemeinde Tzaquil beordert, wo sich der Anführer der paramilitärischen Gruppe, Sabelino Torres Martínez aufhielt. "Er hielt sich im Haus eines seiner Brüder auf, Frederico, und in diesem Haus wurden vier Waffen sichergestellt: ein R-15, ein Jagdgewehr, und zwei Schusswaffen Kaliber 22. Beide wurden festgenommen und auf dem Luftweg ins Gefängnis von Cerro Hueco übergestellt."

Gegen Sabelino Torres, ex PRI Gemeinderat im Bezirk Tila, lag ein Haftbefehl für Sachbeschädigung und gewaltsamer Raub vor, sowie diverse vormalige Ermittlungen für das Verschwinden und die Ermordung von drei Indigenas aus der Region, sowie andere Delikte.

Der Generalstaatsanwalt sagte, die Gemeinden, in denen die Operationen durchgeführt wurden, seien provisorisch 10 Staatspolizisten stationiert worden, um Gewaltausbrüche zu vermeiden.

Der Gouverneur von Chiapas, Pablo Salazar, erklärte, der Versöhnungsprozess, der in der Zone in Bewegung gesetzt wurde, und die Nichtangriffsabkommen zwischen verfeindete Gruppen seien "kein Freibrief für Straflosigkeit oder ein ’Strich drunter, Schwamm drüber’", und dass Gesetzesbrecher in der Region festgenommen werden würden.

Herrán berichtete, dass 16 weitere Haftbefehle gegen Angehörige der bewaffneten Organisation immer noch ausstehen.

Des weiteren wurde der PRI Bürgermeister von Chenalhó, Armando Vázquez Gómez, von der PGR Einheit für Verbrechen durch vermutlich bewaffnete Zivilgruppen vorgeladen, im Zusammenhang mit zwei großkalibrige Waffen, die vermutlich bei dem Acteal Massaker verwendet worden sind, und am Anfang dieses Monats sichergestellt wurden. Der Bürgermeister bestätigte in einem Interview, dass der Agent der Bundesstaatsanwaltschaft ihn offiziell vorgeladen hat um vor den Agenten der Gemeinden Yaxgemel und Puebla auszusagen, da auf der Autobahnstrecke zwischen diesen Ortschaften vor zwei Wochen ein AK-47 Gewehr und ein R-15 sichergestellt worden sind.

Die zwei Waffen waren am Straßenrand liegengelassen worden, wo sie nach einem anonymen Anruf, der ihre genaue Lage angab, von Angehörigen der Sondereinheit aufgesammelt wurden.

Vázquez Gómez ratifizierte vor der Generalstaatsanwaltschaft seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Autoritüten, um weitere Gewaltsausbrüche in Chenalhó zu vermeiden.

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