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Außer der Reihe: Sojarepublik Paraguay

FDCL vom 17.11.2008

  Sojarepublik Paraguay
Der Widerstand der Kleinbauern gegen die sozialen und ökologischen Folgen der Sojamonokulturen in Paraguay

Informations- und Diskussionsveranstaltungen mit

Tomas Zayas
(Sprecher der Kleinbauern-Vereinigung von Alto Paraná - ASAGRAPA)

mit konsekutiver Übersetzung spanisch-deutsch


Aufruf!
PROTESTAKTION
Soyaanbau bedroht Wälder und Menschen in Paraguay
http://www.regenwald.org/protestaktion.php?id=333


Neue Publikation des FDCL
Sojarepublik Paraguay ?
Konflikte um Land und Ernährungssouveränität


Veranstaltungen:

Berlin
24.11.08 um 21:00 Uhr
ACUDKino, Veteranenstr. 21, 10119 Berlin
mit Filmpräsentation "Farms without Farmers" im Rahmen von One World Berlin Filmfestival (siehe: http://fdcl-berlin.de/index.php?id=1464#c3586)
Veranstaltet von: FDCL

Jena
25.11.08 um 18:00 Uhr
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Carl-Zeis-Str. 3, Hörsaal 5
Veranstaltet von:  Jenaer Internationalen Studierenden Kreis (JISK) und FDCL

Dresden
26.11.08 um 19:00 Uhr
Stadtteilhaus Dresden Äußere-Neustadt, Prießnitzstr. 18
Veranstaltet von: FDCL

Potsdam
27.11.08 um 19:00 Uhr
Buchladen Sputnik, Charlottenstrasse 28, 14467 Potsdam
Veranstaltet von: Lateinamerika-Arbeitskreis "tierra unida" e.V.-Potsdam und FDCL

Berlin
28.11.08 um 19.00 Uhr
FDCL, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin
Veranstaltet von: FDCL und FIAN-Gruppe Berlin


Sojarepublik Paraguay
Der Widerstand der Kleinbauern gegen die
sozialen und ökologischen Folgen der Sojamonokulturen in Paraguay

Das enorme Wachstum der Sojamonokulturen in Brasilien, Argentinien, Paraguay und Bolivien, ein immer größerer Anteil von ihnen gentechnisch verändert, ist der stetig steigenden Nachfrage nach eiweißhaltigen Futtermitteln für die Tierfabriken Europas und Ostasiens zuzuschreiben. Seit 2007 führen auch die Spekulationen über den zukünftigen Markt für Biodiesel zu einem erhöhten Druck auf das landwirtschaftliche Land im globalen Süden.

Für das Land im Herzen des südamerikanischen Kontinentes ist die Sojabohne das Exportgut Nummer 1. Paraguay stieg im letzten Jahrzehnt zum weltweit viertgrößten Sojaexporteur auf. Kein Agrarprodukt beansprucht in weiter steigendem Maße mehr Fläche. Allein 2,6 Millionen Hektar waren es in der jüngsten Anbauperiode – und dies bei lediglich 4,2 Millionen Hektar an ausgewiesener anbaufähiger Agrarfläche. Und die Sojafront der Großgrundbesitzer schreitet weiter massiv voran.

Diese massive Ausweitung der Sojamonokulturen in Paraguay geht oft einher mit Landkonflikten, Menschenrechtsverletzungen, Vertreibungen − und mit Ackergiften, die großflächig auf die Sojafelder gesprüht werden: Steht der Wind für angrenzend lebende Kleinbauernfamilien schlecht, werden sie mit besprüht.

Angesichts von mehr als 70 Prozent gentechnisch manipulierter Soja in Paraguay − andere Schätzungen gehen bis von zu 90 Prozent aus − ist eines der meistversprühten Ackergifte das ’Roundup’ aus dem Hause des Chemiemulti Monsanto. Doch auch die anderen Agrochemiemultis, Bayer und Syngenta, produzieren und vermarkten Herbizide und Pestizide in großem Stil − auch in Paraguay.

In Paraguay leisten verschiedenen Kleinbauernorganisationen und die verbliebenen kleinbäuerlichen Gemeinden Widerstand gegen diese lebensbedrohlichen Besprühungen mit Ackergiften und die massive Expansion der großflächigen Sojamonokulturen − gerade in den letzten Monaten hat sich der soziale Konflikt hier erheblich zugespitzt.

Die Kleinbauern-Vereinigung von Alto Paraná (ASAGRAPA) ist eine der Organisationen aus der Sojaregion, die diesen Kampf aktiv führt und begleitet. In diesem Kontext startete ASAGRAPA zusammen mit weiteren Organisationen im Dezember 2007 die Kampagne "Stoppt die Besprühungen: Verteidigung von Gemeinschaften und Leben" ("Paren de fumigar en defensa de la comunidad y de la vida").

Tomas Zayas ist einer der wichtigsten und zur Zeit exponiertesten Führungspersönlichkeiten der Kleinbauernbewegungen seines Landes. Er ist Gründungsmitglied und Sprecher der Kleinbauern-Vereinigung im Departament Alto Paraná (ASAGRAPA − Asociación de Agricultores de Alto Paraná) und u.a. Gründer des Nationalen Zentrums der Kleinbauern-, Indigenen- und Volksorganisationen Paraguays (CENOCIP − Central Nacional Campesina Indigenas y Populares del Paraguay), als deren Generalsekretär er momentan fungiert.

Tomas Zayas wird über den täglichen Kampf der Kleinbauernorganisationen um Ernährungssouveränität, Land und Umweltgerechtigkeit und über die Kampagne gegen Ackergifte berichten.


PROTESTAKTION
Soyaanbau bedroht Wälder und Menschen in Paraguay

Die Kleinbauern in Paraguay widersetzen sich der Expansion des Soyaanbaus durch große Agarkonzerne. Sie verlangen eine gerechte Landverteilung und Agrarreform sowie ein Ende des massiven Einsatzes von Pestiziden. Der fast ausschließlich angepflanzte Gensoya benötigt sehr hohe Mengen hochgiftiger Pestizide, die die Umwelt und Bevölkerung vergiften.

Die Regierung wie auch Großgrundbesitzer und paramilitärische Gruppen gehen gewaltsam gegen die landlosen Kleinbauern vor. Zwei Bauernführer wurden bereits ermordet und viele Bauern wurden inhaftiert.

Bitte schreiben Sie an die Verantwortlichen in Paraguay und fordern Sie sie auf, die Kleinbauern und ihre Forderungen nach einem Schutz vor der Verwendung von Agropestiziden, vor Räumungen, Umweltzerstörung und Verschmutzung und für Ihren Kampf für die Nahrungsmittelhoheit sowie eine Landreform zu unterstützen.

Hier geht es zur Protestaktion:
http://www.regenwald.org/protestaktion.php?id=333


Neue Publikation des FDCL
(ab 24.11.08 auf der website des FDCL und als Publikation erhältlich!)

Sojarepublik Paraguay ?
Konflikte um Land und Ernährungssouveränität

© FDCL, Berlin, Novemer 2008
Autor: Reto Sonderegger (Mitarbeiter am Sozialforschungsinstitut BASE-IS - Asunción/Paraguay)

Inhalt

Vorwort
I. Historische Heranführung
II. Die Ausdehnung des Sojaanbaus in Paraguay
III. Der kleinbäuerliche Lebensraum
IV. Das Auseinanderfallen der Gemeinden wegen des Eindringens der Soja
    Arbeit außerhalb des kleinbäuerlichen Betriebes
    Verpachten des Landes
    Verkauf des Landes
V. Das Verschwinden von Gemeinden und die Zerstörung der Landschaft
    Ein Wirtschaftsmodell, welches die Campesinos vertreibt
VI. Gesundheitsprobleme für Mensch und Umwelt
    1. Fallbeispiel: Umweltgesundheitsdiagnose in Lote 8
    2. Fallbeispiel: Der Todesfall von Silvino Talavera
VII. Soja bedeutet Gewalt gegen Bauerngemeinden
    3. Fallbeispiel: Tekojoja, die Grenze zu “Sojalandia”
    Aktuelle Lage
VIII. Die Vertreibung
    Lebensbedingungen und Schwierigkeiten der Vertriebenen
IX. Schlussfolgerung: Verletzung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte als Hauptfaktor der Landflucht
X. Ausblick



FDCL
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.
Centro de Investigación y Documentación Chile-América Latina
Centro de Pesquisa e Documentação Chile-América Latina
Center for Research and Documentation Chile-Latin America
Gneisenaustraße 2a
D-10961 Berlin
Fon: ++49-(0)30-693 40 29
Fax: ++49-(0)30-692 65 90
email: info AT ]fdcl PUNKT org

FDCL e.V.:
Vereinsregister-Nr. 5010 Nz · Amtsgericht Charlottenburg
Vorstandsvorsitzende Petra Schlagenhauf

 Quelle:  
  http://www.fdcl.org 
 

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