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»Festival der würdigen Wut«

 

Vor 15 Jahren begann der zapatistische Aufstand. Feier im Rebellengebiet

junge welt vom 03.01.2009
Luz Kerkeling, Oventic/Chiapas

  Vor 15 Jahren begann der bewaffnete Aufstand in Chiapas. Nun feierte die Guerilla EZLN (Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung) das Jubiläum dieses Ereignisses in der Nacht zum 1. Januar 2009 unter großer Anteilnahme außerparlamentarischer linker Organisationen aus Mexiko und 20 weiteren Ländern. In Hunderten EZLN-regierten Gemeinden im Hochland, im Norden und im östlich gelegenen Regenwald von Chiapas wurde an den Jahrestag erinnert. Der »Krieg gegen das Vergessen« richtet sich gegen rassistische Ausgrenzung, kapitalistische Wirtschaftspolitik, die Benachteiligung der Frauen und die Zerstörung der Natur.

Etwa 5000 Menschen nahmen an den Hauptfeierlichkeiten in Oventic teil, einem der fünf Sitze der autonomen zapatistischen Selbstverwaltungsräte nahe von San Cristóbal, einer kolonial geprägten Touristenhochburg in Chiapas. Das Fest wurde von einem kulturellen Rahmenprogramm mit Theater, Musik und Tanz begleitet und endete erst am späten Nachmittag des Neujahrstages. »Wir Zapatisten haben uns nicht in Waffen erhoben, um Brotkrumen zu erhalten oder wie Bettler behandelt zu werden«, so Comandante David, der den zentralen Redebeitrag des Abends für die EZLN-Kommandantur hielt. Gegen den Neoliberlismus müsse eine »eine gerechte, humanere Welt« erkämpft werden.

Comandanta Florencia wies darauf hin, daß die indigen geprägten zapatistischen Gemeinden noch immer unter schwierigen Bedingungen lebten: Erstens seien sie nach wie vor von der mexikanischen Armee und von Paramilitärs umzingelt, die jederzeit losschlagen könnten. Zweitens sei trotz aller Fortschritte in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Gerechtigkeit, Verwaltung und Handel noch viel zu tun. Die EZLN-Delegierte betonte, daß der Kampf unter allen Umständen weitergehen werde und unterstrich die Notwendigkeit der überregionalen und internationalen Zusammenarbeit. Für große Zufriedenheit sorge, daß »viele Brüder und Schwestern zu uns kommen, um ihre Stimme, ihre Kraft und ihre Hoffnung mit der unsrigen zu vereinen«.

Eingebettet sind die Feierlichkeiten des Jahrestages des Aufstands in das »Festival der würdigen Wut«, ein zweiwöchiger Kongreß, der klar antikapitalistisch ausgerichtet ist. Dazu aufgerufen hatte die EZLN im September. Bei dem Festival, das vom 26. bis 29. Dezember 2008 am Rande von Mexiko-Stadt bei der Massenorganisation »Unabhängige Volksfront Francisco Villa« (FPFVI) gastierte und zur Zeit in Chiapas weitergeführt wird, geht es darum, die gesellschaftliche Widerstände der ausgegrenzten Bevölkerungssektoren in Mexiko und darüber hinaus zu vernetzen und die Zusammenarbeit »von unten und links« zu verbessern.

Beteiligt sind bisher über 200 Organisationen aus 20 Ländern. Das thematische Spektrum reicht von kleinbäuerlichen und indigenen Kämpfen über gewerkschaftlichen Widerstand, Umweltschutz, unabhängige Medienarbeit, Alternativmedizin, Antirepressionsarbeit, Widerstand gegen hohe Stromtarife, Antifaschismus und Feminismus bis hin zu den Kämpfen von Homosexuellen, Transgenders und Sexarbeiterinnen.

In den kommenden Tagen wird die Konferenz an der unabhängigen »Universität der Erde« (CIDECI) in San Cristóbal, Chiapas, weitergeführt. Verschiedene Organisationen und Persönlichkeiten aus Mexiko und anderen Ländern – darunter Michael Hardt, Gustavo Estava, Sylvia Marcos und Arhundati Roy (letztere per Brief) –diskutieren über Themen wie Ausbeutung, Enteignung, Repression und Diskriminierung und Widerstand von unten und links gegen das System.

 Quelle:  
  http://www.jungewelt.de/2009/01-03/052.php 
 

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