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Schutzkampagne für mexikanische JournalistInnen

Poonal vom 03.02.2009

  (Guatemala-Stadt, 03. Februar 2009, cerigua).- Die Medienorganisation Artikel 19, Zweigstelle Mexiko und Zentralamerika, und das Nationale Zentrum für gesellschaftliche Kommunikation CENCOS (Centro Nacional de Comunicación Social) haben eine dauerhafte Schutzkampagne für mexikanische JournalistInnen unter dem Motto "Unkenntnis kann dir schaden" gestartet. Beide Organisationen setzen sich für mehr Meinungsfreiheit ein.

Cencos und Artikel 19 begründen ihre Kampagne mit dem hohen Risiko und der Verletzbarkeit v.a. der investigativen JournalistInnen, die kritisch über die Situation in Mexiko berichten. Deren chwierige Arbeitsbedingungen bedeuteten sowohl eine Einschränkung der Meinungsfreiheit der JournalistInnen als auch des Rechts der gesamten Gesellschaft auf Zugang zu unabhängigen Informationen.

Zwischen 2000 und 2008 registrierten die Organisationen 29 Todesfälle von JournalistInnen in Mexiko, dreizehn allein im letzten Jahr. Zudem seien 2008 acht JournalistInnen verschwunden. Insbesondere in den Bundesstaaten Oaxaca, Veracruz und Tamaulipas sei es 2008 zu vielen Gewalttaten gegen JournalistInnen gekommen.

Artikel 19 und Cencos werden beim Start der neuen Kampagne von nationalen und internationalen Organisationen unterstützt, die mit unterschiedlichen Strategien versuchen, die mexikanische Gesellschaft für dieses Problem zu sensibilisieren. Dazu gehören die Mexikanische Vereinigung für das Recht auf Informationen AMEDI (Asociación Mexicana de Derecho a la Información), der Weltverband der Basisradios AMARC (Asociación Mundial de Radios Comunitarias), das Zentrum für Journalismus und öffentliche Ethik CEPET (Centro de Periodismo y Ética Pública) sowie die Nachrichten- und Informationsagentur für Frauen CIMAC (Comunicación e Información para la Mujer).

Im Rahmen der Kampagne haben Artikel 19 und Cencos den JournalistInnen verschiedene hilfreiche Dokumente zur Verfügung gestellt. So wurden ein "Handbuch über die Meinungsfreiheit in Mexiko", das "Protokoll über Erfassung, Dokumentation und Verfolgung von Übergriffen auf Journalisten", sowie der "Sitzungsbericht des Internationalen Seminars über Alarmsysteme und Methodik der Erfassung, Dokumentation und Verfolgung von Übergriffen auf Journalisten und Massenmedien in Mexiko" veröffentlicht. Die Dokumente finden sich auf der Homepage www.libertad-expresion.org.mx. Dort können auch laufend aktualisierte Informationen über Fragen der Meinungsfreiheit und Statistiken über gewaltsame Übergriffe auf mexikanische JournalistInnen eingesehen werden.


Quelle: poonal
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