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Umweltministerium bestätigt Montes Azules Räumungen diese Woche

La Jornada vom 17.12.2002
Angelica Enciso, Matilde Peres und Alonso Urrutia
übersetzt von Dana

  Das Umweltministerium (SEMARNAT) bestätigte, dass die Räumung der nicht-genehmigten Siedlungen in der Montes Azules Biosphäre diese Woche stattfinden werden, gaben Quellen der dieser Behörde bekannt. Die Aktion wird von dem Beauftragten für Dialog und Verhandlung in Chiapas, Luis H. Alvarez unterstützt, weil es "zum Schutz dieses Naturschutzgebietes geschieht."

Währenddessen gab die Koalition der Autonomen Organisationen von Ocosingo (COAO) bekannt, eine Mobilisierung aller Gemeinden nach Montes Azules in Gang zu setzen, um die Personen, deren Räumung bevorsteht zu unterstützen. "Wir werden diese Familien beschützen. Die Behörden haben nicht verstanden, dass wir die Natur nicht zerstören. Außerdem bestehen die meisten der Siedlungen seit mehr als zwei Jahren und waren teil des landwirtschaftlichen Umweltkomitees, das während der Regierung von Ernesto Zedillo eingerichtet wurde", sagt Mario Hernández Pérez.

SEMARNAT Quellen zufolge, wurde die Räumung von dem Bundesamt für Umweltschutz (PROFEPA) bereits seit mehreren Wochen geplant, aber die Regierung hat sie gebeten noch eine Weile zu warten, um mit den Betroffenen zu verhandeln und ihre Umsiedlung zu definieren. Da der PROFEPA nur wenig Personal zur Verfügung steht, werden für solche Einsätze normalerweise Elemente der Armee und der Bundespräventivpolizei (PFP) herangezogen

Die PROFEPA versicherte, die Räumung würde ohne Gewalt vonstatten gehen und ser gerechtfertigt: sie soll ein Gut der Nation beschützen. Es handle sich um Siedlungen, die seit weniger als sechs Monaten in dem Reservat bestünden, daher handle es sich mehr um eine Umsiedlung als um eine Räumung, da die Bewohner wichtige Zonen des Reservats gefährden würden.

In einem Interview sagte Umweltminister Víctor Lichtinger, dass Gespräche mit der Staatregierung stattgefunden hätten, da neue Invasionen registriert worden seien, und "es eine Aktion geben muss um derartige Handlungen zu unterbinden".

Luis H. Alvarez, Beauftragter für Frieden und Dialog in Chiapas, kommentierte, dass die Umsiedlung der indigenen Gemeinden erklärbar sei, da es eine Aktion sei, die auf den Schutz dieser Umweltzone abziele.

Er erkenne jedoch die Notwendigkeit, diese Umsiedlung mit "der nötigen Sorgfalt" zu realisieren, um keine neue Konfliktquelle zu entwachen. "Ich glaube, dass jene die Chiapas kennen verstehen müssen, dass es sich hierbei um eine Zone handelt, die beschützt werden muss", erklärte er.

In einem kurzen Interview im Regierungsamt, erklärte Alvarez, dass die Umsiedlung seine Funktionen nicht direkt betreffen würde, betonte jedoch die Bedeutung von Montes Azules als ein Biosphärenreservat, "weil es alles ist, das von der kontinentalen Lunge übrig ist, weil das was im Amazonas und der Lacandona geschieht, viel mit dem Klima und so weiter zu tun hat". Er betonte dass zunehmend Invasionen in Montes Azules registriert worden seien, die diese Zone gefährdeten, und die Umsiedlungen daher notwendig seien.

In November 2001 traf die PROFEPA mit der Regierung von Chiapas eine Übereinkunft für die Überwachung des Waldes, um die Ressourcen des Staates zu schützen. Man erklärte, dass es sich um eine normale Vorgehensweise handeln würde, gegen Invasoren von Naturschutzgebiete, da es "das Erbe der Nation und der Lakandonischen Völker schützt, die die legitimen Besitzer dieser Länder sind" gab sie bekannt.

Sie warnte, weder Gesetzesbrüche noch Straflosigkeit dulden zu wollen. Zum Beispiel: die Gemeinde Arroyo San Pablo, auch bekannt als Siedlung Lucio Cabañas, die früher auch Salvador Allende hieß, habe nur 20 Bewohner, darunter sieben Erwachsene, die eine halbe Million Pesos pro Familie fordern würden um zu gehen.

Die Angaben der PROFEPA wurden von Mario Hernández Pérez, von der COAO enträtselt, da von den neun Dörfer die geräumt werden sollen, nur drei neu sind: San Pablo, Nuevo San Rafael und die Siedlung, die von den Autoritäten des Naturreservats "28 Februar (2002)" nennen, und die von ihnen selbst an diesem Tag errichtet worden ist. Arroyo Cristalina, Sol Paraíso, Nuevo Salvador Allende, Nuevo Pichucalco und La Ruina sind mehr als zwei Jahre alt; Nuevo Pichucalco befindet sich sogar in einem Ejido, es gibt keine Unregelmässigkeiten, stellte er fest.

Er erklärte, dass die Gemeinden, die die Familien, die geräumt werden sollen unterstützen werden, versuchen würden weder die Armee noch die PFP zu konfrontieren, aber "wir können weder den Einsatz von Gewalt akzeptieren, noch die Vorwände, die benutzt werden um diese Region zu militarisieren. Noch werden wir unser Naturerbe Ausländern überlassen."

Im letzten Jahr schrieb die Unabhängige und Demokratische ARIC angesichts der Warnungen der Umweltbehörden, die Familien in Montes Azules räumen zu wollen, ein Brief an Staatsgouverneur Pablo Salazar Mendiguchía, in dem sie hervorhoben, dass "sie dort sind wegen dem Landmangel, und weil sie in 1994 wegen dem militärischen Druck und der paramilitärischen Gewalt aus ihren Gemeinden fliehen mussten".

Seit damals haben sie gemeldet, dass es "die großen multinationale Konzerne sind, die als Umweltgruppen getarnt die Lacandones benutzen, deren Interessen hinter der Räumung stehen, um die Geheimnisse der Selva auszubeuten und den Bau giganischer Staudämme in den großen Flüsse der Zone voranzutreiben. Einige Gruppen wollen mit Ökotourismus reich werden". Seitdem haben sich die Bewohner dieser Siedlungen zum "Hüter des Reservats" eingesetzt.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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