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Plantagen der Afrikanischen Ölpalme verwüsten Chiapas

News vom 18.08.2009
übersetzt von PCl

  In einem zweiteiligen Beitrag auf Spanisch von Gustavo Castro Soto von Otro Mundos A.C./ Amigos de la Tierra, Mexico (erschienen im Juni 2009 (Teil 1, Teil 2) wird auf die alarmierende Entwicklung bei der Etablierung von Palmölplantagen in Chiapas hingewiesen. Im Juli 2009 erschien im Bulletin Nr. 144 von World Rainforest Movement eine Zusammenfassung des Zweiteilers auf Englisch.

Seit 2004 gibt es ein staatliches Förderprogramm zur Etablierung von Palmölplantagen in Chiapas. Im Jahr 2009 wird die Plantagenfläche in Chiapas 44.000 Hektar erreichen. Laut dem chiapanekischen Gouverneur wird als Ziel für 2012 die 100.000 ha-Marke anvisiert und langfristig sollen es 900.000 ha werden. Laut Castro Soto ist auch die EU an den Plantagen interessiert (Palmöl als Agrotreibstoff) und unterstützt Anpflanzungen insbesondere in der Pufferzone zwischen dem Biosphärenreservat Montes Azules und der guatemaltekischen Grenze. Im Landkreis Marques de Comillas, sind 11.000 Einwohner von Brunnenwasser abhängig, weil eine öffentliche Wasserversorgung fehlt. Ölplamen führen aufgrund ihres starken Wasserbedarfs zu Absenkung des Grundwassers und gefährden somit die lokale Wasserversorgung. Der starke Einsatz von Pestiziden, zum Beispiel Endosulfan, verschlimmert die Situation weiter, insbesondere wenn die Flüsse nach Hurrikans über die Ufer treten und die abgelagerten Agrochemikalien in den biodiveristätsreichen lakandonischen Urwald schwemmen oder das grundwasser verschmutzen.

Derzeit gibt es in Mexiko 9 Extraktionsbetriebe für Palmöl, 6 davon befinden sich in Chiapas. Die Landbevölkerung der betreffenden Regionen gerät in Abhängigkeitsverhältnisse zur Palmöl verarbeitenden Industrie. Die Extraktionsbetriebe bieten Palmölsämlinge auf Kredit unter der Bedingung, dass die gesamte Ernte an den Verarbeitungsbetrieb (im beschriebenen Beispiel die Firma Palma Tica de Mexico) geliefert wird. Zugleich geht die Firma selbst keinerlei vertragliche Verpflichtungen zur Abnahme der Ernte ein, geschweige denn das sie Preisgarantien übernehmen würde. Ölpalmen bringen in den ersten drei Jahren nach der Anpflanzung überhaupt keinen Ertrag und erst nach acht Jahren den vollen Ertrag.

Die Palmölplantagen verdrängen in Chiapas die Rinderhaltung und haben katastrophale Auswirkungen auf die Honigproduktion. Die Bewohner jener Ortschaften, die entlang der Transportrouten von den Palmölplantagen zu den Verarbeitungsbetrieben gelegen sind, bekommen zunehmend gesundheitliche Probleme unter anderem wegen der durch die schweren Transportfahrzeuge verursachten Staubbelastung während der Trockenperiode.

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