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Urgent Action: Jesu Tecu (Guatemala)

Eilaktion: Morddrohungen gegen Jesús Tecú und seine Familie (14.09.2009)

Außer der Reihe 29.09.2009
CAREA e.V.

  Hintergrundinformation:

Am Nachmittag des 14. September 2009 erhielt Jesús Tecú auf seinem Mobiltelefon einen Drohanruf von einem Unbekannten. Der anonyme Anrufer, dessen Mobilfunknummer als 45426616 angezeigt wurde, erkundigte sich, ob er mit Jesús Tecú spreche, woraufhin Jesús Tecú unverzüglich die Gegenfrage stellte, wer der Anrufer sei. Ohne seinen Namen zu nennen erklärte der Unbekannte: "Ich warne dich davor, das Gespräch zu beenden. Wir wissen alles über Dich, wir wissen wo du arbeitest, wann du zur Arbeit kommst und wann du nach Hause gehst. Wir wissen, wo du wohnst und wir wissen, in welche Schule einer deiner Söhne geht und um wie viel Uhr er auf dem Nachhauseweg ist. Willst du jetzt ein Abkommen mit mir schließen?"

Als Jesús Tecú vorgab, den Anrufer anhand seiner Stimme zu erkennen, ihm aber auf Rückfrage seinen Namen nicht nennen konnte, wurde der Unbekannte wütend, beschimpfte Jesus Tecú und drohte seine Kinder zu entführen, zu ermorden und zu zerstückeln. Der Unbekannte brach daraufhin das Gespräch ab.

Einer von Jesús Tecús Mitarbeitern rief daraufhin vom Festnetzanschluss des Büros, in dem sich Jesús aufgehalten hatte, die Nummer des Unbekannten zurück, und stellte die Frage, mit wem er spreche. "Du sprichst mit dem Tod", antwortete dieser und beendete das Gespräch.

Kurze Zeit später rief der Unbekannte erneut auf dem Mobiltelefon von Jesús Tecú an; anstelle von Jesús Tecú nahm jedoch sein Mitarbeiter das Gespräch an. Mit ausfallenden Bemerkungen erkundigte sich der Unbekannte nach dem Namen des Mitarbeiters und wiederholte die Morddrohungen gegen Jesús und seine Familie und machte klar, dass es keinen anderen Weg gäbe als zu kooperieren.

Jesús Tecú hat im Polizeipräsidium der Departmentshauptstadt Salamá unverzügliche Schutzmaßnahmen für sich und seine Familie und sofortige Ermittlungen gefordert. Ferner hat Jesús Tecú Anzeige bei der zuständigen guatemaltekischen Staatsanwaltschaft (Ministerio Publico) erstattet. In der vergangenen Woche wurden von staatlicher Seite allerdings keine ernst zu nehmenden Maßnahmen unternommen, um den Täter zu ermitteln und die Familie Tecú vor gewaltsamen Übergriffen zu schützen.

Da bislang keine konkreten Forderungen gestellt wurden, ist der Hintergrund der Drohungen derzeit noch unbekannt. In der Umgebung Rabinals operieren organisierte Erpresserbanden, die von Schutzgeldzahlungen leben. Gleichzeitig ist ein politischer Zusammenhang aufgrund des langjährigen Einsatzes von Jesús Tecú für Frieden, Gerechtigkeit und Aufarbeitung des Völkermords an den Maya-Achí im Landkreise Rabinal nicht auszuschließen. Jesús Tecú war und ist wichtiger Zeuge in Prozessen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene gegen Kriegsverbrecher des 36-jährigen bewaffneten Konflikts in Guatemala, der über 200.000 meist indigene Opfer forderte. Jesús Tecú hat in der Vergangenheit die Exhumierung von geheimen Massengräbern organisiert und leitet derzeit die Menschenrechtsorganisation /Bufete Juridico Popular/, die Gewaltopfern juristischen Beistand leistet. Auf mehreren Vortragsreisen durch Nordamerika und Europa hat er den Völkermord an der indigenen Bevölkerung Guatemalas sowie die aktuellen Lebensbedingungen der Maya-Achí in der Region Rabinals der Weltöffentlichkeit nähergebracht.

Jesús Tecú und seine Familie wurden im Zuge seiner Menschenrechtsarbeit bereits mehrfach Ziel massiver Drohungen und Einschüchterungen.

Beteiligen Sie sich bitte an der Eilpetition (Briefvorschlag im Anhang)!

1. Schreiben Sie jeweils Ihren Namen und Adresse, Ort und Datum in den Briefkopf der vorgefertigten Musterschreiben an die guatemaltekischen Behörden!

2. Drucken Sie die Schreiben aus und unterschreiben Sie diese!

3. Senden Sie die Schreiben per Brief (Luftpost, Porto pro Brief € 1,70) oder per Fax an die jeweils angegebene Adresse bzw. Faxnummer.

4. Schicken Sie eine Kopie Ihrer Schreiben an die Botschaft der Republik
Guatemala in Deutschland, gerichtet an die Mailadresse: E-Mail-Adresse versteckt; JavaScript wird zur Anzeige benoetigt

5. Leiten Sie die Meldung auch an Bekannte weiter, von denen Sie annehmen, dass sie die Eilaktion unterstützen könnten! Jeder Brief und jedes Fax zählt!


CAREA e.V.
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
10045 Berlin
Tel./Fax.: 0049-30-4280-5666

 Quelle:  
  http://www.buko.info/carea/ 
 

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