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Dokumentation: Drohungen gegen Menschenrechtler in Chiapas

Poonal vom 21.01.2003
Poonal 556 vom 21.01.2003

  (San Cristobal de las Casas, 9. Januar 2003, poonal).- Wir, die unterzeichnenden Organisationen wollen unsere Sorge und Wut, aufgrund der Verfolgung und Bedrohungen unseres Genossen Ernesto Ledesma Arronte, Mitglieder des Zentrums für politische Untersuchungen der Sozial- und Wirtschaftsforschung CAPISE (Centro de Análisis Político de Investigaciones Sociales y Económicas), zum Ausdruck bringen. Diese abstoßenden Ereignisse lassen uns um die Sicherheit und Integrität seiner Person, seiner Familie und der anderer Mithelfer der Organisation fürchten.

Der erste Angriff geschah am 18. November 2002 als Ledesma abends nach Hause zurück kam, einen starken Gasgeruch bemerkte und feststellte, dass zwei Gashähne des Gasofens aufgedreht worden waren. Des weiteren fiel ihm auf, dass das Küchenfenster geschlossen war, obwohl er diesen Tag den Gasofen nicht benutzt hatte und extra das Fenster geöffnet hatte, bevor er das Haus verließ.

Am ersten Januar diesen Jahres war Ledesma mit Familienmitgliedern zusammen als morgens um 03.01 Uhr das Telefon klingelte. Das Telefon wurde von einem seiner Gäste abgenommen, der nur die Nachricht einer männlichen Stimme hörte: "Hurensohn, wir werden dich töten". Danach wurde die Verbindung sofort getrennt. Am Bildschirm des Apparates wurde angezeigt, dass der Anruf aus einer öffentlichen Telefonzelle kam.

Zwei Tage später als Ledesma vormittags um 10.30 Uhr in das Büro von CAPISE kam, bemerkte er dass die Tür halboffen war und innen niemand der anderen Mitglieder war, die außer ihm einen Schlüssel der Dienststelle haben. Bis jetzt kann nicht sicher gesagt werden, ob etwas entwendet wurde. Dies legt die Vermutung nahe, dass der Diebstahl nicht der eigentliche Grund des Einbruchs war.

Es ist wichtig klar zu stellen, dass die Arbeit der Genossen von CAPISE die Untersuchung und Enthüllung von Menschenrechtsverletzungen zum Ziel hat, unter anderem die Erklärung der Rolle der Armee und paramilitärischer Gruppen in der Provinz Chiapas.

Der Mangel an Sicherheitsgarantien für die Arbeit der MenschenrechtsverteidigerInnen in der Provinz und im gesamten Land ist keine neue Situation. Trotz des guten Willens der neuen Regierungen erleben wir immer wieder Verbrechen gegen ihre Arbeit, die nicht bestraft werden, wie zum Beispiel der Tod unserer Genossin Digna Ochoa.

Aufgrund dieser Ereignisse wollen wir, die unterzeichnenden Organisationen Folgendes erklären:

* Wir machen die Regierung des Bundes und der Provinz für die Sicherheit und Integrität des Genosse Ernesto Ledesma, seiner Familie und anderer Mitglieder von CAPISE verantwortlich.* Wir fordern eine Untersuchung der oben genannten Tatbestände durch die Staatsanwaltschaft der Provinz. Sie muss baldmöglichst überzeugende und unwiderlegbare Ergebnisse über die Verantwortlichen dieser abstoßenden Vergehen vorlegen.* Wir verlangen ein Ende der Angriffe gegen MenschenrechtsverteidigerInnenin der Provinz Chiapas und im ganzen Land.

Es unterzeichnen: Zentrum der Menschenrechte Fray Bartolomé de las Casas,A.C. (Centro de Derechos Humanos Fray Bartolomé de Las Casas, A.C.); Zivile Vereinigung (Enlace Civil), Melel Xojobal A.C.; CIDECI, Laneta in Chiapas, CIEPAC, Bürgerverband Chiapas (Alianza Cívica Chipas), Zentrum derIndianerrechte A.C. (Centro de Derechos Indígenas A.C.), Kommunalnetz derVerteidiger der Menschenrechte (Red de Defensores Comunitarios por losDerechos Humanos), EDUPAZ, A.C., Zentrum der Menschenrechte Fray PedroLorenzo de la Nada (Centro de Derechos Humanos Fray Pedro Lorenzo de la Nada, A.C.), SIPAZ, DESMI, A.C.


Quelle: poonal
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