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Weitreichende Truppenverschiebung in Chiapas zum 26. Jahrestag des EZLN

 

Kleriker protestieren gegen Verfolgung der Kirche durch die Staatsregierung

La Jornada vom 18.11.2009
Hermann Bellinghausen
übersetzt von Dana

  San Cristóbal de las Casas, Chiapas, 17. November. Während eine öffentliche Erklärung von Pfarrern und Geistlichen das Ausmaß der Spannungen enthüllte, die zwischen der Diözese von San Cristóbal de las Casas und der bundesstaatlichen Regierung vorherrschen, entfaltete die Bundesarmee weitreichende Aktivitäten, mit Hausdurchsuchungen und Patrouillen in den Gemeinden des Zentrums und der Selva Fronteriza, und an diesem Montag war eine außerordentliche Truppenverschiebung nach Los Altos zu registrieren, wie Zeugen in San Juan Chamula bestätigen.

Zum 26. Jahrestag der Gründung der Zapatistischen Armee der nationalen Befreiung (EZLN), und zur Unterstreichung des zapatistischen Schweigens seit mehr als acht Monaten, war heute das Fehlen jeglicher Feierlichkeiten in den Caracoles zu bemerken; ebenso wenig erfolgte eine Erklärung der Geheimen Revolutionären Indigenen Komitees – Generalkommandantur der EZLN, die seit dem 8. März dieses Jahres weder ein Kommunique unterzeichnet noch erlassen hat. Wie die Webseite Enlace Zapatista seit einigen Wochen warnt, »sind alle nach diesem Datum veröffentlichen Texte, die die Unterschrift der EZLN tragen, falsch«.

Pfarrer, Geistliche und Missionare der südlichen Zone der Diözese von San Cristóbal protestierten weiterhin »aufs schärfste« gegen »die Verfolgung der katholischen Kirche«, die "von der Staatsregierung gegen Bischof Felipe Arizmendi« betrieben wird, und insbesondere gegen den Pfarrer Jesús Landín (Padre Chuy) von der Pfarrgemeinde von San Bartolomé in Venustiano Carranza, und seinen Mitarbeitern. «Wir sind weder Verbrecher, noch fördern wir die Gewalt in irgendeiner Form«, erklärten sie.

Wie die Geistlichen in ihrer Erklärung zu verstehen gaben, gehe »der Verfolgungswahn« gegen Landín »so weit, dass Gouverneur Juan Sabines Guerrero versuchte, den Bischof zu zwingen diesen aus der Diözese und aus Chiapas zu verstoßen«. Nichtsdestotrotz, heißt es weiter, "hat niemand das Recht die Ausweisung eines Staatsbürgers aus irgendeinem Ort des nationalen Gebietes zu betreiben; dies zu tun verstößt gegen die Verfassung«.

Die Regierung »hat eine permanente Verfolgung gegen Landín ausgelöst, und beschuldigt ihn, die Bevölkerung aufzuhetzen und die Gewalt und den Waffengebrauch zu fördern.« Sie versichern, dass es sich dabei um »Verleumdungen« und »Lügen« handelt. Sie bringen ihre Solidarität mit den Mitgliedern der Gemeinde von San Bartolomé zum Ausdruck, und bekräftigen erneut ihre soziale Verpflichtung, das heißt, »der Bevölkerung beizustehen«, und zu »versuchen sie dabei zu unterstützen, ihre Rechte auf Freiheit und den Respekt vor unserer Mutter Erde durchzusetzen«.

Anhand der Erfahrungen in den Gemeinden in ihrer Zone erklären sie: »Der Grund der Verfolgung gegen die Kirche und die Gemeinden von Chiapas, sind die Bergbaukonzessionen für ausländische Konzerne, um die unterirdischen Schätze auszubeuten. Es ist bekannt, dass die Regierung ihnen die Erlaubnis gegeben hat, die Bodenschätze von Chiapas auf einer Fläche von mehr als eine Million Hektar zu erforschen und auszubeuten.

Die Geistlichen sehen sich gezwungen »gegen die Verfolgung und die ungebührliche Einmischung in den Angelegenheiten unserer Kirche" zu protestieren. Der Gouverneur, so bestätigen sie, »macht die Kirche dafür verantwortlich, dass die Einwohner von Acteal sich geweigert haben ihn zu empfangen. Diese empfinden die Anwesenheit von Staatsbeamten einer Regierung als Hohn, die an dem Massaker von Acteal mitbeteiligt war, und die sich durch die Freilassung der Mörder weiterhin mitschuldig an diesem schrecklichen Verbrechen macht.

»Die Diözese war nicht bereit, den Gouverneur einzuladen, aber sie hat ebenso wenig die Entscheidung getroffen, ihn nicht zu empfangen. Diese Beschlüsse stehen einzig und alleine den betroffenen Gemeinden zu.«

Zuletzt lehnten sie die Einmischung von Polizeispitzeln »bei den Gottesdiensten und der christlichen Unterweisung ab, die vergeblich versuchen Delikte nachzuweisen, die wir niemals verübt haben, und so Gott will, hoffentlich niemals verüben werden«.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/2009/11/18/index.php?section=politica&article=014n2pol 
 

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