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Kommunique von REMA und Otros Mundos zur Ermordung von M. Abarca Roblero

Indymedia Chiapas vom 30.11.2009

  Mariano Abarca RobleroHeute, am 27. November 2009 um ca. 20:30 Uhr, wurde Herr Mariano Abarca Roblero vor seinem Haus in der Kreisstadt Chicomuselo, Chiapas/ Mexiko, feige ermordet. Laut Zeugenaussage erschoss eine Person auf einem Motorrad mit einer Schusswaffe Don Mariano. Sein Begleiter, Orlando Velazquez wurde schwer verletzt ins Krankenhaus in Comitan gebracht. Mariano Abarca hinterlässt eine Frau und vier Kinder.

Don Mariano Abarca Roblero, ein Mitglied des Mexikanischen Netzwerks von durch Bergbau Betroffene (Red Mexicana de Afectados por la Minería − REMA) führte einen ständigen Kampf gegen die transnationale kanadische Bergbaugesellschaft, deren hauptsächliches Interesse an der Stadt Chicomuselo in der Ausbeutung von Baryt, Gold und Antimon auf Basis von 10 Bergbaukonzessionen liegt. Seit Juni unterhielten Don Mariano und andere Mitglieder des REMA ein Lager in der Kreishauptstadt, mit dem sie den Abzug der kanadischen Blackfire aus dem Landkreis forderten.

Am 10. Juli reichte Herr Luis Antonio Flores Villatoro, Public Relations Manager von Blackfire aus Chicomuselo, eine Klage im Namen der kanadischen Firma gegen Herrn Abarca ein, wegen Verschwörung, organisierter Kriminalität, Übergriff auf Verkehrswege, Schäden an den Vermögenswerten des Unternehmens und Anschlägen gegen den Frieden, die Integrität und das Erbe der Gemeinschaft und des Staates. Das Unternehmen legte eine Erklärung von zwei Personen vor, die angeblich Augenzeugen sein sollen, Frau Brenda Liliana Leon Valdez mit Wohnsitz in Kanada und mexikanischen Ursprungs, und Herrn Willis Bradley Craig, kanadischer Staatsangehöriger. Im selben Monat nahm Mariano Abarca an einer Kundgebung vor der kanadischen Botschaft in Mexiko-Stadt teil, an der von kanadischen Bergbauunternehmen Betroffene beteiligt waren wie die Organisation Breite Front der Opposition (Frente Amplio Opositor − FAO), und den Rückzug der transnationalen Firma am Cerro de San Pedro im Bundesstaat San Luis Potosi forderten. Tage später partizipierte er am Forum, das im mexikanischen Kongress zum Thema Bergbau abgehalten wurde, wo er die Schäden geltend machte, die das Unternehmen Blackfire in Chiapas erzeugt.

Am 17. August wurde Don Mariano Abarca auf illegale Weise von der Polizei mit extremer Gewalt entführt, um der Anklage vorgeführt zu werden. In den folgenden Tagen versuchte die Landesregierung mit Mariano Abarca zu verhandeln, seine Freilassung im Austausch für die Aufgabe des Kampfes und Widerstands gegen den Bergbau − oder die zweite Sitzung des REMA Chiapas in Chicomuselo Ende des selben Monats zu verhindern. Don Mariano Abarca blieb lieber im Gefängnis, als diese Vorschläge zu verhandeln. Schließlich beschloss die Landesregierung auf nationalen und internationalen Druck hin und wegen Fehlens von belastendem Material, ihn zehn Tage nach seiner gewalttätigen Festnahme wieder freizulassen. Im September besuchte der Gouverneur des Landes die Stadt Chicomuselo und stellte die Ablehnung der Bewohner betreffs des kanadischen Bergbauunternehmens fest.

In den letzten Tagen reichte Mariano Abarca Roblero bei den zuständigen Behörden eine Klage ein mit dem Inhalt: "Verwaltungsakt gegen die mögliche Begehung von Verschwörungshandlungen und des Verbrechens der Bedrohungen und daraus resultierender Verbrechen, sanktioniert durch Artikel 227 und 228 des Strafgesetzbuches des Landes Chiapas, gegen CC. Ciro Roblero Perez und Luis Antonio Flores Villatoro (Public Relations Manager von Blackfire) und ansonsten verantwortliche Personen (...)" (...)

Aus all diesen Gründen, geben wir die Schuld dem Gouverneur Juan Sabines Guerrero, weil er nicht rechtzeitig gehandelt hat, um dieses Verbrechen, das den Bundesstaat Chiapas mit Blut befleckt, zu verhindern. Die Regierung hatte Klarheit über die Handlungsweisen des kanadischen Unternehmens und wusste, was für einen Konflikt sie mit den Bergbau-Konzessionen erzeugte. Wir machen das kanadische Unternehmen Blackfire, ihren Generaldirektor Artemio Avila Cervera, ihren Public Relations Manager Luis Antonio Flores Villatoro und die Landesregierung für die gewalttätigen Ereignisse gegen Aktivisten verantwortlich, die das Wasser, das Land, das Territorium und die Umwelt verteidigen.

Deshalb fordern wir:

− Sofortiger Abzug des kanadischen Unternehmens Blackfire und Rücknahme der Bergbaukonzessionen in Chiapas.
− Sofortige Verurteilung und Bestrafung der Täter und Drahtzieher des
Verbrechens bis zur letzten Konsequenz.
− Schutz der Familie von Mariano Abarca Roblero.
− Schutz für Herrn Orlando Velazquez, seine Familie und andere Mitglieder des REMA.

Raus! mit Kanada und seinen transnationalen Konzernen aus Chiapas und Mexiko!

Otros Mundos, A.C./Amigos de la Tierra México
Red Mexicana de Afectados por la Minería (REMA)

 Quelle:  
  http://chiapas.indymedia.org/article_171867 
 

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