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Erklärung der JBG Morelia zu den Ereignissen in Bolon Ajaw

Junta der Guten Regierung am 11.02.2010
übersetzt von Dana

  Junta der Guten Regierung »Herz des Regenbogens der Hoffnung«,
Caracol IV »Wirbelwind Unserer Worte« Morelia, Chiapas, Mexiko.

11. Februar 2010

An die alternativen Medien.
An die Compañer@s der Anderen Kampagne in Mexiko.
An die Compañer@s der Sexta International

Brüder und Schwestern Compañeras und Compañeros:

Die Junta der Guten Regierung denunziert und leistet Aufklärung über die Vorfälle vom Samstag, den 6. Februar 2010, auf dem Gebiet, das von dem Dorf Bolón Ajaw kontrolliert wird, autonomer Bezirk Comandanta Ramona.

Die OPDDIC-angehörigen Provokateure, Einwohner des Ejidos Agua Azul, drangen am Donnerstag den 20. Januar, 2010, gewaltsam auf das Gelände ein, das von unseren Compañeras und Compañeros von Bolón Ajaw bewohnt wird, um dort zu arbeiten.

Um die Öffentlichkeit über die neue Etappe der Aggression aufzuklären, die von den Mitgliedern der OPDDIC gegen unsere Compañeros Unterstützungsbasen des autonomen Bezirks Comandanta Ramona wieder aufgenommen wurde, haben wir unsere Position zur Verteidigung der Mutter Erde bereits am 23.Januar schriftlich bekannt gegeben. Darin haben wir klar angekündigt , dass wir sie und ihre Naturschätze verteidigen werden, und berichteten ganz klar über die Vorgänge.

Jene mit schlechtem Erinnerungsvermögen, können diese Denuncia auf der Webseite von Enlace Zapatista wieder nachlesen. Dort können sie auch die Vor- und Nachnamen der Angreifer finden, das Verhalten, mit dem sie vorgingen, und die Kaliber der Waffen, die sie mit sich führten, als sie sich Zutritt verschafften, wobei wir klarmachen möchten, dass sie diese Schusswaffen niemals ablegten, sondern sie stets bei sich trugen, solange sie an dem Ort arbeiteten, und nicht nur das. Wir stellen ebenfalls klar, dass sie selbstgerollte Zigaretten rauchten, die fürchterlich stanken und nach Marihuana rochen.

Sie müssen unsere Unwissenheit entschuldigen, da wir die Reichweite des Internets nicht allzu gut kennen, aber wir stellen uns vor, dass sie alle Ecken der Welt erreicht, und wir stellen uns auch vor, dass wenn etwas dort veröffentlicht wird, wie zum Beispiel unsere Denuncia, diese dann über das Internet auch in allen Teilen der Welt abrufbar ist, und es fällt uns schwer zu glauben, dass die schlechten Regierungen keine Computer oder keinen Zugang zum Internet haben, um lesen zu können, was wir denunzieren.

Wir nehmen an, dass die schlechten Regierungen die nötigen Hilfsmittel besitzen, um zu wissen, was die Personen tun, die sie durch ihre Almosen kontrollieren, und vor aller Welt nichts unternommen haben, um die Aggression zu verhindern, die wir erlitten haben, weder Juan Sabines, noch Antonio Moreno López, Bezirkspräsident von Chilón, und zur Freude Felipe Calderóns, können sie das, was sie anstreben, durch Täuschung erreichen.

Daher dementieren wir die Behauptung der Anführer der OPDDIC, dass unsere Compañeros sie am Samstag, den 6. Februar 2010 überrascht haben sollen. Das ist eine reine Lüge, da wir unsere Denuncia bereits 15 Tage davor veröffentlicht hatten, und wir diese ganze Zeit gewartet haben, um zu sehen, ob sie ein Dialog aufzunehmen wünschen, aber sie haben sich uns niemals genähert.

Außerdem hat diese Junta der Guten Regierung bereits schon Jahre zuvor den Beauftragten Geremías López Hernández in unsere Büros geladen, um ein Dialog zu führen, und er hat uns niemals angehört.

Unsere Compañeros betraten gegen 6:00 Uhr morgens das Gebiet von Bolon Ajaw, zu der Uhrzeit, an der wir Campesinos unsere Arbeit beginnen, um an dem Ort, den sie uns rauben wollen kollektiv zu arbeiten. Wir erreichten das Feld erst gegen 7:00 Uhr morgens, und wir betraten es nicht um uns zu schlagen, da außerdem auf das Gelände auch unsere Compañeros leben und zusammenleben, die das Dorf Bolón Ajaw bewohnen. Wir wiederholen, dass wir bereits angekündigt hatten, dass wir uns wehren würden, indem wir friedlich arbeiten, und dies nicht überraschend kam.

Um in das Dorf Bolón Ajaw zu gelangen, mussten wir nicht durch das Dorf Agua Azul passieren, da ein Fußweg dorthin führt. Wir sind nicht ein Millimeter in Agua Azul eingedrungen, aber die Erfindung der OPDDIC beschuldigt uns, wir hätten sie überrascht und angegriffen, und hätten Kinder und alte Frauen und Männer erniedrigt und unterdrückt. Das ist eine der ältesten Lügen von Juan Sabines und seiner Komplizen unter der lokalen Anführer.

Wir sind nicht wie die schlechte Regierungen, die Indigenas unterdrücken, einsperren, und verschwinden lassen. Wir haben in der Zeit von Ernesto Zedillo und Roberto Albores Guillén Schreckliches erlitten, und haben das Unrecht niemals kopiert. Aber heute werden diese Täuschungen wieder aufgenommen, wie sie unter den alten Regierungen üblich waren, die uns erfundene Verbrechen zu Lasten legten, um Rechtfertigungen für die Repression zu haben.

Als wir gegen 6:00 Uhr morgens an dem Ort gelangten, kamen wir alle über einen Gehweg, der nach Bolón Ajaw führt, und waren unbewaffnet. Während wir eintrafen zogen sich die Invasoren der OPDDIC zurück und wir dachten, sie wären in ihre Häuser gegangen und ruhig bleiben würden, aber so war es nicht.

Sie zogen sich dorthin zurück, wo sie ihre Häuser errichteten, und um dorthin zu kommen, mussten sie durch das Dorf Bolon Ajaw durch. Als sie in das Dorf ankamen fingen sie an in Richtung unserer Compañeros zu schießen. Dort befanden sich lediglich 5 unserer Compañeros und 10 unserer Compañeras, und sie konnten nicht standhalten.

Sie kamen mit Pistolen und Gewehre in den Händen und schossen auf unsere Compañeros. Wir schätzen, dass sie etwa 250 Kartuschen Kaliber 22 abgefeuert haben. Glücklicherweise zogen sich unsere Compañeros schnell zurück, so dass es keine Verwundeten und Toten gab. Bei ihrem Rückzug riefen sie unseren Compañeros zu, dass sie auf dem Feld wären um um Hilfe zu bitten, da 40 Personen von der OPDDIC herbeikamen, alle bewaffnet, und als sie in das Dorf Bolón Ajaw eintrafen, liefen sie auf die Kirche des Dorfes zu und drangen dort ein, indem sie die Tür aufbrachen. Innerhalb der Kirche richteten sie verschiedene Zerstörungen an: sie zerbrachen die Heiligenbilder, die Kiste, in der die Sakramente aufbewahrt wurden und den bescheidenen Altar.

Durch ihr wahlloses Schießen im Dorf Bolón Ajaw, haben sie selbst ihre eigenen Compañeros erschossen, da sie alle in einem dichten Haufen schossen.

Auf die gleiche Weise haben auch die Soldaten gehandelt, als sie in 1995, in der Zeit von Ernesto Zedillo und Roberto Albores Guillén, in unser Dorf eingefallen sind, unser Mais und Bohnen verschüttet, unsere Hühner gestohlen und Sachen aus dem Kollektivlager geplündert haben.

Wir erinnern an diesen Vorfall, weil wir sehen, dass heute die gleichen Winde wie zu jenen Zeiten wehen. Zum Beispiel haben sie am 6. Februar 2010, das Haus unseres Compañeros Manuel Jiménez Álvaro, von der Ranchería Bispuyiljá zerstört, sie rissen die Stützpfosten des Hauses aus und warfen sie weg, zerstörten die Balken und die Schwellen, raubten das Dachblech, das er durch mühevolle Arbeit gekauft hatte und so teuer ist, und nach Umfang des Hauses 7 m x 2,60 m groß war und seitdem verschwunden ist.

Die Zerstörer, die zur PRI-Partei gehören, heißen, Pedro Pérez Silvano, Pedro Perez Jimenez, Domingo Pérez (der erste), Domingo Pérez (der zweite), Melchorio Pérez Jiménez, Pascual Pérez Jiménez. Um unseren Compañero vollends zu demütigen, schnitten diese betrügerischen Personen 76 Kaffeesträucher ab, um unseren Compañero dessen zu bezichtigen, und nahmen diese Sträucher mit, um sie der Staatsanwaltschaft von Bachajón vorzulegen, um so einen Haftbefehl zu erringen.

Die Lügen der OPDDIC, sagen, wir hätten die Bevölkerung im Morgengrauen überrascht und erschreckt, während wir es waren, die überrascht wurden, aber mit Gewehrschüssen, weil unsere Compañeros von der Anderen Kampagne wenige Meter vor dem Einlasshäuschen von Agua Azul aus dem Hinterhalt angegriffen wurden. Hier wurde unser Compañero Francisco González Gómez schwer am Bauch verwundet. Er wird wieder gesund werden, obwohl er viel Blut verloren hat.

Als sie hier einfielen, um ihre Häuser auf dem Gebiet von Bolón Ajaw zu errichten, haben sie sich unseren Compañeras gegenüber respektlos verhalten, den sie arbeiteten an einem Ort an dem ein Feldweg entlangführt, auf dem die Compañeros gehen um Mais zu holen, und die Marihuanarauchenden Schufte der OPDDIC zogen sich nackt aus und zeigten ihnen ihre Glieder wenn sie vorbeigingen. So etwas tut nicht mal ein Hund, und da die schlechten Regierungen provozieren wollen, können sie dies ungestraft tun.

Wieder einmal legen sie uns erfundene Delikte zu Lasten, sie beschuldigen uns Entführer zu sein. Wir, die gegen den Tod kämpfen, leiden nicht an der Krankheit Millionen von Pesos zu besitzen, wie die Regierung es tut, wie die Lokal- und Bundesabgeordneten es tun. Wir haben während unseres Kampfes klargemacht, dass wir die sieben Männer, die wir festgenommen haben, jederzeit respektvoll behandeln würden. Wir haben ihnen auch zu Essen gegeben, aber nichts besonderes, weil wir nichts dergleichen haben. Wir haben ihnen Wasser zu trinken gegeben, wir haben ihnen Unterkünfte gegeben, die zwar nicht sehr bequem waren, aber so sind unsere Häuser nun einmal, wir haben ihnen Decken gegeben, kurzum, wir haben ihre Menschenrechte geachtet, auch wenn sie sich wie Tiere verhalten, wissen wir zu respektieren.

Die 7 Personen, die angeblich entführt worden sein sollen, sind bereits lebend und unversehrt übergeben worden. Sie haben bei ihrer Freilassung ein Papier unterzeichnet, mit dem sie anerkennen, dass sie respektiert worden sind.

Vier der fünf Personen, die zuletzt freigelassen wurden, namens Ivan Moreno López, Manuel García Luna, Juan Hernández Moreno und Manuel Hernández López, haben uns gegenüber kommentiert, dass Señor Salomón Moreno López sich mit anderen verschworen hat, die die Provokateure organisiert haben. Obwohl wir das über ihn erfahren haben, haben wir ihm nichts angetan. Wir sind nicht wie die schlechten Regierungen, die langjährige Haftstrafen verhängen.

Als Junta der Guten Regierung haben wir uns niemals dagegen gesperrt eine gute Lösung zu finden. Wir haben immer positive Signale gegeben, und haben unsere Botschaften den Mitarbeitern vom Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas übermittelt.

Unsere Botschaft lautete, dass sie kommen sollten, um zwei der Festgenommenen in Bolon Ajaw abzuholen. Diese wurden übergeben, im Beisein von 13 Mitgliedern des Zivilschutzes, zwei Angehörigen der Staatsregierung, in erster Linie Antonio Gamboa Patrón, Carlos Manuel Calvo Martines, Leiter der Präventivpolizei, zwei Angehörige [des Menschenrechtszentrums] Fray Bartolomé de las Casas, Jorge Armando Gómez und Pedro Faro, und einem Einwohner der Gemeinde Agua Azul. Unsere Bedingung war, dass wir freien Zugang zu den Straßen und Wegen für alle, ohne Unterschied haben sollten. Bei unserer zweiten Übergabe der fünf übrigen Gefangenen, die noch nicht übergeben worden waren, weil sie an einem anderen Ort gehalten wurden, haben wir sie unter der Bedingung freigelassen, dass sie versprachen, nicht wieder unseren Boden zu besetzen, und dass die Ruhe wiederhergestellt wird. Dies war unser Wort, und wir haben ihn mit Ehre und Wahrheit erfüllt.

Die Antwort der schlechten Regierung auf unseren Vorschlag war völlig anders. Es ist klar zu ersehen, dass die Regierung den Dialog fordert, und mit Sachen antwortet, die nichts mit dem zu tun haben, über das wir einen Dialog führen. Und wir sehen, dass solange diese drei bekannten Politiker regieren, sie ihre großen Täuschungen und Betrügereien weiter fortsetzen werden.

Das zeigt uns, dass die drei Regierungsgewalten darin übereingekommen sind, das was uns angetan wird weiterhin geschehen zu lassen, und dass die Gewalt in allen Teilen unseres Landes weitergeht.

Der Staatsanwalt Pedro Raúl López, Sonderstaatsanwalt für Nichtregierungsorganisationen, überbrachte die Botschaft von Juan Sabines Guerrero, das Problem solle durch Dialog gelöst werden, andernfalls die Armee einmarschieren und der Dialog abgebrochen wird und die Feindseligkeiten wieder aufgenommen werden.

Wir glauben, dass dies ihre Absichten sind, weil die Truppenbewegungen von Militär, Polizei und PGR klar ersichtlich sind, in Begleitung von indigenen Personen, die Zivilkleidung tragen.

Während wir eine Lösung vorgeschlagen haben, antworteten sie mit sehr starken Drohungen.

Compañeras und Compañeros von der nationalen und internationalen Anderen Kampagne. Lassen Sie sich nicht irreführen von den großen Lügen von da oben, durch Gewalttaten und Deklarationen voller Lügen, wie wir sie gerade erleben. Menschen wie die, die sich Regierende nennen, beschäftigen sich damit den Indigenas beizubringen, wie man betrügt. Lassen Sie sich nicht verwirren, die Wahrheit soll erfahren, gesehen und gehört werden.

Hochachtungsvoll Die Junta der Guten Regierung

Candelaria Velasco Hernández
Angel Hernández Pérez


 Quelle:  
  http://enlacezapatista.ezln.org.mx/jbg/2957 
 

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