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JULI: Guanajuato, die siebte Stele

La Jornada vom 12.02.2003
Subcomandante Marcos
übersetzt von Dana

  Das Problem mit der Privatisierung der Geschichte Mexikos ist, das sie von absolute "Häretiker" betrieben wird — wie die rechtsgerichtete Regierung auch die Rebellen nennt.

oder

Wenn man von einem Kopfjäger aufgegriffen werden möchte, muss man ein Idiot mit Initiative sein.)

Jetzt, in der zweiten Hälfte des Jahres geht der Blick voraus. Die Hand folgt dahinter um Juli zu begleiten, und erreicht ein Wort: GUANAJUATO.

Guanajuato. Mehr als 4.5 Millionen Bewohner, darunter mehr als 10.000 Indigenas (nach INEGI Angaben für das Jahr 2000): Chichimecas, Otomís, Mazahuas, Nahuas and Purépechas.

Ein Lied von José Alfredo trällernd erreicht die Steinwolke das Land, dass die Geburt des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges gegen die spanische Krone gesehen hat, und heute zum Experimentfeld für die Nationalpolitik geworden ist, die von dieser unharmonischen Ehe gefördert wird, die dieses Land regiert (ich beziehe mich auf die PAN-Fox Beziehung, zieht keine voreiligen Schlüsse).

Die Armutsrate in Guanajuato unterscheidet sich nicht all zu sehr von der in den anderen Staaten. Dem 2000 Zensus, leben 54.01% der Bevölkerung unterhalb des Standards für gemäßigte Armut, und 22.79% in völliger Armut, das heißt, 76.80% der Bevölkerung ist arm. 47.29% der Arbeiter überleben mit weniger als zwei Mindestgehälter. An der Spitze der Pyramide genießen 3.53% der Bevölkerung mehr als 10 Mindestgehälter. Die durchschnittliche Anzahl abgeschlossener Schuljahre liegt bei 6,6, unterhalb des ohnehin schon niedrigen nationalen Durchschnitts von 7.7. Auf Hochschulebene ist die Situation noch pathetischer. Nur 3.72% der Männer und 3.31% der Frauen erreichen eine höhere Bildung, erneut ein niedrigerer Prozentsatz als der ohnehin schon niedrige nationale Durchschnitt von 5.78% und 5.95%. Bei den staatlichen Vergünstigungen ist die Situation kritisch: 76.31% erhalten keine Vergünstigungen, 82.59% haben keine Krankenversicherung und 79.30% erhalten keine Gehaltszulagen.

Die ärmsten Bezirke sind die, mit den meisten indigenen Gemeinden. Um ein Beispiel zu geben, leben 11.323 Menschen in Xichú. Davon sind 25.73% Analphabeten; 59% der Bevölkerung über 15 hat die Grundschule nicht abgeschlossen, und 65.75% der Häuser haben keine Wasserversorgung.

Auf dem Land und in den Vorstadtvierteln leben die Menschen in erbärmliche Zustände. Ihnen fehlen Wohnungen und die minimalsten Dienstleistungen. Wir haben den Fall von León, in dem etwa 200 marginalisierte Siedlungen existieren. Eine ähnliche Lage herrscht in Celaya und Irapuato. Die Arbeitslosigkeit trifft kleinen und mittelgroßen Unternehmen sehr hart, sowie alle anderen Arbeitsplatzanbieter, wo es häufige Kündigungswellen gibt. Ein Beispiel ist die Leder- und Schuhindustrie in León, die der wichtigste Arbeitgeber ist, und durch den Import von Schuhen, hauptsächlich aus China, stark abgenommen hat.

Diese Zustände verursachen natürlich Rebellion. Um dieser Rebellion beizukommen, wurde in diesem Bundesstaat in 2002 ein "Null Toleranz" Programm implementiert, das neun Polizeistellen zusammenbrachte, und mit Übergriffe gegen die Bevölkerung endete. In León mobilisierten sich junge Punks, Graffitikünstler, Skaters und andere zu friedliche Proteste, die im Juli letzten Jahres von der Polizei brutal niedergeschlagen wurden. Auch in Celaya gab es Proteste gegen das Programm, das Jugendliche nur aufgrund ihrer Kleidung verhaftet und vor Gericht stellt.

Guanajuato. Wiege der Unabhängigkeit.

Eifrig an Geschichte interessiert, schwebt die Wolke über San Miguel de Allende, genau über die Dachspitze der Kathedrale von der es heißt, sie sei von einem Mexikaner nach dem Vorbild einer Postkarte von der gotischen Kathedrale in Köln, Deutschland, gebaut worden. Erstaunt verwandelt sich die Wolke in Stein und entdeckt rollend, dass am 20. September 1810, Miguel Hidalgo und seine Truppen im Lobby des Hotels Real de Minas kampiert hat! Die Strassen durchwandernd findet sie heraus, dass das Haus in dem Bustamente geboren wurde heute eine Zweigstelle der Serfin Bank ist, das Haus von Ignacio Allende ein Kino, und das Haus in dem die Aufständischen von damals konspirierten sich nun in Privatbesitz befindet und dort Eis verkauft wird. Dort hängt ein Foto an der Wand, das Vicente Fox neben dem ausländischen Besitzer von Dolphy Ice Cream zeigt. Unter dem Boden dieses fremden Ladens wurde die Unabhängigkeit Mexikos ausgearbeitet. Hier, in San Miguel de Allende, wurde das erste Ratshaus des unabhängigen Mexikos konstituiert: heute wird es von mehr als 5000 Nordamerikaner bevölkert.

Auf den Straßen spielt der Wind mit einer Zeitung. Es hört für ein Augenblick auf und liest:

"Wir kennen uns mit Geschäfte aus und wissen was die Investoren brauchen. Wir werden sicherstellen, dass sie Sicherheit und Gewissheit haben ... wir werden eine demokratische Regierung sein, und eine die dem Unternehmertum verpflichtet ist. (Das ist meiner Meinung nach eine neue und schallende Definition der Republik). Eine Regierung, die anders als die letzte (Sic: die sich immer noch an ihre letzten Lebenswochen festkrallt) weiß, dass es die Geschäftswelt ist, und nicht die Regierung, die Arbeitsplätze und wirtschaftlicher Wachstum schafft " (eine neuartige Meinung, die Arbeitern, Campesinos, staatlichen Unternehmen und anderen Nebensächlichkeiten, noch das letzte bisschen raison d’e’tre entzieht). Präsidentschaftsanwärter Vicente Fox an den französischen Unternehmer J. M. Venegas, La Jornada, 10/3/2000. (in "Por mi madre, Bohemios," Monsiváis, Carlos und Villamil, Jenaro).

"Wir können zusammenarbeiten um die nächste Erfolgsstory der Welt zu schaffen. Seid wagemutig, denkt anders . kommt zu uns um im neuen Mexiko Geschäfte zu betreiben." Der gewählte Präsident Vicente Fox zu einer Gruppe Global Fortune Unternehmer. Artikel von Juan Manuel Venegas, La Jornada, 10/13/2000 (In "Por mi madre, Bohemios").

Dies ist der politische Programm der PAN und von Vicente Fox: Mexiko und seine Geschichte in ein Geschäft im Schlussverkauf zu verwandeln

Ein Moment mal! Streiten sich die PAN und Vicente Fox den nicht? Gab es da nicht eine Konfrontation zwischen Fox und La Coyota? Ja und Nein. La Jornada Journalist Jesús Ramírez Cuevas, führte während der internen Wahlen für den Parteipräsidenten der PAN (Anfang 2002 — Luis Felipe Bravo Mena hat gewonnen) — eine Studie dieser Partei durch (Masiosare, La Jornada Beilahe, Februar/März dieses Jahres).

Die Rückschlüsse dieser Analyse enthüllten etwas völlig Fundamentales: "Es gibt innerhalb der PAN keinen ideologischen Disput. Die verschiedenen Gruppen der Partei teilen das gleiche wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Programm. Sie werden nur durch politische und wirtschaftliche Interessen getrennt."

Nicht nur das: Soledad Loaeza, eine Forscherin des Mexikanischen Kollegiums und PAN Spezialistin erklärte: "Die meisten Kabinettsmitglieder wurden aufgrund ihrer Beziehungen mit religiösen Organisationen gewählt, die Teil von Präsident Fox’ Elite sind. Andere wurden von hochstehenden Beamten gewählt, (die natürlich verurteilt werden). Diese Personen werden weder mit der Bundesregierung, noch mit der PAN identifiziert. Ich habe den Eindruck, " sagte sie weiter, "dass die Legionäre Christi und das Opus Dei religiöse Orden sind, die derzeit im Kabinett sehr einflussreich sind. Sie sind sehr mächtige Netzwerke innerhalb der Regierung, und sie befinden sich außerhalb der Kontrolle der Parteien. Und das irritiert die PANistas. Es sind Lobby-Gruppen, die sich auf eine sehr effektive Weise innerhalb der Regierung festsetzen konnten." Weiter unten bemerkte sie: "Die Tatsache, dass die Rekrutierung von Staatsbeamte nicht durch die PAN erfolgt, sondern Aufgabe dieser religiösen Netzwerke ist, schafft, denke ich, Schwierigkeiten in den Beziehungen mit der Partei. Diese religiösen Gruppen, die unglaublich mächtig sind, haben die verdienstbestimmte Rangordnung innerhalb der Regierung ersetzt." (Ramírez Cuevas, J. op. cit.).

Wenn das stimmt, dann ist der Streit zwischen Fox und La Coyota in Wahrheit ein Streit zwischen den reaktionärsten Sektoren der katholischen Kirche einerseits, und dem Drogenhandel andererseits.

La Coyotas Bande hat ein zweifaches Interesse in diesem Streit. Neben bessere Positionen (und Vorteile für ihre "Klienten"), versucht die PAN auch verzweifelt zu erreichen, dass Fox’ Popularitätsverlust sie in den nächsten Bundeswahlen nicht herunterzieht (ein Jahr nach diesem 2. Juli des "Wandels ", hat die PAN eine Million Stimmen verloren). Als ob die PAN keine anderen "Argumente" vorzuweisen hätte (in der Form von Abgeordnete, Senatoren, Bezirkspräsidenten, Gouverneure und Staatssekretäre), um die Wähler zu überzeugen gegen diese Partei zu stimmen.

Hmm. Die katholische Rechte. Die Organisation für Integrale Menschliche Entwicklung und Bürgerinititiative (Desarrollo Humano Integral y de Acción Ciudadana — DHIAC), eins der Tentakel von Opus Dei, hat Leute wie Luis Felipe Bravo Mena (ein Gefolgsmann von La Coyota und Präsident der Nationalen Aktionspartei) in die PAN ausgesiebt. Und die Legionäre Christi des pedophilen Maciel stehen noch höher, ganz, ganz nahe an Vicente Fox.

Der Eifer der katholischen Rechte die Macht in ihre Hände zu bekommen ist nichts neues. Ehemals wurde er von einem Prinzip der Republik unter Kontrolle gehalten: der Säkularstaat. Aber wie viele andere Prinzipien, ist die Säkularisation des mexikanischen Staates zu einem Witz verkommen.

"In der Fama II Siedlung, des PAN Ayuntamiento Santa Catarina, wurde ein öffentlicher Platz auf den Namen Sagrado Corazón (Heiliges Herz) getauft (im wahrsten Sinne des Wortes) ...Im Bezirk Bustamente, Nuevo León, beschloß der PAN Bürgermeister, dass anstelle der Statue von Juárez, eine Skulptur des Erzengels Michael auf dem Hauptplatz stehen sollte, und sie wurde vom Gouverneur inauguriert. Der Bürgermeister von Bustamente, Jorge Santos Gutiérrez, äußerte die Meinung, dass jeder der gegen die Ersetzung von Juárez durch den Erzengel Michael sei, verhaftet werden sollte ..." Aus dem El Diario de Monterrey, 9/8/2000. (In "Por mi madre, Bohemios").

"- Die PAN beherbergt konservative Gruppen?"

"- Es gibt für sie hier kein Platz. Dies ist keine korporative Partei (Wie gut, dass diese Frage geklärt ist. Die Red.) Es ist eine Bürgerpartei, die ihre Statuten und Richtlinien respektiert."

"- Aber diese Gruppen, gewinnen sie keine größere Präsenz?"

"- Wir haben hier sehr eine starke Institution. Was in andere Organisationen passiert interessiert uns nicht (ob Sie es glauben oder nicht, bis vor einigen Tagen hatten wir noch nicht mal was von der PAN gehört. Die hilfreiche Red..). Es gibt hier keine Gruppen. Was es in der PAN gibt, sind gutwillige Männer (die Frauen sind die Fiesen. Die Red.), die sich uns anschließen. Opus Dei und die Legionäre Christi haben einen anderen Lebenszweck. Sie sind keine politische Partei! (Ihr anderer Lebenszweck ist ihr Armutsgelübde? Die ignorante Red.)

"- Ist das nicht die richtige Zeit für die Nationale Aktionspartei sich von diesen Gruppen zu distanzieren?"

"- Was tue ich den gerade! Ich sage, dass die PAN eine Sache ist, und diese Gruppen etwas anderes. (Oder das sie nicht das gleiche sind? Die Red.)."

"- Dann distanziert sich die Nationale Aktionspartei?"

"- Wir distanzieren uns nicht. Wir sind eine politische Partei von Bürger, nicht von Unternehmen. (Die Red. ruft sich die Distanzierung vor einem Augenblick ins Gedächtnis und distanziert sich von dieser Erinnerung). Wenn sie mir sagen werden, dass einige Leute in der PAN dem Opus Die angehören, dann ja, dann sind das Entscheidungen die jenseits stehen, weil jeder das Recht hat sich für die Anliegen zu engagieren die ihn interessieren, aber hier in der Nationalen Aktionspartei haben wir eine politische Doktrin, Richtlinien, die respektiert und erfüllt werden." (Ohne Ihnen auf die Nerven gehen zu wollen, aber wäre es nicht einfacher gewesen die vorgehende Frage zu beantworten?) Jorge Ocejo Moreno, Generalsekretär der PAN. La Jornada, 8/31/2000 (in "Por mi madre, Bohemios").

"Einige Leute"? Sehen wir uns das Kabinett an (oder seine Verlautbarungen, die lustig wären, würde es sich nicht um die Regierung handeln), und die Angriffslust dieser Gruppen, die durch Dummheit glänzend, das heißt, durch ihre rechtsextreme Ansichten. Neben Señora Marta Sahagún de Fox (die gleiche, die während ihrer Zeit als Sprecherin des Präsidentenbüros erklärte, sie würden keine Nicht-Straflosigkeit in Mexiko erlauben) und Carlos Abascal (dieser Arbeitsminister, der frei kriegt um Segen zu verteilen), gibt es andere, genauso unglaubliche Charaktere:

Santiago Creel, besser bekannt als der "Mexikanische Psychopath" (zu Ehren des Films ’American Psychopath’, der von den Traum-Realitäten eines blutdürstigen Yuppies erzählt). Señor Creel hat zwei junge Studenten ins Gefängnis gebracht, die Brüder Cereso, die ungerecht beschuldigt werden, für die Feuerwerkskörper verantwortlich gewesen zu sein, die vor den Banamex Bankfilialen losgegangen sind. Diese Jugendliche befinden sich nur deshalb im Gefängnis, damit dieser "Armaniminister" (wie er in den Gesellschaftsseiten bekannt ist) in den Spiegel ansehen und sich sagen kann: "Du bist so hart!" und damit er bessere Argumente hat um die Geldherren zu überzeugen, dass er ein guter Präsident abgeben würde.

Julio Frenk, alias "Doctor No." Er förderte seine Kandidatur mit Postkarten an die Weltgesundheitsorganisation, die mit dem Blut der toten Kinder in Comitán Chiapas beschmiert waren.

Derbez, alias "Wer?" Er steht im Außenministerium weil Jorge Castañeda sich jetzt entschlossen hat seine Präsidentschaftskampagne zu starten.

Josefina Vázquez Mota, auch bekannt als die "Lustige Witwe". Sie ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass Intelligenz nicht unbedingt erforderlich ist um Kabinettsmitglied zu sein. Eigentlich stört sie nur (die Intelligenz, nicht Señora Vázquez Mota). Die Ministerin für Sozialentwicklung demonstrierte ihre dialektischen Fähigkeiten als sie erklärte, dass "Armut und Menschenwürde einander ausschließen". Also existieren jene Mexikaner die arm und würdig sind nicht (wie die Indigenas).

Und noch viele andere die mit Statements und der Inkompetenz und Dummheit des Regierungsprogramms von Vicente Fox und der PAN um sich werfen.

Was? Fühlen Sie sich enttäuscht von der Regierung des "Wandels"? Hier sind zwei Gedächtnispillen (nehmen Sie eins vor dem Schlafengehen, und eins beim Aufwachen):

"Die Gruppen mit dem kleinsten Einkommen haben Kapital, aber es ist totes Kapital. (könnten das diese Hühner sein, die unter den Patios verscharrt sind? Die Red.), Kapital, das nur in seinen physischen Dimensionen zu gebrauchen ist (Sic das seine symbolische Garantie verschleudert), Kapital, das nicht als Kreditsicherheit oder Investition benutzt werden kann (Erhalten Arbeiter deshalb keine Kredite? Die ungläubige Red.)...6.6 Millionen Kleinunternehmen — und ein Kapital, das 30 mal so groß ist, wie die direkten Auslandsinvestitionen, die wir in diesem Land jährlich erhalten — stellen eine große Gelegenheit für unsere Entwicklung als Nation dar. (Und nun bedarf es keiner weiteren Überzeugung mehr für die großen Aktienunternehmen, um für die Kleinunternehmen beiseite zu rücken. Die winzige Red.). Wenn es so weitergeht, werden die Gewinne, die von der Mehrheit der mexikanischen Männer und Frauen mit großer Mühe zusammengetragen wurden, weiterhin nur limitiert eingesetzt werden. Sie bleiben weiterhin totes Kapital (Welch Offenbarung! Das Land besteht also hauptsächlich aus Menschen mit Gewinne, aber mit totem Kapital. What a revelation! So the country is! Tycoons versinken in Armut. Die Red.). Ich schlage eine Reform des Gesetzessystems vor, das bisher die Armen benachteiligt hat, das es ihnen nicht erlaubt Kapital anzulegen und an der Wirtschaft, den Märkten und dem Unternehmertum teilzunehmen." (Also ist es das Gesetzessystem, die Verfassung der Republik zum Beispiel, das Armut verursacht. Dann schafft die Gesetze sofort ab). Der Damalige Präsidentschaftsanwärter Vicente Fox. Artikel von Daniel Moreno, Reforma, 10/16/2000. (in "Por mi madre, Bohemios)

"(An die Lehrer aus Chihuahua, die mit dem Ruf von ’Heute, heute, heute!’ eine Gehaltserhöhung fordern) Heute ist sehr kompliziert!" Präsident Vicente Fox. La Jornada, 12/14/2000. (in "Por mi madre, Bohemios")

Und blitzschnell noch eine andere Erinnerungspille für El Caribe: "Ich kenne ihn (Vicente Fox). Ich habe mich mit ihm eines morgens sieben Stunden lang über den Umweltschutz im Bundesstaat Guanajuato unterhalten. (Wenn wir die 15 Minuten als Maßstab nehmen wollen, in denen der Präsident Chiapas lösen wollte, hätte ihm das Zeit genug gelassen um erfolgreich 28 ernste Probleme aus der Welt zu schaffen. Die Red..). Ich bin es gewöhnt sowohl mit Linke als auch mit Rechte zu diskutieren. Ich hatte kein schlechtes Verhältnis zu konservative und linke Regierungen." Fidel Castro. El Universal, 10/31/2000. (in "Por mi madre, Bohemios") (Hervorhebung durch die Steinwolke, die jetzt immer ein Aufnahmegerät zur Hand hat — nun, man lernt dazu).

"Guanajuato is alles," sagte Medina Plascencia bevor sie die Wahlen für die PAN Führung verloren hat.

Wenn das stimmt, dann ist "Der Kampf alles". Auf der einen Seite stehen jene, die das Guanajuato Model der Ausbeutung, Repression und Intoleranz landesweit einführen wollen. Und auf der anderen stehen die, die Widerstand leisten und kämpfen und mobilisieren, zum Beispiel in...

Salamanca. In Salamanca ist das ganze Wasser mit Arsen, Kohlenwasserstoff, Benzol, Schwefel, Quecksilber, Toxine, DDT, usw. verseucht. Das ist das Wasser, dass als Trinkwasser verwendet wird. Die Hauptverschmutzer sind Pemex und das Tekchem Unternehmen. Die Bezirksregierung hat nie ein Programm implementiert, um sauberes Wasser von anderswo her einzuführen, und es gab Krebstote. Pemex startete das Coraleros Projekt um Wasser aus der Landgemeinde von Coraleros herzuleiten (etwa 20 km. Von Salamanca entfernt). Das Projekt wurde jedoch nicht beendet, weil wie sie sagen, das Geld nicht ausreichte. Nichtsdestotrotz sponserte Pemex das Projekt "Adoptiert ein Kunstwerk". Dadurch konnte das San Juan Konvent restauriert, und in ein Kunstzentrum verwandelt werden, der in Oktober 2002 von den spanischen Mini-Königen, Fox, Martha, dem Gouverneur und Angehörigen der Bezirksregierungen eingeweiht wurde.

Die Organisation Engagement für die Umwelt und Umweltverbesserung (DAME A.C.) kämpft gegen die Kontamination durch Unternehmen wie Tekchem und gegen das Null Toleranz Gesetz (Leute die nach 22 Uhr unterwegs sind können aufgegriffen werden, wenn ihre Kleidung nicht den Kriterien der Beamten entspricht). Am 1. Januar, auf der Feier zum 9. Jahrestag des zapatistischen Aufstandes und zum 400. Jahrestag der Gründung von Salamanca, berichtete eine Frau dem Publikum von dem Drama der Kontamination: Frauen, die an Leber- und Lungenkrebs sterben, Leukämie und Hautkrebs (Salamanca hat die höchste derartige Krebsrate in ganz Mexiko), Brustkrebs und andere Krankheiten, wie Polyglobulin (ein Überschuss an rote Blutkörperchen durch unzureichende Sauerstoffversorgung).

Mehrere Organisationen arbeiten an dem Entwurf eines Notfallplans für Umweltkatastrophen für Salamanca, und bieten Seminare für Erste Hilfe Maßnahmen im Falle eines Unfalls mit Chemikalien und/oder andere Gifte. So unglaublich es auch scheinen mag hat Salamanca kein Notfallplan, und es gibt natürlich auch keine Ärzte, die sich mit der Behandlung von Vergiftungen durch solche Mittel auskennen würden, wie sie von den Industrien hergestellt, oder von diesen benutzt werden.

Vor kurzem fand im Stadtviertel von La Cruz, gegenüber von Tekchem ein Treffen statt. Beamte vom Ministerium für Soziale Entwicklung und Umweltschutz, und Vertreter der Resistol und Tekchem Unternehmen erschienen um "Umweltprojekte" vorzustellen, wie das Pflanzen von Bäumchen, Einsammeln von Müll und andere kosmetische Mittel. Beamte versuchten Proteste zum Schweigen zu bringen indem sie sogar das Mikrophon an sich rissen, aber die Menschen nahmen sie ins Kreuzverhör, und jagten sie damit in die Flucht.

Auf Rancho Roque (etwa 6 km von Celaya), bildete sich infolge des Verlustes von 105 Hektar Land, die vom Institut für Landwirtschaft und Technologie Nr. 33 — ehemals die Hochschule von Roque — als Experimentalfeld benutzt wurden, eine Bewegung. Das begann am 15. Mai, als eine Gruppe Campesinos aus der Gegend der Schule das Land abnahmen um es zu verkaufen. Die größte Demonstration fand an diesem 7. Februar statt, und es nahmen Studenten, Lehrer, Arbeiter und Eltern daran teil.

Im letzten März begann die Jugendkoordination gegen Autoritarismus in der Stadt Leon eine Mobilisierung gegen das Null Toleranz Programm. Die Frauen von Jococa gaben eine Pressekonferenz in dem unabhängigen Theater, La Floración del Mezquite, und lasen dort ein Dokument vor, in dem sie die Verlautbarungen von Gouverneur Juan Carlos Romero Hicks, Luis Ernesto Ayala, des Administrators für Soziale Entwicklung, Araceli Cabrera, und der Unternehmers Jorge Videgaray Verdad kritisierten. Sie übermittelten ihnen alle eine Botschaft: "Wir wollen von euch keine Hilfe, wir wollen, dass ihr uns in Ruhe lasst. Das Ziel der Bewegung ist es nicht um Räume zu bitten, oder um Brotkrumen im Austausch von Schweigen zu betteln, sondern mit den Autoritätsmissbräuche, mit der Repression und dem Autoritarismus aufzuräumen. Wir werden selbst die kulturellen Räume schaffen, die wir brauchen, und wir werden alle Hindernisse denunzieren und überwinden."

Es gibt andere Organisationen im Widerstand: Die Zivile Union Francisco Villa Salamanca, die Guanajuato Bewegung in Kampf gegen den Neoliberalismus (SILAO), CEDASA und CODHOMAC (Dolores Hidalgo), Die Bürgerbewegung (Celaya), die Koordinationsgruppe Unabhängiger Zivilorganisationen (Celaya) und die Casa Erandi (Acámbaro).

Der Kampf um Wasser findet in viele Bezirke statt. An manchen Orten aufgrund des Wassermangels, an andere, wie Romita, weil es den Einwohnern weggenommen wird, um es an Unternehmen zu verkaufen, wie die Abfüllfirmen von Coca-Cola, Pepsi und Corona Beer. Im Juni letzten Jahres wurde dem PAN Bürgermeister die Anerkennung entzogen, und die Bevölkerung setzte eine autonome Volksregierung ein, die zusammen mit dem Umweltrat des Silao-Romita Aquädukts, eine der wichtigsten Volksbewegungen in Guanajuato anführte. Der Wasserraub setzt Romita noch schlimmer zu als León, das noch Wasserreserven im guten Zustand hat und sie nicht ausbeutet. Zu den Interessen der PAN Bezirksregierung (Romita, León), und Staats- und Bundesregierungen, zählen die Interessen der Leder- und Schuhindustrien, zu deren wichtigsten Medina Plascencia und Fox Stiefel zählen. Die Wasserverschmutzung durch die Industrie in León ist äußert ernst: man erinnere sich an den Zwischenfall im Sliva Staudamm, an das Aussterben der Kanadischen und Siberischen Enten; an die Schwermetalle, den Industrieabfälle und dem Salz, der bei der Lederherstellung verwendet wird — 2000 Liter pro Haut — der ins Wasser zurückgeleitet wird, und für Menschen unverträglich ist.

Am 18. Juni 2002, ordnete Gouverneur Romero Hicks Strafmassnahmen gegen die Stadt Romita an. Das Ergebnis? Mehr als 200 Personen wurden festgenommen, hinzu kamen solche, die durch den Einsatz von Polizeihunde, Gas und Hubschrauber verletzt wurden, und Kinder, Frauen und alte Menschen, die schwer verprügelt wurden. Sie drangen in Häuser ein, um die Bevölkerung mit Gas einzusprühen. Am 22. fand ein riesiger Schweigemarsch statt, mit mehr als 4000 Romita Einwohner, die diese Aktion ablehnten. Und wie man so sagt, der Kampf geht weiter. Das Echo des Schreies von Romita ist immer noch zu hören: "Wem gehört das Wasser? — Romita!"

Und der Stein und die Wolke erheben sich im Flug, und brechen von Romita, Guanajuato, auf um ein anderes Rom zu erreichen, in Italien, wo am 15. Februar eine Demonstration gegen den Krieg stattfinden wird.

Aus den Bergen des mexikanischen Südosten.

Subcomandante Insurgente Marcos

Mexiko, Januar 2003.

 Quelle:  
  http://www.jornada.unam.mx/ 
 

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